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Potsdam-Mittelmark Die Erdbeeren gehen weg wie warme Semmel
Lokales Potsdam-Mittelmark Die Erdbeeren gehen weg wie warme Semmel
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16:49 07.06.2016
Erntehelfer Zalan Bötthe aus Rumänien pflückt im Zelt bei Niebel Erdbeeren. Quelle: Uwe Klemens
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Bardenitz

Die Erdbeeren gingen dieses Jahr weg, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Vom Spargel kann das Landwirt Andreas Wittmann indes in dieser Saison nicht behaupten. „Der Absatz brach im Vergleich zum Vorjahr deutlich ein“, erzählt der Inhaber des Spargelhofes Bardenitz. Darum hat der Landwirt bereits der Hälfte seiner insgesamt 90 Hektar großen Anbauflächen für das Edelgemüse aus der Produktion genommen und früher als in den Vorjahren die benötigte Ruhe verordnet. „Nach den frühen Ostertagen und geballten weiteren Feiertagen zu Pfingsten mit gutem Absatz, kam dieser bislang nicht wieder auf das hohe Niveau“, sagt Wittmann. Offenbar waren die Kunden bald gesättigt. Einbußen für den Umsatz hätten ihre Ursache zudem im zu kalten Saisonstart im April gehabt, so Wittmann.

Bei den Erdbeeren habe sich die zur vorigen Saison getätigte Investition von rund 400 000 Euro in die Folienzelte samt Pflanzen und Bewässerungsanlage auf Feldern bei Niebel und Niebelhorst mehr als ausgezahlt, erzählt Andreas Wittmann. Die wärmende Hülle bringt einen Zeitvorsprung von circa vier Wochen gegenüber dem Freilandanbau. Jede der 130 000 aus Italien importierten Erdbeer-Pflanzen der Sorte „Clery” brachte auch im zweiten Jahr mehr als 800 Gramm Ertrag.

100 Helfer für die Saisonarbeit

Die befahrbaren Zelte für den Erdbeeranbau sind 9,20 Meter breit, 100 Meter lang und in der Mitte 3,80 Meter hoch. Sie können ohne Baugenehmigung aufgestellt werden.

Insgesamt betreibt der Spargelhof Bardenitz 30 solcher Zelte bei Niebel und Niebelhorst.

Für die Ernte von Spargel und Erdbeeren beschäftigt Geschäftsführer Andreas Wittmann bis zu 100 Helfer für die Saisonarbeit. Sie stammen alle aus Rumänien.

Am vorigen Freitag lief die Produktion der süßen, roten Früchte dennoch planmäßig aus. Rund 28 Tonnen gingen an die eigenen Verkaufsstände sowie in Supermärkte bis hin nach Berlin. „Schon vor dem Saisonende konnten wir die große Nachfrage gar nicht mehr bedienen“, sagt der Landwirt. Dennoch will er keine weiteren Zelte aufbauen. Es bleibe zunächst bei 30 Zelten für circa 20 Hektar Anbaufläche für Erdbeeren.

Auch beim Spargel will Andreas Wittmann an den vorhandenen Strukturen seines in der Region etablierten Hofes festhalten. 70 Hektar umfassen seine Anbauflächen für die weißen Stangen. Für deren Absatz sinkt angesichts des großen Angebotes und der stagnierenden Nachfrage nun der Preis. „Konnten wir den am Anfang noch diktieren, müssen wir nun sehen, dass wie den Spargel an den Kunden bekommen“, sagt Andreas Wittmann. „In der Landwirtschaft ist eben kein Jahr wie das andere. Damit müssen wir halt leben“, sagt der aus Oberbayern stammende Landwirt. Um den 20. Juni herum will er dann auch die diesjährige Spargelsaison traditionell beenden.

Von Thomas Wachs

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