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Der scharfe Blick

Grundschüler besuchen im Rahmen des MAZ-Zeitungsflirts eine Optiker-Filiale Der scharfe Blick

Der Schüler aus der Klasse 6b der Grundschule „Geschwister Scholl“ in Bad Belzig brauchen zwar keine Brille, trotzdem zeigte Optikerin Jana Siebert am Donnerstag, wie sie arbeitet. Und da musste sie etliche Fragen beantworten: Bleiben beim Schielen die Augen stehen? Und ab wann braucht man eine Brille?

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Ein Auge in die Werkstatt werfen

Ein Bad Belziger Schüler probiert den "Phoropter" zur Kontrolle der Sehschärfe aus.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Lukas Herborn darf als erster dran. Er setzt sich auf einen Stuhl und schaut durch eine überdimensionale Brille. Der Schüler aus der Klasse 6b der Grundschule „Geschwister Scholl“ in Bad Belzig benötigt bisher keine Sehhilfe. 9 – 5 – 8 – 3 – 6 liest er in Windeseile. Das entspricht 100 Prozent Sehkraft. „Aber lustig ist es trotzdem“, sagt der Zwölfjährige.

Die Optikerin Jana Siebert zeigt ihm und den anderen Sechstklässlern, wie sie täglich arbeitet. Sie verstellt die Schärfe und Lisa Sander schaut durch die Gucklöcher. „So ähnlich seh ich durch die Brille meiner Mutter“, sagt die elfjährige Natalie Benke. Die Schülerin ist begeistert von dem Apparat, den die Optikerin Phoropter nennt.

Zusammen mit den anderen schaut sie sich auch noch das Büro im hinteren Bereich der Filiale an und eine Schleifwerkstatt. Dort haben normalerweise nur Fielmann-Mitarbeiter Zutritt. Heute dürfen die Schüler aus Bad Belzig selbst Hand anlegen. „Die Kinder haben dabei immer viel Spaß“, sagt die Optikerin Jana Siebert, die den 16 Jungen und Mädchen in der Fielmann-Niederlassung in Brandenburg die Messgeräte vor Ort erklärt. Schon mehrmals hat die Brandenburger Filiale Klassen zu sich eingeladen.
Als Jana Siebert den Grundschülern jedoch Tageslinsen in die Hand gibt, sind manche ein wenig entsetzt. „Iiihhh“, rufen ein paar von den Kindern. Kontaktlinsen trägt von ihnen noch keiner.

Die Schüler löchern die Angestellten mit Fragen: „Ab welcher Stärke brauche ich eine Brille?“, möchte Lisa Sander wissen. „Manche Kinder wollen bereits eine, obwohl sie die Tafel noch gut lesen können. Jeder entscheidet sich da anders“, sagt Jana Siebert. „Und bleiben beim Schielen die Augen stehen?“ „Nein. Dass beim Schielen die Augen stehenbleiben, ist ein Irrglaube“, erwidert Jana Siebert.

Beim Abstecher ins Büro beantwortet die Niederlassungsleiterin die Fragen. Kerstin Neitzel braucht nur in ihren Computer schauen und kann den wissbegierigen Fragern genaue Zahlen liefern. „Seit der Eröffnung sind bei uns in Brandenburg 261 505 Brillen über die Ladentheke gegangen“, sagt sie. Vor fünf Jahren waren es vor allem noch die randlosen Brillen, die gefragt waren. Dann kamen die Nerdbrillen dazu. Bei den Gestellen bleibt der Brandenburger klassisch. „Unsere Kunden bevorzugen schwarze oder braune Gestelle – manchmal jedoch kombiniert mit Neon.“

Von Kerstin Voy

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Grundschüler beim Zeitungsflirt-Partner Fielmann

Kerstin Neitzel ist erprobt mit Schülergruppen, die wissbegierig die Fielmann-Filiale in der Brandenburger Hauptstraße für einige Stunden in Beschlag nehmen. Die Niederlassungsleiterin hat Erfahrung mit Kindern auf Zeitungsflirt-Tour und merkt sofort, wenn sich einige der Jungen und Mädchen für das Optiker-Handwerk interessieren

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