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Deutschkurse für Flüchtlinge auf dem Seeberg

Internationale Schule in Kleinmachnow bereitet Räume vor Deutschkurse für Flüchtlinge auf dem Seeberg

Kleinmachnow hat selbst keine Flüchtlingsunterkunft, aber viele Einwohner und die Gemeinde engagieren sich inzwischen für die Ausländer, die in die Region Teltow kommen. Jetzt stellt die Internationale Schule auf dem Seeberg ihre Projekte vor.

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Die BBIS schafft nicht nur Platz für Deutschunterricht, sondern will auch auf ihren Sportanlagen mit Flüchtlingskindern Sport und Spiele betreiben.

Quelle: MAZ/Archiv

Kleinmachnow. Die Berlin Brandenburg International School (BBIS) auf dem Seeberg hat Initiativen für Flüchtlinge in der Region ergriffen. Sie gehört damit zu den vielen Aktiven, die sich in der Gemeinde für die ankommenden Ausländer engagieren, obwohl es in der Gemeinde selbst keine Flüchtlingsunterkünfte gibt. So hat die Schule in Abstimmung mit dem Teltower Übergangswohnheim gerade eine Kleider- bzw. Wintersachensammlung gestartet. „Außerdem haben wir mit der Heimleitung verabredet, mit Flüchtlingskindern auf unserem Gelände Sportturniere durchzuführen“, sagte BBIS-Geschäftsführer Burkhard Dolata am Montag auf Anfrage der MAZ.

Als drittes Projekt nannte Dolata kostenlosen Deutsch-Unterricht für Flüchtlinge. Dafür lässt die Schule im ehemaligen Heizhaus, wo unter anderem für Schüler Theater, Drama und darstellendes Spiel stattfinden, extra Räume um- und ausbauen. Es soll zunächst ein großer Raum entstehen, in dem „locker 30 Flüchtlinge unterrichtet werden können“, so Dolata. Daneben werden Toiletten- bzw. Sanitärräume hergerichtet. Bis zu 10 Deutschlehrer der BBIS hätten bereits großes Interesse an den Kursen gezeigt, so der Geschäftsführer. Optional stünden noch weitere ein/zwei Räume für die Erweiterung zur Verfügung, „denn die Flüchtlingssituation wird ja bleiben und wir richten uns darauf ein, diese Unterrichtsräume dauerhaft zu installieren“, sagte Dolata. Eine „fünfstellige Summe“ werde man dafür investieren, kündigte er an. Voraussichtlich ab Januar sollen die Deutschkurse auf dem Seeberg beginnen.

Ein eventuelles Stipendium für begabte junge Flüchtlinge für den regulären Schulbesuch sei allerdings nicht angedacht, „da unsere Unterrichtssprache Englisch ist und Integration in Deutschland heißt, vor allem Deutsch zu lernen“, begründet der BBIS-Chef.

An der Internationalen Schule lernen rund 700 Schüler aus mehr als 65 Nationen. Über 60 von ihnen wohnen „permanent“ im eigenen Wohnheim auf dem Seeberg-Gelände, weshalb es nicht als Flüchtlingsunterkunft in Betracht gezogen werden könne, so der Chef. MAZ-Leser hatten nachgefragt, ob dort „potenzielle Möglichkeiten“ nicht ausgeschöpft werden könnten. „Unser Wohnheim ist in der Vollnutzung und kann nicht vermietet werden“, sagte Dolata. Aber man habe sich ja trotzdem Gedanken gemacht und eben diese drei Projekte jetzt gestartet.

Von Claudia Krause

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