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Der ehrenamtliche Friedhofsgärtner

Neuehütten Der ehrenamtliche Friedhofsgärtner

Jens Engelbrecht kümmert sich im Wiesenburger Ortsteil Neuehütten (Potsdam-Mittelmark) darum, dass das Gras nicht über die Stränge schlägt. Sechs- bis achtmal im Jahr ist der 48-Jährige mit dem Rasenmäher auf dem Friedhof anzutreffen. Manchmal auch öfter.

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Jens Engelbrecht bei der Arbeit.

Quelle: Christiane Sommer

Neuehütten. Dieser Tage hat Jens Engelbrecht auf dem Friedhof des 170-Einwohner-Ortes wieder einmal für Ordnung und Sauberkeit gesorgt. Sechs- bis achtmal im Jahr ist der 48-Jährige mit dem Rasenmäher auf dem Areal anzutreffen. Bei Bedarf öfter – eben immer dann, wenn das Grün nach ihm verlangt.

„Als wir vor etwa zwei Jahren in Zusammenarbeit mit Vertretern der Gemeinde Wiesenburg/Mark nach einer neuen Lösung für die Friedhofspflege in unserem Ortsteil suchten, hatten wir eine Entlastung des Bauhofs der Gemeinde im Blick“, erinnert sich Ortsvorsteherin Kornelia Stephan. „Jens Engelbrecht hat sich damals sofort bereit erklärt und erledigt die Mäharbeiten seit dieser Zeit regelmäßig und sehr zuverlässig.“

Weil das ganze Dorf davon profitiert

In einer kleinen Arbeitspause bemerkt Engelbrecht, der aus der Nähe von Neuruppin stammt: „In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, sah der Friedhof nicht immer ordentlich und sauber aus. Damals gab es so etwas wie Friedhofspflege noch nicht und jeder hat nur auf die eigenen Gräber geachtet.“ Während der aus gesundheitlichen Gründen frühverrentete 48-Jährige nach der nächsten Runde über das Gelände den Fangkorb mit dem Rasenschnitt leert, ergänzt er: „Warum sollte ich hier also nicht das Gras mähen. Schließlich hat das ganze Dorf doch was davon.“

Um seinen ehrenamtlichen Einsatz mag er kein großes Aufsehen machen. Lächelnd freut sich Jens Engelbrecht jedoch über die Momente, in denen Friedhofsbesucher einfach „Danke“ sagen. Seit 2010 ist der Ehrenamtler mit seiner Familie in der Fläminggemeinde zu Hause. „Wir wurden von der Dorfgemeinschaft gut aufgenommen“, erzählt er. „Ich hatte mir das anfangs schwieriger vorgestellt.“

Der Bauhof entsorgt die Mahd

Durchschnittlich vier Stunden dauert es, bis die Anlage einmal komplett gemäht ist. „Anfallende Reparaturen und das Abholen des Grünschnitts erledigt der Wiesenburger Bauhof – das klappt prima“, berichtet Engelbrecht weiter. Auch wenn jeweils im Frühjahr und im Herbst zum Subbotnik im Dorf gerufen wird, ist Jens Engelbrecht stets mit dabei. „Dann wird auch das Laub auf dem Friedhof geharkt.“

Zu einer großen Urlaubsreise wird Engelbrecht in diesem Jahr nicht aufbrechen. Den Sommer will er daheim am Swimmingpool verbringen, weil das Schwimmen seiner Gesundheit gut tut. Anstatt die Welt zu bereisen, genießt er ohnehin viel lieber die Natur hinter der eigenen Haustür. So hat er sich abermals die Besteigung des Hagelberger Gipfels und einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wiesenburger Schlosspark vorgenommen.

„Wir hoffen, dass diese Art der Pflege unserer Gemeindefläche noch lange Bestand hat“, sagt Ortsvorsteherin Stephan. „Ich möchte Jens Engelbrecht an der Stelle einen herzlichen Dank im Namen der Einwohner sagen. Unser Ort lebt vom Engagement der Bürger und sein Beitrag ist ein schönes Beispiel dafür.“

Von Christiane Sommer

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