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Potsdam-Mittelmark Diamant-Paar in Treuenbrietzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Diamant-Paar in Treuenbrietzen
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06:00 27.08.2015
Das Album mit den Fotos der Hochzeit wird bei der heutigen Feier wohl durch viele Hände gehen. Quelle: Uwe Klemens
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Treuenbrietzen

In ihrer Schulzeit haben sich Helga Niedack, die Maroske hieß und aus Königsberg stammte, und Herbert Niedack aus Elsholz kennen gelernt. Dass sie einmal ein Paar werden würden, nun sogar ein Diamantenes, haben sie nicht geahnt. Am Donnerstag vor 60 Jahren gaben sich vor dem Altar der Treuenbrietzener Marienkirche das Ja-Wort.

1946 war Herbert Niedacks Schulzeit zu Ende. „Wenn er will, kann er bei uns anfangen, aber Werkzeug haben wir keins“ erinnert er sich an sein Bewerbungsgespräch in der Tischlerei Heine und an seinen Start ins Berufsleben.

Seiner Künftigen ging es im Jahr darauf auch nicht besser. „Nach der Schule hab ich in Altes Lager für die Russen Granaten geputzt, weil es keine Lehrstellen gab“, blickt sie zurück. Erst ein Jahr später konnte sie im Salon Edinger die Ausbildung zur Friseurin beginnen.

Dass sie in der Burgwallstraße die selbe Berufsschule besuchten, verhalf dem Schicksal zu seinem Lauf. „Beim Schulfest 1948 haben wir schon einander hinterher geguckt“, sagt Herbert Niedack. „Sie war nicht nur hübsch und attraktiv, sondern auch gesprächig und damals schon so resolut, wie sie heute noch ist.“ „Mir haben seine gepflegten Fingernägel und an seine geputzten Schuhe gut gefallen und, dass er überhaupt gut aussah“, sagt Helga Niedack. Dass sie beide mit der gleichen Leideschaft tanzten, entdeckten sie ebenfalls an diesem Abend. „Klar, dass es da schon ziemlich geknistert hat“, erinnern sich beide gemeinsam. Als der frischgebackene Tischlergeselle im Jahr darauf nach Potsdam zog, verloren sie sich trotzdem aus den Augen.

In ihrem Fall zeigte sich das Schicksal dennoch geduldig. Knapp zwei Jahre später kehrte Herbert Niedack in seine Heimatstadt zurück. Als sich die beidem auf einem Feuerwehrball wiedersahen und bei Tango, Slowfox und Langsamem Walzer tief in die Augen schauten, flammte jenes Knistern wieder auf, dass nicht mal bei einem Feuerwehrball gelöscht werden kann. Im Gegenteil.

„An diesem Abend hat Herbert mich zum ersten Mal nach Hause gebracht“, sagt Helga Niedack und kichert. „Sie hat die Initiative ergriffen und ich hab’ mich gerne greifen lassen“, ergänzt ihr Mann.

Von Uwe Klemens

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