Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Deutsch Bork: Hingucker im Dorf
Lokales Potsdam-Mittelmark Deutsch Bork: Hingucker im Dorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:07 03.02.2016
Mirko Friedrich mit einem alten Schmuckstück: Im unveränderten Gerätehaus der Feuerwehr aus dem Jahr 1890 steht das dienstälteste Einsatzfahrzeug des Amtes Brück. Es ist ein Barkas B1000 aus dem Jahr 1966. Quelle: Johanna Uminski (2)
Anzeige
Deutsch Bork

300 Jahre alt sind die jetzt im Winter eher knochig wirkenden Maulbeerbäume, die auf dem Kirchplatz von Deutsch Bork zu Hause sind. Insgesamt sieben Exemplare schmücken das 120 Einwohner zählende Dorf. Die Ältesten stammen aus dem Jahr 1715. Zwei weitere Maulbeerbäume wurden 1930 und noch zwei andere 2007 eingepflanzt. Doch die alten Bäume sind nicht die einzige Attraktion in Deutsch Bork.

An mehreren markanten und nach seinen Recherchen geschichtlich wichtigen Punkten hat Dorfchronist Mirko Friedrich Informationstafeln aufgestellt. Sie bieten Ortsunkundigen und Einheimischen einen interessanten Einblick in die Dorfchronik. Inzwischen hat Friedrich sieben solcher Orte mit seinen Tafeln bestückt. Das vorerst letzte Schild wurde erst kürzlich aufgestellt. Es befindet sich am Ortseingang und zeigt den Dorfplan und die Bodendenkmäler in Deutsch Bork.

Friedrich an einer der Infotafeln. Quelle: Johanna Uminski

Eine im Wortsinne „bewegte“ Geschichte hat zum Beispiel die Ulme „Rüster-Paul“ direkt am Dorfgemeinschaftshaus hinter sich. Der eher klein wirkende Baum wurde im Zuge von Bauarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus in den vergangenen Jahren mehrfach umgepflanzt. Die Ulme hätte die vielen Umzüge fast nicht überlebt. „Doch der Nachbar und damalige Wehrführer der Feuerwehr, Paul Lintow, kümmerte sich und rettete den Baum“, erzählt Mirko Friedrich. Daher stammt auch der Name „Rüster-Paul“ für die Ulme. Auch dieser besonderen Geschichte ist eine Infotafel gewidmet.

Neben den Maulbeerbäumen und „Rüster-Paul“ warten auf Geschichtsinteressierte und Touristen noch fünf weitere Infostationen: Die Luisenlinde auf dem Kirchhofplatz wurde zu Ehren des 100. Todestages der Königin am 22. November 1910 gepflanzt. Auf dem „Backenberg“ standen bis 1946 alte Steinöfen, in denen früher das Brot gebacken wurde. Dort fand traditionell das Hahne-Reiten statt. Ein alter Brauch, bei dem ein Holzhahn auf einem Holzbock befestigt wird, den Reiter im Trapp herunterschlagen mussten.

Eine Infotafel. Quelle: Johanna Uminski

Auch das erfahren Spaziergänger in Deutsch Bork: Von 1820 bis 1951 befand sich im heutigen Dorfgemeinschaftshaus die Dorfschule. Nach der Wende wurde das Haus zum Jugendclub und Treffpunkt im Dorf umgebaut. Neben dem Armenhaus, das 1880 für Flüchtlinge erbaut wurde, finden noch die Dorfschmiede und die Gesundheitstube eine Erwähnung auf den von Mirko Friedrich gestalteten Tafeln. Eine weitere kleine Besonderheit präsentiert er im alten Feuerwehrgerätehaus von 1890, das sich bis heute in seinen Grundmauern kaum verändert hat. „Dort steht das dienstälteste Einsatzfahrzeug der Feuerwehren des Amtes Brück – ein betagter Barkas B 1000 aus DDR-Produktion“, erzählt der 26-jährige Deutsch Borker Chronist.

Die Idee zu den Informationstafeln entstand bei ihm, als zwei marode Hinweisschilder ausgetauscht werden sollten, erinnert sich Mirko Friedrich. „Wir haben dann gleich weiter gemacht“, sagt der Facharbeiter für Lagerlogistik. Die Gemeinde Linthe finanzierte die Tafeln für den Ortsteil mit rund 1400 Euro.

Von Johanna Uminski

Das Buswartehäuschen an der Borkheider Hans-Grade-Schule bekommt einen neuen Anstrich. Der Gestaltungsentwurf stammt von Wandgestalter Luca Drahl aus Kleinmachnow und wurde im Sozialausschuss der Gemeindevertretung Borkheide von Streetworker Stephan Güthoff vorgestellt.

02.02.2016

Der Arbeitsmarkt ist von Monat zu Monat Schwankungen unterlegen. Gerade in der kalten Jahreszeit steigen die Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitsagentur Potsdam stellte die aktuellen Zahlen vor.

03.02.2016
Potsdam Urteil im Prozess vor Potsdamer Landgericht - Haftstrafe für Michendorfer Posträuberin

Es klingt im wahrsten Sinne wie eine Räuberpistole: Ein PKK-Mann leiht einer Türkin Geld, bedroht sie anschließend und fordert sie auf, eine Postagentur im beschaulichen Michendorf zu überfallen. Das Landgericht Potsdam hält diese Geschichte für glaubwürdig. Nun wurde die Räuberin verurteilt.

02.02.2016
Anzeige