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Potsdam-Mittelmark Ein Vierteljahrhundert Ernährungsforschung
Lokales Potsdam-Mittelmark Ein Vierteljahrhundert Ernährungsforschung
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06:15 19.09.2017
Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung hat sich in nunmehr 25 Jahren von einer Fördereinrichtung zu einer führenden Forschungsstätte entwickelt. Quelle: Olaf Möldner
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Bergholz-Rehbrücke

Sein 25-jähriges Bestehen feiert an diesem Dienstag das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Bergholz-Rehbrücke mit einem Symposium am Vormittag, einem Festakt am Nachmittag – bei dem die Entwicklung der Forschungsstätte und die Leistungen ihrer Wissenschaftler gewürdigt werden – und mit einem anschließenden Sommerfest. Zu den prominenten Gratulanten gehören Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD), Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, Ministerialrätin Renate Loskill vom Bundesforschungsministerium sowie Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, der das Institut angehört.

Der Bund und das Land Brandenburg gründeten zum 1. Januar 1992 das heutige Institut. Offiziell nahm das DIfE am 19. September desselben Jahres seine Arbeit auf. In den ersten Jahren mussten das Kuratorium, der Stiftungsvorstand und das wissenschaftliche Komitee die neue Einrichtung in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft bekannt machen, leitende Wissenschaftler gewinnen und die Institutsgebäude sanieren. Später wurden das Rudolf-Schönheimer-Gästehaus, und das Max-Rubner-Laboratorium neu gebaut, in dem die zentrale Tierhaltung der Wissenschaftler untergebracht ist. „Bei seiner Gründung stand das Institut auf der sogenannten Blauen Liste der zu fördernden Forschungsstätten. Jetzt gehören wir zu den führenden Einrichtungen in der Leibniz-Gemeinschaft“, sagt der wissenschaftliche DIfE-Vorstand Tilman Grune. Einen entscheidenden Anteil an der wissenschaftlichen Ausrichtung der Forschungsstätte hatte der Vorsitzende des Gründerkomitees, Professor Hannes B. Stähelin aus Basel.

Im Deutschen Institut für Ernährungsforschung untersuchen die Wissenschaftler die Ursachen von Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der Ernährung stehen. Sie wollen neue Strategien entwickeln, wie man diesen Krankheiten erfolgreicher vorbeugen oder sie zumindest optimal behandeln kann. Darüber hinaus erarbeiten die Rehbrücker Forscher Grundlagen, die unter anderem in die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einfließen. Wie erfolgreich sie in ihrer Tätigkeit sind, belegen die zahlreichen nationalen und Internationalen Preise und Zertifikate, die die Wissenschaftler in den mehr als zwei Jahrzehnten für ihre Arbeit erhielten.

Neben dem DIfE ist am Standort in Bergholz-Rehbrücke auch das Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam angesiedelt. Beide Einrichtungen arbeiten bereits seit mehreren Jahren zusammen und forschen seit 2015 gemeinsam im Verbundprojekt „NutriAct“, das vom Bundesforschungsministerium gefördert und vom DIfE gleitet wird. In diesem Projekt, an dem mehr als 50 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt sind, geht es um die Verbesserung der Gesundheit von Menschen, die älter als 50 Jahre sind.

Die nächsten Baustellen am Wissenschaftsstandort in Bergholz-Rehbrücke stehen schon fest. Die Universität Potsdam plant für ihr Institut einen Neubau und das DIfE einen Labor- und Bürokomplex. „Der Campus soll zu einem modernen und attraktiven Zentrum der Ernährungs- und Gesundheitsforschung im Land Brandenburg werden“, erklärt Grune. Der wissenschaftliche Vorstand ist überzeugt davon, dass der Wissenschaftsstandort in Bergholz-Rehbrücke auch in den nächsten 25 Jahren ein „national und international anerkannter Leuchtturm der Ernährungsforschung“ sein wird.

Schon immer zur Ernährung geforscht

Hervorgegangen ist das Deutsche Institut für Ernährungsforschung aus dem Zentralinstitut für Ernährung der Akademie der Wissenschaften der DDR (1969).

Der Vorgänger des DDR-Instituts war das Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaft, das 1946 gegründet wurde.

In der DDR befasste sich das Zentralinstitut zum überwiegenden Teil mit der Lebensmittelforschung, während das DIfE den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Gesundheit untersucht.

Die Leibniz-Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss verschiedener Forschungseinrichtungen.

Von Heinz Helwig

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