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Der heiße Draht im weiten Netzwerk

Altstadtsommer Bad Belzig Der heiße Draht im weiten Netzwerk

Sie saßen oft abends zusammen und sprachen über einen eigenen Hof, jetzt haben sie sich endlich getraut: Sieben junge Unternehmer aus Bad Belzig präsentieren auf kreative Art und Weise ihre Firmen in der Wiesenburger Straße 7 und wollen so lokale Netzwerke knüpfen und Bad Belzig ein bisschen abwechslungsreicher und kreativer machen.

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Drei der jungen Köpfe am Eingang des Hofes: Franziska Strenciouch, David Hoffmann und Stephan Pilger.

Quelle: Melanie Höhn

Bad Belzig. Sie möchten ihre Stadt ein bisschen jünger und innovativer machen: Sieben junge Unternehmer eröffnen im Rahmen der Burgfestwoche unter dem Motto „Junge Köpfe“ einen kreativen Hof in der Wiesenburger Straße 7. Die Organisatoren hatten schon länger die Idee, sich regional zu engagieren. Sie saßen abends zusammen auf dem Hof und überlegten, wie sie hier Gewerbetreibende und Familien zusammenbringen können. Der Bad Belziger Max Görner gab dann den Anstoß für die Umsetzung des Projekts. Er will damit auch seine Freundin Franziska Strencioch unterstützen, die auf dem Hof ihr Unternehmen „Baum, Landschaft, Forst“ präsentiert, ein Dienstleister rund um Forst und grünes Handwerk. Im Zuge dessen können Besucher sehen, wie verschiedene Schnitzereien entstehen. „Es ist schwierig, den Forst zu präsentieren. Hier haben wir endlich die Möglichkeit“, sagt Strencioch.

Zusammen stellen die Bad Belziger zum Altstadtsommer-Wochenende ihre jeweiligen Firmen vor und kreieren so ein buntes Programm. Andreas Belitz, dem der Hof gehört, ist mit seinem Unternehmen Elektro Belitz vor Ort, kümmert sich um die gesamte Technik und Beleuchtung auf dem Fest und hat einen Heißen Draht zum Mitmachen vorbereitet. Zudem werden die Bad Belziger Fahrschule Hatzius und BZ Weber einen Infostand präsentieren.

Mit anderen netzwerken

Auch Stephan Pilger ist mit seiner Kommunikationsagentur Da Vinci 5.0 involviert. Der Mediengestalter ist verantwortlich für Marketing, Design und Produktion, hat unter anderem schon Sticker und Plakate gedruckt und bedient die Social-Media-Kanäle, um die jungen Köpfe bekannter zu machen. „Impulse zu setzen und das Bad Belziger Gewerbe voranzutreiben ist uns wichtig. Es geht uns darum, mit anderen Unternehmern zu netzwerken,“ erklärt er. „Wir wollen frischen Wind für Bad Belzig und zeigen, dass es hier auch junge, innovative Firmen gibt.“

Weg von den Klischees will David Hoffmann die Besucher des Hofes bringen, wenn er seinen Berufsstand präsentiert: Er ist Meister für Rohr- und Kanalservice. „Mein Beruf ist vielseitig und abwechslungsreich. Hier können die Leute sehen, was wir so machen“, erzählt er. Hoffmann wird ein Rohrrennen inszenieren, bei dem sich die Teilnehmer miteinander messen können.

Blues und Rock auf die Ohren

Neben den Firmenpräsentationen gibt es ein buntes musikalisches Programm. Am Freitagabend legt DJ Cutrock aus Luckenwalde Soul und Funk auf, Tanzhungrige können dann am Samstagabend die Rock-Coverband Dirty Franks sowie noch einmal DJ Cutrock zusammen mit dem Keyboarder Richard Melchior genießen. Blues und Rock gibt es am Sonntagnachmittag mit der TB Sessionband auf die Ohren.

Der Hof hat auch kulinarisch einiges zu bieten: Es gibt Pulled Pork nach eigenem Rezept und den eigens kreierten „Junge Köpfe Burger“. Das Brot dazu backt die Bäckerei Bärmann nach einer Rezeptur der jungen Veranstalter und das Fleisch kommt von der Fleischerei Zimmermann. Auch Denise Eggenstein vom Burgbräuhaus beteiligt sich: Neben dem Kirschbier wird ein Festbier auf dem Hof angeboten, was speziell für die Jungen Köpfe produziert wird. Zudem liefert der Getränkepartner Kräft aus Bad Belzig Getränke für den Cocktail- und Getränkestand sowie Veranstaltungsmöbel.

Am Ende ihrer Ideen sind die jungen Köpfe noch lange nicht: Gerade überlegen sie, einen Verein zu gründen, um den Hof regelmäßig zu beleben. Sie wissen, dass dann jeder mit anpacken muss. In diesem Jahr lief das besonders gut, sagt Stephan Pilger: „Gemeinsam geht mehr“, ist er sich sicher. „Wir hatten viel Zuspruch von allen Seiten und können uns schon jetzt dafür bedanken. Wenn das Hoffest gut läuft, machen wir es auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

Von Melanie Höhn

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