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Dicht an dicht auf dem Wimmelbild

Gesichter und Geschichten aus Werder Dicht an dicht auf dem Wimmelbild

Werders erstes Wimmelbild ist seit Mittwochabend im Kunst-Geschoss zu sehen. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin hat der Illustrator und Karikaturist Peter Menne das einzigartige Werk, zum 700. Geburtstag der Stadt angefertigt, enthüllt. Einige aus dem Publikum der Vernissage fanden sich auf dem Bild wieder.

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Walter Kassin, Klaus-Dieter Bartsch, Frank W. Weber und viele andere Werderaner Gesichter finden sich auf dem Wimmelbild wieder.

Quelle: Luise Fröhlich

Werder. Neben einer überdimensionalen Ketchup-Flasche sitzen die Werderaner bei einem Obstwein im Garten, an dem soeben die Bürgermeisterin mit der Blütenkönigin im Wagen vorbeigefahren ist. Direkt gegenüber auf der Insel schwingt Walter Kassin mit den Garde-Damen des Karnevalsclubs das Tanzbein, während Klaus-Dieter Bartsch ein paar Schritte weiter bereit zum Abstoß ist. Es sind Szenen, die dem wirklichen Leben in der Blütenstadt nicht unähnlich sind. All diese finden sich auf dem Wimmelbild wieder, das der Illustrator und Karikaturist Peter Menne zum 700. Geburtstag der Stadt Werder gemalt hat. Am Mittwochabend ist das fertige Ergebnis erstmals im Kunst-Geschoss präsentiert worden. Im Beisein von rund 60 Gästen, von denen sich viele auch auf dem Bild wiederfanden, wurde damit die aktuelle Schau in der Stadtgalerie „Peter Menne – Land & Leute“ eröffnet.

Ansprache von Kurator Frank W

Ansprache von Kurator Frank W. Weber (rechts).

Quelle: Luise Fröhlich

„Mit dieser Ausstellung starten wir nach dem Blütenfest nun wieder in die Feierlichkeiten unseres Stadtjubiläums“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Aus seinen Eindrücken und Gesprächen der vergangen Monate hat Menne das Wimmelbild geschaffen. Das 60 mal 80 Zentimeter große Werk zeigt die Werderschen mit ihren Eigenheiten, ihren Bräuchen, ihren Persönlichkeiten, ihrer Arbeitswelt, ihren Stärken und Schwächen. Auch historische Szenen sind eingefangen, etwa wie der Soldatenkönig auf der Inselbrücke mit seiner Kutsche im Morast steckenblieb.

Menne zeigt nicht nur das Wimmelbild und Werder-Werke

Als Künstler würde sich der Potsdamer aber nicht bezeichnen. „Einen guten Zeichner schätze ich mehr als einen guten Künstler“, sagte er im Gespräch mit dem Stadtgalerie-Kurator Frank W. Weber. Auf die Frage, ob Charakter oder Aussehen einer Figur für eine Karikatur wichtiger sind, antwortete der gebürtige Westfale: „In Werder könnte ich nicht nur auf Stereotypen zurückgreifen, da würde jeder gleich aussehen. Da arbeite ich lieber den Charakter heraus.“

Skizzen für das Wimmelbild

Skizzen für das Wimmelbild

Quelle: Luise Fröhlich

Neben dem Wimmelbild gibt es auch einige Ausstellungsblöcke mit anderen Werken von Menne zu sehen. Darunter sind etwa illustrierte Geschichten aus dem Alten Testament, die den Namen „Erotik in Gottes Wort“ tragen. Mit dem bekannten Pomologen Fritz Budel beispielsweise zeigt Menne auch andere eigens für Werder erschaffene Werke. Gemalt hat er dafür eine Weinprobe, den Obstzüchter und das Baumblütenfest. Unter den Ausstellungsgästen waren am Mittwochabend auch Künstler aus Werders polnischer Partnerstadt Tczew, darunter der Leiter des dortigen Kulturvereins Brama, Ludwik Kiedrowski, der vor 20 Jahren zu den Mitbegründern der Partnerschaft gehörte.

Er nutze die Gelegenheit, für eine Ausstellungseröffnung am 9. Juni in Tczew zu werben – mit Fotografien von Frank W. Weber.

Bis zum 23. Juli bleibt die Ausstellung im Kunst-Geschoss. Das Wimmelbild ist dort für 15 Euro zu haben. Geöffnet donnerstags, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Von Luise Fröhlich

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