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Die Schwammerl-Schwemme

In den Wäldern sprießen die Pilze Die Schwammerl-Schwemme

Pfifferlinge gibt es anhaltend seit Mai. Doch jetzt herrscht im Hohen Fläming geradezu eine Pilzschwemme. Nach dem langen trockenen Sommer konnte eine kurze feuchtwarme Zeit den Pilzen ideale Bedingungen bieten. Am Wochenende gibt es deshalb das traditionelle Pilzfest.

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Der Wiesenburger Pilzexperte Wolfgang Fuhrmann nimmt neben Steinpilzen auch den Hexenröhrling (links) mit.

Quelle: Michael Greulich

Bad Belzig. „Auf dem Zaucheplateau hat sie vor drei Wochen eingesetzt“, bestätigt Erich Münkner. Er ist in Borkwalde der gefragte Experte und sagt noch einen Schub an Maronen und Steinpilzen voraus. „Denn es sind gerade wenige Kahle Kremplinge, dafür viele Fliegenpilze als Vorboten zu beobachten“, sagt er. Spätestens zur Monatsmitte, wenn der Mond abnimmt, sprießen die Hutträger so richtig, ist er überzeugt. Doch schon jetzt haben selbst Ungeübte in hiesigen Wäldern mit wenig Aufwand schnell genügend Ausbeute für eine schöne Mahlzeit im Korb.

Gute Voraussetzungen also für das kommende Wochenende. Dann findet beim Heimatverein Bardenitzer Hausboden in Kooperation mit der Naturwacht Nuthe-Nieplitz das traditionelle Pilzfestival statt, das der in diesem Jahr verstorbene Eduard Prinke aus der Taufe gehoben hatte. Die Aufgabe als Sachverständiger übernimmt nunmehr Jürgen Neuendorf aus Bad Belzig.

In Wiesenburg hat Wolfgang Fuhrmann zur Exkursion mit anschließender Besprechung und Kostprobe eingeladen. Er berichtet ebenfalls von guten Funden, die er auf eine kurze feuchtwarme Periode am Ende des langen trockenen Sommers zurückführt. „Das Myzel hat sich seither gut entwickelt“, sagt der pensionierte Lehrer. In den Mischwäldern rund um die „Perle des Flämings“ seien womöglich nicht ganz so große Mengen wie in den Kiefernwäldern zu finden. „Dafür ist der Artenreichtum größer“.

Gleichwohl er Steinpilze am liebsten isst, bringt Wolfgang Fuhrmann aktuell meist mehr als ein Dutzend essbare Sorten nach Hause. Violetter Rötelritterling und lila Lacktrichterling gehören zu den saisonalen Schätzen, die – sauber getrennt von Doppelgängern – derzeit gern verarbeitet und verspeist werden.

Von Andreas Koska und René Gaffron

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