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„Wilde Seiten“ sind Deutschlands Nummer 1

Wildenbruch „Wilde Seiten“ sind Deutschlands Nummer 1

„Die Wilden Seiten“ der Grundschule „Am Kiefernwald“ in Wildenbruch sind Deutschlands beste Schülerzeitung des Jahres 2017 unter den Grundschulen. Das Blatt erscheint halbjährlich und wird von sieben Grundschülern unter Anleitung einer Projektbetreuerin produziert. Besonders das bunte Layout und die Themenvielfalt beeindruckten die Jury

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„Die Wilden Seiten“ mit DPA-Redakteur Andreas Heimann (Laudator), Sonja Buchert, Schulleiterin Kathrin Heinrich und Martin Winter, Bundesvorstand Jugendpresse (hinten, v. l.).

Quelle: Dieter Herrmann

Wildenbruch. „Die Wilden Seiten“ der Grundschule „Am Kiefernwald“ in Wildenbruch sind Deutschlands beste Schülerzeitung des Jahres 2017 im Bereich der Grundschulen. Das entschied die Jury des alljährlichen Schülerzeitungswettbewerbs, der von der Jugendpresse Deutschland und der Kultusministerkonferenz veranstaltet wird. Zu den Juroren gehörte auch MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven. Im Bundesrat in Berlin nahmen die jungen Blattmacher aus Wildenbruch am Donnerstag ihren Hauptpreis in Höhe von 1000 Euro entgegen.

Bewertet wurden unter anderem die Schul- und Schülerbezogenheit der Beiträge, die Aufnahme jugendrelevanter Themen im außerschulischen Bereich sowie der Schreibstil der Autoren, das Layout und die Aktualität. „Die Wilden Seiten“ erscheinen seit Ende 2009 zweimal im Schuljahr und werden für 1,50 Euro an der Schule verkauft. Sieben Schüler sind es, die unter der Leitung von Sonja Buchert die Themen auswählen, die Beiträge schreiben und die Zeitung gestalten.

Die Jury beeindruckte vor allem das farbenfrohe Layout des Blattes, das den Lesern eine bunte Auswahl an Themen bietet. „Franzi“, das knuffige Eulen-Maskottchen, führt die Schüler durch die Höhepunkte des Schulhalbjahres und kommentiert Bastelanleitungen, Kinotipps und anderes. Es begrüßt seine Leser bereits auf der Titelseite der Schülerzeitung. Besonders beliebt sind bei den Schülern Informationen über Schulveranstaltungen und Umfragen in den Klassen. Auch Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) stand den jungen Reportern schon einmal Rede und Antwort.

„Das Preisgeld wollen wir in Absprache mit der Schulleitung für den Kauf eines Computers einsetzen, mit dem wir unsere Schülerzeitung noch attraktiver machen können“, sagt Sonja Buchert. Sie trifft sich einmal in der Woche jeweils montags mit den Schülern zur 45-minütigen „Redaktionskonferenz“. Dann tragen die Kinder ihre Themenvorschläge oder ihre Berichte vor, in denen sowohl das Schulleben als auch die Hobbys und Haustiere außerhalb des Unterrichts im Mittelpunkt stehen. „Die Auszeichnung haben wir für unsere 15. Ausgabe im vorigen Jahr erhalten“, erklärt Buchert.

Die „Chefredakteurin“ ist im eigentlichen Leben promovierte Chemikerin. Ihre Tochter hatte früher die Wildenbrucher Grundschule besucht, ist aber dem Grundschulalter inzwischen längst entwachsen. Als 2007 die Nachmittagsangebote an der Schule eingeführt wurden, erklärte sich Buchert bereit, einen Kurs mit Naturexperimenten zu leiten. Damals schlugen sechs Jungen der Schulleitung vor, eine eigene Zeitung herauszubringen. Der Lehrer, der das Projekt begleiten sollte, wurde allerdings versetzt. So übernahm Sonja Buchert schließlich die Betreuung. „Dass wir damit einmal solch einen großen Erfolg haben werden, hätte ich mir nie träumen lassen“, sagt sie glücklich.

35 Gewinnerzeitungen aus elf Bundesländern

Der Schülerzeitungswettbewerb wurde in diesem Jahr zum 14. Mal veranstaltet. Von rund 1900 Schulen in ganz Deutschland konnten sich 35 Gewinnerzeitungen aus elf Bundesländern für das Finale qualifizieren.

Hauptpartner des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder ist der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Vor der Preisverleihung im Bundesrat fand ein Schülerzeitungskongress der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema „Phantastische Medienwelten – Manege frei für das Wahljahr 2017“ statt.

Von Heinz Helwig

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