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Der Nachwuchs will durchstarten

Jugendliche im Hohen Fläming engagieren sich Der Nachwuchs will durchstarten

In der Backsteinvilla des Freizeitzentrums Pogo in Bad Belzig fand jüngst die erste regionale Kinder- und Jugendkonferenz statt. Erstmals wurde dort erörtert, was die Jugendlichen im Hohen Fläming bewegt und wie ihre Belange künftig besser berücksichtigt werden können.

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Arbeitsatmosphäre: Jugendliche aus dem Hohen Fläming beim Erfahrunsgsaustausch.

Quelle: T. Potratz

Bad Belzig. Diskussionsfeuer und Handlungsfieber sollen diesmal nicht im Sande verlaufen. Immerhin. „5000 Euro stehen für Projekte zur Verfügung“, hat Manuela Krüger den Teilnehmern des ersten regionalen Kinder- und Jugendkongresses mit Verweis auf einen Bundesfonds versprochen. Nicht minder wichtig: „Alle Teilnehmer erhalten von den Organisatoren eine Liste von Institutionen, mit denen sie ihre Themen demnächst angehen können“, sagte die Mitarbeiterin des Jugendfreizeitzentrums Pogo.

In der Backsteinvilla ist dieser Tage erörtert worden, was Jungen und Mädchen in den Städten Bad Belzig und Treuenbrietzen, den Ämtern Brück und Niemegk sowie der Gemeinde Wiesenburg/Mark überhaupt interessiert und wie ihre Belange womöglich in Zukunft vor Ort berücksichtigt werden können. Neben heimischen Jugendsozialarbeitern, die für das zentrale Treffen geworben hatten, gab es fachliche Unterstützung und Begleitung von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung und Demokratie (RAA).

Was wollt Ihr eigentlich? Mit der Frage auf einem Plakat war offenbar ein Ventil gelöst. Nicht weniger als 14 Themen wurden gelistet und später in Arbeitsgruppen besprochen – teils sehr komplex wie die aktuelle Flüchlingsproblematik, teils lokal sehr spezifisch. Ein Beispiel ist die offenbar nötige Modernisierung Treuenbrietzens, wie es zwei Schüler vom Gymnasiums „Am Burgwall“ nannten.

„Unsere Stadt geht langsam den Bach herunter. Gebäude stehen leer. Im nächsten Jahr wird es keine neue siebte Klasse geben. Es muss etwas passieren“, sagt Michelle Schulze. „Wir reden schon lange, aber unsere Stimmen werden nicht erhört“, ergänzt Lennard Maskow.

Das ist diesmal eventuell etwas anders. Zum Auftakt der Konferenz machte immerhin Bildungsminister Günter Baaske (SPD) neben Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) den Jugendlichen seine Aufwartung und hörte zu. Die Bürgermeisterin war außerdem zur finalen Präsentation der Arbeitsergebnisse nochmals zugegen. Erfreut zeigte sich das Stadtoberhaupt über die Idee die Jugendparlamente sowohl in Treuenbrietzen als auch in Bad Belzig wieder aufleben zu lassen.

„Es ist wichtig, dass wir in den Dialog kommen“, sagt die Verwaltungschefin der Kur- und Kreisstadt. Kinder- und Jugendgremien gab es unter anderem schon in fast allen Fläming-Kommunen. Sie sind aber meist eingeschlafen, wenn eine Generation herausgewachsen oder eine Aufgabenstellung erledigt war.

Jörg Stopa ist jedenfalls frohen Mutes. „Heute geht nichts zu Ende, sondern es fängt etwas an“, fasste der von der RAA gestellte Moderator den Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Jugendlichen zusammen. Eine Nachfolge konferenz ist deshalb schon für September geplant.

Von Tobias Potratz

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