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Die Kids wünschen sich ein Kino

Beelitzer Kinderkonferenz Die Kids wünschen sich ein Kino

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth hat Kinder und Jugendliche der Spargelstadt befragt, wie sie sich eine lebenswerte Stadt vorstellen. Die Ergebnisse einer Konferenz wurden am Donnerstag präsentiert – mit überraschenden Ideen der Kids.

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Beelitzer Kids: „Wir wollen ein Kino in der Stadt!“.

Quelle: Stadtverwaltung

Beelitz. Barrierefreie Gehwege, intakte Bushaltestellen, eine bessere Beleuchtung und regelmäßige Kinovorführungen in der Stadt: Es sind keine Utopien, welche der Beelitzer Nachwuchs auf seiner Agenda hat. Nachdem bei der ersten Kinder- und Jugendkonferenz im Oktober die zentralen Themen für junge Beelitzer angesprochen wurden, haben sich die Teilnehmer nun daran gemacht, diese weiter voranzutreiben. Die Ergebnisse wurden jetzt auf einer zweiten Tagung im Beelitzer Ratssaal präsentiert.

Dabei hat sich gezeigt: Vieles von dem, was den Nachwuchs beschäftigt, befindet sich bereits auf gutem Wege. So ist es mit einem Kino für Beelitz – der wohl sehnlichste Wunsch des Nachwuchses. Mit der Sanierung des ehemaligen Deutschen Hauses an der Hauptkreuzung rückt dieser Wunsch in greifbare Nähe: Die Stadtwerke als Entwickler der verfallenen Traditionsgaststätte werden auch den großen Saal rekonstruieren, einschließlich entsprechender Vorrichtungen für Leinwand und Projektor. Das hatte Bürgermeister Bernhard Knuth den Kindern und Jugendlichen mitgeteilt.

Bürgermeister Bernhard Knuth im Gespräch mit den Jugendlichen

Bürgermeister Bernhard Knuth im Gespräch mit den Jugendlichen. „Die Kinder machen uns vor, wie es richtig geht.“

Quelle: Stadtverwaltung Beelitz

Die haben sich bereits Gedanken gemacht, wie die Idee konkret umgesetzt werden kann, wenn das Haus in zwei Jahren wiedereröffnet wird: Über eine Website sollen alle darüber abstimmen können, welche Filme gezeigt werden. „Es sollten auch neue dabei sein“, schlug Pia, eine der Initiatoren, vor. Generell müsse das Programm aber bunt und für alle Altersgruppen ansprechend sein. Als Turnus stellten sich Teilnehmer der Konferenz zwei bis vier Vorführungen im Monat vor, und das vor allem am frühen Nachmittag. Auch Schulprojekte und Konzert-Aufzeichnungen von bekannten Bands könnten auf diesem Wege gezeigt werden, da nicht jeder die Möglichkeit hat, abends zu Veranstaltungen nach Berlin zu fahren. Der Bürgermeister regte an, dass in den Sommerferien auch Open-Air-Kinoveranstaltungen etabliert werden könnten.

Knuth gab sich begeistert über die Energie, mit welcher die Teilnehmer ihre Projekte verfolgen. „Wir Erwachsenen hatten uns in den vergangenen zwei Jahren mit einem Leitbild für Beelitz beschäftigt, an dem sich die Bürger beteiligen sollten“, erinnerte er. Die Rückmeldungen waren allerdings überschaubar. „Die Kinder machen uns hier vor, wie es richtig geht. Sie zeigen, dass sich Mitbestimmung lohnt“, so der Bürgermeister. Er erläuterte den Teilnehmern auch, wie ihre anderen Vorhaben umgesetzt werden können.

So sind barrierefreie Gehwege zunächst entlang der Berliner Straße geplant, die im kommenden Jahr im nördlichen Bereich der Stadt ausgebaut werden soll. Auch der Bushaltestellen in den Ortsteilen werde sich die Stadt annehmen – so wie sie es bei der Straßenbeleuchtung durch die LED-Umrüstung ebenfalls bereits tut. Und ein weiteres Vorhaben wird jetzt im Rathaus geprüft: Die Verbesserung der Skateranlage und möglicherweise ihre Verlegung raus aus dem Platanenquartier. Die haben die Jugendlichen selbst vorgeschlagen, nicht zuletzt um die Anlieger zu schonen und sich ungestörter bewegen zu können.

„Es ist toll zu sehen, dass wir mit unserer Arbeit gar nicht so weit von den Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen entfernt liegen“, bilanzierte Hauptamtsleiterin Dörte Kiesel die Ergebnisse. Der für Kitas und Schulen zuständige Amtsbereich hatte die Tagungsreihe mit Teilnehmern aus fast allen Ortsteilen und allen Schulen initiiert, Unterstützung gab es vom Landkreis und der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie. Die Mitarbeiter der Potsdamer Niederlassung moderierten die Veranstaltungen und verliehen ihnen einen professionellen Rahmen. Im Mai soll es eine weitere Konferenz geben, bis dahin wartet noch ein wenig Arbeit auf die Projektgruppen – sowie auf die Stadt und alle anderen Verantwortlichen.

Von MAZonline

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