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Die Jagdhornbläser vom Alten Kanal

Spaß am gemeinsamen Musizieren Die Jagdhornbläser vom Alten Kanal

Als Jagdhornbläser vom Alten Kanal spielen sie seit 2000 in dieser Formation: Werner Hilgenfeldt, Hans Kuchenbecker, Roland Scholz, Huber Hill und Wolfgang Kollock. Bei vielen privaten und öffentlichen Feierlichkeiten erfreuen sie die Menschen mit ihrer Musik. Zusammen bringen es die Männer auf 374 Jahre, aber ihre Leidenschaft ist ungebrochen.

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Die Jagdhornbläser vom Alten Kanal..

Quelle: Silvia Zimmermann

Woltersdorf. Werner Hilgenfeldt, Hans Kuchenbecker, Roland Scholz, Huber Hill und Wolfgang Kollock lieben das gemeinsame Musizieren. Als „Jagdhornbläser vom Alten Kanal“ spielen sie seit 2000 in dieser Formation.

Bei vielen privaten und öffentlichen Feierlichkeiten erfreuen sie die Menschen mit ihrer Musik. Ob bei der Einweihung der Woltersdorfer Kirche, zur 850-Jahr-Feier von Wusterwitz, bei der Einweihung der Wusterwitzer Kanalbrücke oder zur Buga im vorigen Jahr in Brandenburg. Auch zum 108. Geburtstag der vor wenigen Tagen verstorbenen Hildegard Loskarn aus Kirchmöser, die zuletzt bei ihrer jüngsten Tochter in Woltersdorf wohnte, spielten sie. Die Männer ließen aber schon ganz spontan ihre Jagdhörnern auf dem Hexentanz im Harz ertönen.

Auch mit der Jagd verbunden

Die fünf Senioren haben Spaß an der Musik. Da fast alle mit der Jagd verbunden sind, wollen sie die Tradition des Jagdhornblasens am Leben erhalten. „Das Verblasen der Strecke war früher etwas anderes. Jedes Wild hat sein eignes Signal und es ist die letzte Ehre für das erlegte Wild“, erzählen die Musiker. Bei den Instrumenten gebe es Unterschiede. „Jagdhörner ohne Ventil können ausschließlich zum Verblasen der Strecke benutzt werden, sie geben nur sechs Töne plus die Oktaven“, erklärt Roland Scholz aus Woltersdorf. „Bei den Jagdhörnern mit Ventil können wir auch andere Töne spielen und das ermöglicht uns anderes Liedgut zu spielen.“ Ihr Repertoire umfasse fast alle volkstümlichen Weisen. Das Quintett singt zu seinen Liedern und lässt ab und an sogar Trompetenklänge ertönen.

Das Jagdhornblasen verschwindet allmählich. Es gebe kaum noch Menschen, die das können. Hubert Hill bildet in Sachsen-Anhalt Nachwuchsjäger aus und bringt ihnen auch das Verblasen der Strecke bei. Wer Interesse hat und mitmachen möchte, ist herzlich willkommen: Jeden Mittwoch ab 16 Uhr treffen sich die reifen Herren im Dorfgemeinschaftshaus in Woltersdorf und üben ihre Lieder ein. „Wenn im Sommer das Wetter gut ist, dann proben wir auch in der Alten Försterei Am Alten Kanal. Daher auch unser Name“, erklärt der ehemalige Förster Werner Hilgenfeldt.

Vollblutmusiker denken nicht ans Aufhören

Neben dem Musizieren unternehmen sie gemeinsame Ausflüge mit ihren Frauen, grillen oder feiern. Einen richtigen Chef der Jagdhornbläser vom Alten Kanal gibt es nicht. „Wir sind alle gleich und ans Aufhören denkt noch keiner von uns“, sagen die Vollblutmusiker, die es zusammen immerhin auf 374 Jahre bringen.

Von Silvia Zimmermann

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