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Der Wald ruft die Urlauber

Die Forst Brandenburg vermietet ein wunderliches Ferienzimmer Der Wald ruft die Urlauber

Thekla Thielemann klopft, doch hinter der Tür ist nichts als Stille. Die Fensterläden der Blockhütte sind zugeklappt, kein Mensch weit und breit. Einzig der Wald ringsherum flüstert der 41 Jahre alten Revierförsterin zu: Mücken surren, Vögel zwitschern und die Bäume rauschen.

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Caputh. Es ist eine idyllische Kulisse, die Gäste buchen, wenn sie sich für Ferien in der Jagdhütte Flottstelle entscheiden. Das Blockhaus liegt zwischen Caputh und Ferch. Mitten im Grünen vermietet die Forst Brandenburg im Örtchen Flottstelle ein Ferienzimmer der besonderen Art. Keine piekfeine Adresse, dafür rustikal, ordentlich und mit Natur all inclusive. Draußen können Urlauber grillen, auf der Terrasse Karten spielen und auf der weitläufigen Wiese entspannen. Drinnen ist es auch im Hochsommer angenehm kühl. Es gibt zwei Schlafzimmer, eine Wohnküche mit Esstisch und Kaminofen sowie ein Bad, das sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet ist. Das Design ist schlicht und modern. "Dieses Blockhaus kann man nicht mit einer alten, schluderigen Jagdhütte vergleichen", sagt Thekla Thielemann.

Försterin Thekla Thielemann schließt die Tür zum Ferienparadies auf – keine piekfeine Adresse, dafür rustikal.

Quelle: Diana Bade

Als Försterin ist sie für den Wald im Revier Flottstelle verantwortlich und weiß, welche Abenteuer auf die Urlauber warten. Sobald sie ihre Koffer ausgepackt haben, können die Gäste ‒ es sind überwiegend Familien ‒ im 200 Meter entfernten Schwielowsee schwimmen. Wer keine Lust hat, sich abzukühlen, kann die Wanderschuhe anziehen und im Schatten der Bäume tief die frische Luft einatmen. Das Waldstück zwischen Caputh und Ferch sei besonders, weil dort nicht nur die Kiefern in den Himmel ragen. "Wegen der Seen ist es nicht zu trocken und zu knirsch. Wir haben hier viel Laubholz, Buchen und Eichen. Das macht das Gebiet für Wanderer interessant", erklärt Thekla Thielemann, die seit 1993 als Försterin arbeitet und in Michendorf lebt.

Draußen Natur all inclusive mit tierischen Nachbarn, drinnen ein gemütliches Ambiente.

Quelle: Diana Bade

Für gute Urlaubsstimmung sorgen neben den Pflanzen auch die tierischen Nachbarn. Wer die Jagdhütte bewohnt, kann sein Fernglas getrost zu Hause lassen. Mit etwas Glück, sieht man Reh- und Damwild, Waschbären, Wildschweine, Igel und Marder, erzählt, Thekla Thielemann. Im Oktober hört man während der Brunft den Lockruf vom Hirsch.

STAMMWOHNSITZ AUF ZEIT

Die rustikale Jagdhütte liegt im Wald zwischen Ferch und Caputh. Es gibt sie seit 2009. Damals hatte der frühere Revierförster die Idee, dass der Landesbetrieb Forst Brandenburg dort ein Feriendomizil bauen könnte.

Das Haus im kanadischen Blockhausstil haben Waldarbeiter aus märkischem Kiefernholz gebaut.

Eine Nacht im Wald kostet für zwei Personen 55 Euro (Preis ab zwei Übernachtungen).

Hunde müssen in der Jagdhütte draußen bleiben. Für sie gibt es einen Zwinger vor dem Haus.

Von Diana Bade

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