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Die Wahrheit über das Alter

Stahnsdorf Die Wahrheit über das Alter

Im Stahnsdorfer Gemeindezentrum ist ab sofort eine Ausstellung über das Alter zu besichtigen. Bereits bei der Eröffnung wurde klar, dass es sich hier um ein wichtiges Thema handelt. Oft unbewusst, aber häufig im Alltag: Ältere Menschen werden beleidigt und gering geschätzt. Das soll sich ändern.

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Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers und Ingrid Witsche von der Akademie.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Stahnsdorf. „Der Gedanke an den 60., 70. oder 80. Geburtstag ist oft mit Unsicherheit, Angst oder sogar Horror verbunden, nur selten aber mit Vorfreude, wie es beim 30. der Fall ist“, eröffnete Ingrid Witzsche von der Akademie Zweite Lebenshälfte (Leiterin Geschäftsbereich Süd) am Mittwoch die Ausstellung „Was heißt schon alt“ im Stahnsdorfer Gemeindezentrum. Ausgewählte Beiträge eines Foto- und Videowettbewerbes sollen hier zum Nachdenken über das eigene Alter und das Thema im Allgemeinen anregen. „Es gibt verschiedene Vorstellungen vom Alter – und die Vielfalt nimmt immer mehr zu“, betonte sie und gab auch konkrete Denkanstöße: „Welche Menschen stecken dahinter und wie kann man Diskriminierungen abbauen?“ Denn letztere seien durchaus nach wie vor allgegenwärtig und begännen etwa mit der Begrüßung „Sie sehen aber heute jung aus! – Ist man denn nur gut, wenn man jung ist?“, fragte Witzsche.

Bürgermeister Bernd Albers (BfB), der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, freute sich über die öffentliche Sensibilisierung dieses Themas und dass die Ausstellung nach Stahnsdorf geholt werden konnte. „Wir zeigen so, dass wir uns damit beschäftigen“, betonte er. „Wir in der Gemeinde sind nicht dem Jugendwahn erlegen – wir schätzen die Erfahrungen Älterer auch in der Verwaltung“, erklärte er. Bis 2030 würde mehr als ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein und der demografische Wandel falle auch mit der Wende zusammen. „Deswegen ist er eine besondere Herausforderung“, so Albers, der ergänzte, dass es nun darum ginge, den Wohlstand und die Gerechtigkeit zwischen den Generationen zu erhalten. „Dafür gibt es aber leider keine Patentrezepte.“ In Stahnsdorf diskutiere man aktuell unter anderem die Wohnnutzung der ehemaligen Panzergaragen auch mit seniorengeeigneten Einheiten.

Die Ausstellung ist noch bis 26. Januar während der Öffnungszeiten des Stahnsdorfer Gemeindezentrums in der Annastraße zu besichtigen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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