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Potsdam-Mittelmark Derwitz und Krielow feiern ersten Gleitflug
Lokales Potsdam-Mittelmark Derwitz und Krielow feiern ersten Gleitflug
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10:40 06.06.2016
Zum Jubiläum des ersten Menschenfluges vor 125 Jahren hielt Pfarrer Sebastian Mews am Denkmal für den berühmten Flugpionier Otto Lilienthal unter freiem Himmel einen Gottesdienst ab. . Quelle: Edith Mende
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Derwitz

Das Fest begann am Samstagvormittag dort, wo vor 125 Jahren der allererste Menschenflug gelungen war, auf dem Spitzberg zwischen Derwitz und Krielow. Unter dem Denkmal für Otto Lilienthal, der sich 1891 dort mit seinem Flugapparat 15 Meter weit durch die Luft bewegt hatte, trafen sich Einwohner beider Orte und zahlreiche Gäste zum Feiern. Das gemeinsame Dorffest stand unter dem Motto „Wir heben ab“, und so fanden beispielsweise die Mitglieder des Flugmodellclubs Potsdam „Hans Grade“ mit ihren selbstgebauten Miniaturflugzeugen viele Interessenten. Fliegen im weitesten Sinne war auch das Thema eines Fotowettbewerbs im Vorfeld des Festes gewesen, dessen Sieger nun gekürt werden konnten. Selbst im Freiluftgottesdienst fand Pfarrer Sebastian Mews aus Groß Kreutz vielfach Bezüge zum Menschheitstraum Fliegen. Gegen Mittag stiegen Trauben von Luftballons in den Himmel, ausgestattet mit Kartengrüßen.

Ein Jahr lang habe das Festkomitee an der Vorbereitung des Festes gearbeitet, gibt Stephan Hübner, der Derwitzer Ortsvorsteher, Auskunft. Dabei hatte es offenbar kein Problem dargestellt, dass Derwitz ein Ortsteil von Werder ist und Krielow zur Gemeinde Groß Kreutz (Havel) gehört. Mit Manuela Saß und Reth Kalsow kamen auch beide Bürgermeister auf den Spitzberg und zeigten ebenfalls, wie gut das nachbarschaftliche Miteinander funktioniert.

Am Nachmittag verlagerte sich der Festtrubel in das Derwitzer Dorfzentrum. Dort konnte man den Nachbau des von Lilienthal entwickelten Derwitzer Flugapparates nicht nur sehen, sondern sich auch in Startposition damit fotografieren lassen. Der Fliegerclub Brandenburg präsentierte daneben die Replik eines historischen Segelflugzeugs, des Schulgleiters 38. Im kleinen Lilienthal-Museum drängten sich die Besucher. Den genauen Tag, an dem der Flugpionier erstmals vom Boden abhob, erfährt man auch dort nicht. Sicher sei nur, dass es im Frühjahr 1891 gewesen sein muss, heißt es. Auch in den Aufzeichnungen des Müllers Hermann Schwach finde sich kein konkretes Datum. Schwach hatte Lilienthal in seiner Scheune am Fuße des Spitzberges Raum für die Flugapparate gewährt und recht detailliert Buch über dessen Versuche geführt.

Während im Festzelt bei Blasmusik der Görzker Feuerwehr-Kapelle Kaffee und Kuchen oder einem Bierchen zugesprochen wurde, konnte man sich draußen in einem Hubkorb himmelwärts hieven lassen und sein Dorf aus ungewohnter Perspektive betrachten. Für ganz Mutige startete auf einer Wiese in regelmäßigen Abständen ein Hubschrauber zu Rundflügen.

Von Edith Mende

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