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Die Neuendorfer leben sorgenfrei

Zu Hause in Rädigke Die Neuendorfer leben sorgenfrei

Manches kleine Dorf in Brandenburg muss richtig kämpfen – im Rädigker Ortsteil Neuendorf hingegen herrscht pure Zufriedenheit. Sorgenkinder gibt es nicht, dafür aber eine ganz besondere Kirche.

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Die Neuendorfer Kirche macht auch ohne Turm etwas her.

Quelle: Sommer

Neuendorf. Neuendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Rabenstein/Fläming, bereits 1969 wurde der es eingemeindet. Die erstmalige schriftliche Erwähnung erfolgte 1375. Der Ortsname bedeutet soviel wie „neu errichtetes Dorf“.

Kirche ohne Turm – na und?

In der Ortsmitte steht eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert - jedoch ohne Turm. Dieser war in den 1950er Jahren durch einen Blitzeinschlag in Mitleidenschaft gezogen worden. Weil die Reparatur im Anschluss mangelhaft ausgeführt wurde, musste der Kirchturm bereits 1974 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden.

Derzeit leben 63 Einwohner im Dorf – vor 20 Jahren waren es noch mehr als 100 gewesen. Zudem stehen zwei Gehöfte leer. Dennoch ist man in Neuendorf glücklich und zufrieden. „Bei uns ist alles okay“, sagt Gerald Herzog. Er lebt in Neuendorf und ist Mitglied im Ortsbeirat Rädigke. Straßen und Gehwege geben den Neuendorfern keinen Grund zur Klage.

Katastrophenalarm über Tage

Sogar das einzig wirkliche Sorgenkind im Dorf - die ehemalige Fläming-Sortieranlage Neuendorf - ist heute keines mehr. 2011 kam es auf dem mehr als drei Hektar großen Areal am Dorfrand, auf dem rund 50.000 Tonnen brennbarer Abfälle gelagert waren, zu einem Großbrand. Die Folge: Katastrophenalarm über mehrere Tage.

Nach zähem Ringen um Verantwortlichkeiten hat die Gemeinde Rabenstein/Fläming jüngst das Areal für einen symbolischen Preis von einem Euro gekauft. Die Eigentumsfrage war eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Land Brandenburg die Müllentsorgung und anschließende Renaturierung des Geländes übernimmt. Kriminelle Geschäftsleute hatten hier nach der Wende Müllberge angehäuft, diese aber nie ordnungsgemäß entsorgt.

Von Christiane Sommer

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