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Potsdam-Mittelmark Die Nieplitz wird vom Damm geholt
Lokales Potsdam-Mittelmark Die Nieplitz wird vom Damm geholt
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02:15 12.07.2015
Für die Forellenzuchtanlage an der Steinmühle muss ein neuer Platz gefunden werden. Quelle: Th. Wachs
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Treuenbrietzen

Das ist das Ergebnis einer jetzt intensivierten Zusammenarbeit verschiedener Landesbehörden mit der Stadt Treuenbrietzen. Diese hatte nach Havarien am maroden Nieplitzdamm während eines Unwetters im April nachdrücklich auf eine umgehende Lösung für die seit 2004 ohne Ergebnis verfolgten Probleme zum Überflutungsschutz für die angrenzende Wohnsiedlung gedrängt. Nach drastisch formulierten Schreiben und spontanen Eingriffen zur Gefahrenabwehr in dem auch ökologisch sensiblen Gebiet kam neue Bewegung in das Thema.

Nach einem Ortstermin mit Vertretern verschiedener Landesbehörden haben diese nun entschieden, nur noch die Umverlegung der Nieplitz zu verfolgen. Alle seit 2004 untersuchten Alternativen sollen nicht mehr Gegenstand eines neuen Planfeststellungsverfahrens sein. Damit muss nun auch ein neuer Standort für die seit 1986 an der Steinmühle arbeitende Forellzucht gefunden werden.

„Es kann nicht mehr darum gehen, rückwirkend nach Schuldigkeiten für Versäumnisse zu suchen“, sagte Christoph Höhne in dieser Woche vor Stadtverordneten. Bei drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen billigten 14 Abgeordnete die Umverlegung der Nieplitz in die Böllrich-Niederung. „Die historischen Umstände der Jahrzehnte sind zu komplex, jetzt ist ein Schnitt nötig“, sagte der Treuenbrietzener Bauamtsleiter.

Langwieriges Verfahren

Zur Verlegung der Nieplitz ist ein Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Es kann drei bis fünf Jahre dauern. Behörden, Träger öffentlicher Belange und Anlieger sind einzubinden.
Vorteil sei, dass nach Fristablauf das Einvernehmen jener ersetzt werden kann, die nicht reagieren. Im aktuellen Fall ist der Besitzer weiter Bereiche des Nieplitzufers nicht mehr greifbar.

Er ist heute gleichzeitig Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes „Nuthe Nieplitz“ (WBV). Dieser soll die Arbeiten zur Umverlegung des Flussabschnittes erledigen. Träger des umfangreichen Projektes werde das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) sein. Eine Wiederaufnahme des 2004 auf den Weg gebrachten, jedoch längst steckengebliebenen Planfeststellungsverfahrens ist nicht vorgesehen.

Für die Stadt Treuenbrietzen sollen keine direkten Kosten entstehen. Die ursprünglich mal mit 3,8 Millionen Euro kalkulierten Ausgaben wolle allein das Land Brandenburg tragen, erklärte Höhne. „Freilich bekommen wir später den Damm in unsere Regie und sind angehalten, mit Verwaltungspersonal im Verfahren zu helfen“, so der Bauamtsleiter. So werde das Rathaus unterstützen, um für den Zuchtbetrieb der Binnenfischerei Potsdam GmbH einen neuen Standort im Stadtgebiet zu finden. Eine Begehung ist geplant. Für den Umzug ist im Verfahren „gegebenenfalls eine Entschädigung“ vorgesehen. Dieser Passus ist auf Drängen der Abgeordneten nun Gegenstand des Beschlusses.

„Wir stellen uns auf einen Umzug ein“, sagte Fischerei-Geschäftsführer Michael Müller. „Der Standort ist im Verbund unserer Betriebe wichtig, wir können ihn nicht aufgeben.“ Die Höhe der Entschädigung müsse auch durch Experten des Fischereiinstitutes ermittelt werden, sagte Müller.

Von Thomas Wachs

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