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Die Liebe trieb sie aus den Alpen in den Fläming

Mittelmark Die Liebe trieb sie aus den Alpen in den Fläming

Vor vier Jahren ist Nadine Steinkellner der Liebe wegen aus ihrer Heimatstadt Salzburg in Österreich in den Hohen Fläming gezogen. In wenigen Wochen wird sie es hier zu einiger Berühmtheit bringen, denn die 27-Jährige wird neue Mühlenprinzessin von Borne (Bad Belzig). Begonnen hat alles in einem Teeladen.

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Nadine Steinkellner (27) aus Jeserigerhütten wird am Pfingstmontag zur Mühlenprinzessin von Borne gekrönt.

Quelle: Christiane Sommer

Jeserigerhütten. Der Kreis der gekrönten Freizeithäupter wird weiter wachsen. Nadine Steinkellner ist eine Anwärterin. Am Pfingstmontag wird sie zur Mühlenprinzessin von Borne gekrönt. Danach wird sie an der Seite der amtierenden Mühlenkönigin Pia Hindemith, die bereits seit 2015 das Krönchen trägt, als Repräsentantin für die Region werben.

„Ich freue mich darauf“, sagt die junge Frau. Vor vier Jahren zog die 27-Jährige in den Hohen Fläming. Der Liebe wegen gab sie zog sie von Salzburg nach Jeserigerhütten. Doch das Leben im 138-Seelendorf unterschied sich deutlich von dem in der 150 000 Einwohner zählenden Mozartmetropole. Heute sind Heimweh und Herzschmerz Vergangenheit. „Mittlerweile bezeichne ich beide Orte als mein Zuhause“, sagt die junge Frau.

Der Krönung am Pfingstmontag sieht Nadine Steinkellner mit großer Freude entgegen. Die Eltern werden eigens dazu aus Österreich anreisen, Freunde haben ihr Kommen bereits zugesagt. Und auch die Kleiderfrage für das Ehrenamt hat Nadine Steinkellner bereits gemeinsam mit ihrer Mutter gelöst. Die Wahl fiel beiden nicht schwer. Viel schwerer ist es für die 27-Jährige jetzt, auf den Tag der Krönung zu warten und bis dahin das wunderschöne Kleid nur anschauen zu dürfen.

Die Zeit bis dahin will die gelernte Hotelfachfrau nutzen, um sich mit der Borner Mühlen- und Ortsgeschichte zu befassen. „Die für das Ehrenamt erforderliche Portion Liebe und die dazugehörige Prise Leidenschaft bringt sie auf jeden Fall mit“, ist sich Mühlenvereinschef Werner Sternberg sicher, der die Prinzessin in spe quasi entdeckt hat.

Weit musste er dafür nicht ausschwärmen. „Ich arbeite seit drei Jahren im „Tee-Art“-Laden in Bad Belzig“, sagt Steinkellner. Bei einer Tasse Tee soll der 74-Jährige im Herbst die alles entscheidende Frage „Mädel, hast Du nicht Lust Mühlenprinzessin zu werden?“, gestellt haben. „Ich habe spontan ja gesagt“, erinnert sich Steinkellner. Sie ergänzt: „Damals habe ich nicht gedacht, dass das Fest so groß wird.“ Vor dem Rampenlicht fürchtet sie sich jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Nadine Steinkellner genießt es, Aufmerksamkeit zu wecken und sich zu präsentieren.

„Autogrammkarten habe ich aber noch nie unterschrieben“, bemerkt Nadine Steinkellner, die mitunter als Cosplayerin im Manga-Stil zu Treffen der Enthusiasten fährt, lüftet ein weiteres Geheimnis.

Sie holt das Kleid aus dem Schrank, welches sie bei der Krönung in Borne tragen wird. Bislang hatte es neben ihrer Mutter als Einkaufsberaterin nur Freund Volker sehen dürfen.

Von Christiane Sommer

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