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Potsdam-Mittelmark Die Schneekönigin taut auf
Lokales Potsdam-Mittelmark Die Schneekönigin taut auf
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00:23 09.12.2015
Die Schneekönigin auf Stippvisite in Bad Belzig. Quelle: T. Potratz
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Bad Belzig

Ihre Küsse verbreiten Eiseskälte. In weißem Gewand gleitet sie in ihrer Kutsche durch die Lande, zerrt kleine Kinder in ihren Wagen und entführt sie. Die Schneekönigin aus der Feder von Hans Christian Andersen steht nun wahrlich nicht für strahlende Momente in der vorweihnachtlichen Zeit und schon gar nicht für herzerwärmende Freundlichkeit gegenüber Kindern. Doch bei der Bad Belziger Wichtelparade am Samstag wurden die märchenhaften Gesetze außer Kraft gesetzt, so dass sogar der Weihnachtsmann auf die Schneekönigin neidisch wurde. Doch der Reihe nach.

Die Schneekönigin, gespielt von Gerlinde Kempendorff, legte am Samstagnachmittag für einige Stunden ihr kaltes Gesicht ab und verwandelte ihr Reich, das Bad Belziger Kleinkunstwerk im Mühlenhölzchen, in einen leuchtenden Adventstempel. Überall standen Kerzen, hölzerne Herzen, Pyramiden und es duftete nach frischem Backschwein. Von dort zog sie jedoch zunächst auf einer prachtvollen Kutsche, die von zwei Kaltblutpferden angetrieben wurde, in Begleitung neugieriger Kinder durch die Stadt. Ihr Ziel: Die St. Marienkirche. Auf dem dortigen Vorplatz tobte bereits seit Stunden die weihnachtliche Vorfreude.

Auf dem Adventsmarkt und drinnen bei Gospelgesang sowie duftendem Kuchen tummelten sich hunderte Gäste. Doch als die Königin auf ihrem Wagen eintraf, rückten die Köstlichkeiten in den Hintergrund und auch der Gesang verstummte. Alles blickte auf das weiße königliche Gewand und vor allem auf die prunkvolle Krone. „Im letzten Jahr war meine Krone spitz und wirkte gemein. Diesmal habe ich eine neue. Die soll eher freundlich wirken“, sagte die Königin, breitete dabei ihre Arme aus und strahlte über das ganze Gesicht. Von eiskalter Angst keine Spur. Dann kam plötzlich der Weihnachtsmann über den Kirchplatz gestapft und blickte vom Fuße der Kutsche zur Königin hinauf. „Du hast deine Schuldigkeit getan, lieber Weihnachtsmann. Ich übernehme jetzt“, rief sie und lud daraufhin alle Kinder zum gemeinsamen Singen ein. „Ich habe das ganze Jahr gestrickt und gebastelt. Es ist alles dekoriert und vorbereitet“, rief sie und zog wieder davon.

Auf der heimischen Bühne angekommen, verteilte sie zunächst Liedzettel an das Publikum und stürzte sich nun auch musikalisch in die Weihnachtswelt. „Walking in the winter wonderland“ (Wandern durch das Winter-Wunderland) sang sie mit ihrer kraftvollen Stimme vor etwa 70 Zuhörern, die tüchtig mitsangen. Draußen pfiff derweil eher ein kalter Herbstwind, der dann doch wieder an die düstere Seite der Königin erinnerte. „Liebe Schneekönigin, bringst du uns an Weihnachten viel Schnee?“, rief ein Familienvater während der Show. „Oh, da kann ich nichts sagen. Das muss Frau Holle machen“, sagt die Schneekönigin und zwinkerte ins Publikum.

Von Tobias Potratz

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