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Die Straßenbauer ziehen planmäßig weiter

Ragösen Die Straßenbauer ziehen planmäßig weiter

Zu Pfingsten haben die Einwohner von Ragösen doppelten Grund zum Feiern. Rechtzeitig zuvor werden die Bauarbeiter die Straßenbauprojekte im Dorf so weit vorangetrieben haben, dass es mal keine Beeinträchtigungen gibt. Danach freilich geht es an den dritten und letzten Abschnitt zur Sanierung der Ortsdurchfahrt. Sie hat einige Anwohner durchaus Nerven gekostet.

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In Ragösen rollen bis Pfingsten vor allem noch Straßenbaumaschinen auf der B-102-Ortsdurchfahrt. Dann gibt es eine Feiertagspause.

Quelle: Andreas Koska

Ragösen. Das Pfingstfest im Ragösener Kastanienwinkel wird ohne Behinderungen über die Bühne gehen können. Spätestens am 2. Juni geben die Bauarbeiter die schmuck sanierten Straßenabschnitte vorerst wieder frei. So ist es geplant. Fahrzeuge können entlang der Bundesstraße 102 über die Ragösener Straße und die Bahnhofsstraße wieder ungehindert rollen. Dann wird auch die Fahrbahn an der Brandenburger Straße wieder in beide Richtungen befahrbar sein.

Pfingsten wird gefeiert

Am Wochenende zu Pfingsten wird in Ragösen kräftig gefeiert. Am Samstag wird der Pfingstbaum aufgestellt. Am Sonntag steigt dann das traditionelle Dorffest am Denkmal und der Luisenlinde.

Auf der Bühne zu erleben sind unter anderem beide Ragösener Chöre und die Schulkinder aus Dippmannsdorf.

Die gesamte, etwa 1,8 Millionen Euro teure Sanierung der Ortsdurchfahrt wird allerdings planmäßig erst im November fertig sein. „Das wurde jetzt zur Bauberatung von den beiden Firmen Strabag und Eurovia so gesagt“, berichtet Ortsvorsteher Ingo Haß. Er lobt die gute Zusammenarbeit. „Manche Einwohner bringen jetzt schon Kuchen und Kaffee bei den Bauarbeitern vorbei“, hat Haß beobachtet. Kein Wunder, denn der Baufortschritt ist deutlich sichtbar und die Arbeiten laufen planmäßig.

Ragösens Ortsvorsteher Ingo Haß

Ragösens Ortsvorsteher Ingo Haß

Quelle: Andreas Koska

Noch zwängt sich aber die Umleitungsroute im Wechselverkehr durch den Ort, gesteuert von drei Bauampeln. Die eigens angelegte Umleitungsstraße stört seit Monaten die Ruhe im ansonsten so beschaulichen Kastanienwinkel am Sportplatz. Vor allem die Lastwagen, die trotz eines klaren Verbots immer wieder durchfahren, gehen den Anwohner massiv auf die Nerven.

„Das ist der einzige Kritikpunktpunkt des Straßenbaus, der geht aber vor allem an die Polizei“, betont Haß. Zwar gab es wohl anfangs Kontrollen, die jedoch mit der Zeit weniger wurden. „Ich habe diese immer wieder angemahnt – aber ohne Erfolg“, sagt der Ortsvorsteher.

Anders lief es bei den Baufirmen, die immer ein offenes Ohr gehabt hätten. „Hinweise wurden ernst genommen, immer ein Konsens gesucht und gefunden“, lobt der Ortschef. Einzig der Kastanienwinkel – sonst eine ruhige Sackgasse – macht dem Ortschef Sorgen. „Die Straße ist um 100 Jahre gealtert. Sie war zuvor eigentlich ganz in Ordnung, jetzt hat sie überall Risse“, schildert Haß. „Ich hoffe, dass sie nach Abschluss der Bauarbeiten wieder ordentlich hergestellt wird.“

Verstärkten Verkehr registrieren Anwohner jetzt auch am Spargelhof. Da in der „Scharfen Kurve“ an der Friedenseiche an der Abfahrt nach Groß Briesen gebaut wird, versuchen Ortskundige, sich dort durchzumogeln. Der Abschnitt zwischen der Ortseinfahrt im Süden und der Scharfen Kurve ist indes schon so gut wie fertig. Dort müssen nur noch Restarbeiten erledigt werden. Anwohner nutzen die Wochenenden und Zeiten, wenn der Baubetrieb ruht, für die Zufahrt zu ihren Grundstücken.

Auch im nördlichen Bereich ist schon einiges passiert. Die Mittelinsel an der Dorfzufahrt ist fertig, eine Fahrbahnseite ist erneuert, die andere soll bis Pfingsten fertiggestellt sein. Nach Pfingsten wollen die Arbeiter dann den letzten Bauabschnitt zwischen Kastanienwinkel und Feldstraße in Angriff nehmen. Dann wird in Höhe der Bushaltestelle eine Mittelinsel entstehen, dafür aber die Ampel verschwinden.

Wie aus einem Guss

Wie aus einem Guss: Die neue Straßendecke für die Bundesstraße 102 in Ragösen.

Quelle: Andreas Koska

In der Bauphase wird auch dort eine Ampel den Wechselverkehr steuern. Doch wird sie dann die letzte im Dorf sein. Der Kastanienwinkel wird bald wieder zur Sackgasse und die provisorische Bautrasse wird wieder weggerissen. Da jetzt vorzeitig die Arbeiten an den Gehwegen in der Feldstraße begonnen haben, dürfte der pünktlichen Fertigstellung nichts im Wege stehen. Wenn alles fertig ist, wollen die Dorfbewohner ein Dankeschön-Fest mit den Bauarbeitern feiern. Diese Wunsch ist zumindest an Ortsvorsteher Ingo Haß herangetragen worden.

Von Andreas Koska

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