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Potsdam-Mittelmark Der kleine Leonard gewinnt den Fischteller
Lokales Potsdam-Mittelmark Der kleine Leonard gewinnt den Fischteller
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10:39 09.11.2017
Der kleine Leonard Plönzke aus Bergheide in der Gemeinde Michendorf würfelte drei Einsen und gewann einen begehrten Fischteller. Quelle: Jens Steglich
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Michendorf

Mit dem letzten Wurf hatte er ihn – den Fischteller. Genau genommen hatte der kleine Leonard (8), den sie auch Leo nennen, beim dritten Wurf die drei Einsen zusammen, die man braucht, um einen Fischteller des Michendorfer Anglervereins zu gewinnen. Das Fischewürfeln ist eines dieser Spiele, bei denen Vereinsmitglieder wie Besucher zum Anglerfest des Vereins am Großen Lienewitzsee ihr Glück versuchen. Zur 18. Auflage des Festes am Samstag war Leo einer der Glückspilze beim Würfelspiel, bei dem keine Sechsen, sondern drei Einsen gewinnen. Auf seinen Fischteller landeten Aal, Karpfen, Forelle und Hering – frisch aus dem Räucherofen, den Burkhard Hoffmann bestückte, den man auch den Räuchermann des Vereins nennen kann.

Leo ist das jüngste Mitglied und der neueste Zugang im fast 70 Jahre alten Anglerverein. Der kleine Würfelkönig gehört jetzt zur Jugendabteilung und ist damit eines von 20 Schützlingen von Jugendwart Frank Spahn, der sich um den Angler-Nachwuchs kümmert und um die Fischsuppe. Sie ist eine der kulinarischen Höhepunkte, die Festbesucher erleben können. Die Geschichte zum Suppenrezept gehört auch schon zu den Legenden des Festes, soll aber kein Anglerlatein sein. An das Geheimrezept war schwer heranzukommen. Es befand sich gut verschlossen im Kopf des Seddiner Fischers. Einige Bierrunden waren nötig, um die Zunge des Fischers zu lockern, erzählt Frank Spahn. Inzwischen gibt es immer wieder Versuche, ihm das Geheimrezept zu entlocken. Weder Alkohol noch versteckte Nachfragen führten bei ihm zum Erfolg. Am Samstag hatten auch neugierige Presseleute mit ihrem beiläufigen Nachhaken keine Chance: „Die Fischsuppe soll ja lecker sein. Was ist denn so drin?“ Spahn: „Fisch und Gemüse.“ Mehr wird auch nach dem vierten Bier nicht verraten. Immerhin so viel sagt er noch: „In die Suppe kommen nur selbstgefangene Fische.“

Fische im Großen Lienewitzsee zu angeln, ist gar nicht so einfach. „Es ist ein schwieriger See, die Fische sind hier vorsichtig“, so Vereinsmitglied Stefan Kowalski. Er gehört zu denen, die gern nachts mit dem Boot rausfahren und angeln. „Die Stille ist das Schönste. Man ist mit der Natur allein und kann abschalten“, sagt er. Zwischendurch schlafen die Angler auch. Wenn sie dann vom Glöckchen an der Schnur geweckt werden, hat ein Fisch angebissen. Vor allem Karpfen, Aale, Hechte und Barsche werden im fünf Meter tiefen See geangelt.

Wer am Samstag für Fischwürfeln, Bierkrugschieben, Angelzielwerfen oder für Tombola und Bootstouren zahlte, trug dazu bei, eine Mission zu erfüllen, die mit den Anglerfesten verbunden ist. Festerlöse werden jedes Jahr genutzt, um das Grundstück samt der 1908 erbauten Fischerhütte abzuzahlen, sagt Vereinsvorsitzender Torsten Heidemann. Der 1949 gegründete Anglerverein Michendorf hatte die 1904 von dem Potsdamer Lehrer Karl Bugow entdeckte Idylle zu DDR-Zeiten gepachtet, die nach der Wende ins Treuhandvermögen überging. Vereinsmitglieder kauften Anfang der 1990er Jahre das Areal von der Treuhand. Heidemann schätzt, dass der Verein die Mitglieder-Investition für das kleine Paradies am Großen Lienewitzsee in acht Jahren abbezahlt hat. Bis dahin werden auch die Frauen der Angler sich weiter ins Zeug legen. Sie backen zum Fest den Kuchen, der so begehrt ist wie Fischsuppe und Fischteller. „Die 20 Kuchen waren schon am Nachmittag alle“, sagte der Vereinschef. Dabei hatte das Fest erst 14 Uhr begonnen.

Von Jens Steglich

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