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Potsdam-Mittelmark Die Jagd nach der Kaffeemühle
Lokales Potsdam-Mittelmark Die Jagd nach der Kaffeemühle
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15:58 09.10.2017
Zauberer Zwackelmann (Gerhard Gutberlet, l.), Kasperl (Frank Dukowski) und der Räuber Hotzenplotz (Edward Scheuzger, r.). Quelle: Diether Godbersen
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Werder

Die Idee, vor Beginn der eigentlichen Theateraufführung schon mal mit einem kleinen Film die Aufmerksamkeit des jungen Publikums einzufangen, ist aufgegangen. Wann immer der Leinwand-Hotzenplotz plötzlich aus dem Gebüsch springt, um wild mit seinem Säbel herumzufuchteln oder auch nur den Waldpfad zu queren, gibt es einen Aufschrei: „Da, da ist er!“. Als es dann endlich richtig losgeht, sind Groß und Klein sofort ganz bei der Sache.

Die Großmutter (Saskia Rutner) wird an ihrem Geburtstag vom Räuber Hotzenplotz (Edward Scheuzger) überfallen und beraubt. Die Enkel Seppel (Karoline Hugler) und Kasperl (Frank Dukowski) hatten ihr gerade eine wunderbare Kaffeemühle geschenkt, die auch ein Liedchen spielen kann. Nun ist das gute Stück weg. Der Wachtmeister Dimpfelmoser (Gerhard Gutberlet) notiert alles fürs Protokoll, doch mehr scheint er nicht unternehmen zu wollen, um die Mühle wiederzubeschaffen. Denn der Räuber sei ja so gefährlich, wie er versichert. So machen sich Seppel und Kasperl mutig auf den Weg, den Bösewicht Hotzenplotz aufzuspüren und der Oma ihre Geburtstagsgabe zurückzuholen. Der Kriminalfall nimmt seinen Lauf...

Stück ist für die Theaterbühne gestrafft worden

Julian Tyrasa hat die bekannte Geschichte von Otfried Preußler für die Comédie Soleil in Werder inszeniert. „Wir haben das Stück sehr gestrafft, denn langes Stillsitzen ist für Kinder ja nicht so leicht“, weiß der Regisseur. Als in der Pause ein wildes Völkchen mit großem Bewegungsdrang durch das Theater wuselt, sieht man, wie recht er hat. Tyrasa empfiehlt als untere Altersgrenze vier bis fünf Jahre. Bis zum 5. November kann man nun an allen Wochenenden hier das turbulente Geschehen um den Räuber Hotzenplotz verfolgen.

Wenn die Nachfrage da ist, wahrscheinlich auch später noch einmal, versichert Tyrasa, der gemeinsam mit Karoline Hugler auch die künstlerische Leitung der Werderaner Bühne hat. Allerdings nicht im Advent. Denn am 24. November startet das Stück „Die Freuden und Leiden des jungen Werder“, das eigens zum 700. Stadtjubiläum von Werder entstanden ist. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es in der Vorweihnachtszeit eine große Vielfalt von Angeboten für Kinder gibt, deshalb zogen wir in diesem Jahr das Familienstück vor“, erklärt Julian Tyrasa.

Wenn die Großmutter gleichzeitig auch die Fee ist

Beim „Räuber Hotzenplotz“ bleibt es spannend, bis am Ende die Fee Amaryllis befreit, der Zauberer Zwackelmann besiegt und Hotzenplotz gefangen werden kann. Und natürlich, bis die Großmutter wieder glücklich ihre Kaffeemühle in den Händen hält. Den Spaß an der Geschichte spürt man sowohl auf Seiten des Publikums als auch bei den Darstellern, die alle schon mehrfach in unterschiedlichen Rollen auf dieser Bühne agierten. Das märchenhafte Bühnenbild schuf wie immer Jens-Uwe Behrend.

„Wo ist denn die Fee Amaryllis?“, fragte am Sonntagnachmittag ein kleiner Besucher, als sich am Schluss die fünf Schauspieler für dem Applaus bedankten. „Das war doch die Großmutter, und der Wachtmeister war auch der Zauberer“, klärt ihn die etwas ältere Schwester auf. Pfiffig und aufgeweckt sind sie auch, die jungen Zuschauer der Comédie Soleil.

Info: Nächste Vorstellungen am 14. und 15. Oktober, jeweils 16 Uhr.

Von Edith Mende

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