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Die ewige Sehnsucht nach der alten Heimat

1025 Jahre Gräben Die ewige Sehnsucht nach der alten Heimat

Das Dorffest in Gräben stand am Sonnabend unter einem besonderen Zeichen. 1025 Jahre alt ist der Ort geworden. Gräben habe eine Vergangenheit, die sich sehen lassen kann. „Mehr als 30 Generationen haben das Dorf geprägt“, mit diesen Worten begrüßte und wertschätzte Pfarrer Thorsten Minuth beim Festgottesdienst die Gäste in der Kirche

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Bürgermeister Siegfried Schröder enthüllt im Beisein vieler Gräbenern vor der Kirche diesen Stein mit der Aufschrift Grabonizi 992 – Gräben 2017.

Quelle: Silvia Zimmermann

Gräben. Das Dorffest in Gräben stand in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Zeichen. „1025 Jahre Gräben, herzlichen Glückwunsch“. Gräben hat eine Vergangenheit, die sich sehen lassen kann. Über 30 Generationen haben das Dorf geprägt“, mit diesen Worten begrüßte und wertschätzte der evangelische Pfarrer Thorsten Minuth beim Festgottesdienst die Gäste in der Kirche.

Zur Feier des Tages hatte die Gräbener Jugend- und Freizeitinitiativgruppe zu ihrem Dorffest ein schönes Programm entworfen. Mitgewirkt hat das ganze Dorf.

Zur Erinnerung an das Jahr der Ersterwähnung enthüllte Bürgermeister Siegfried Schröder vor der Kirche einen Stein mit der Aufschrift Grabonizi 992 Gräben 2017. „Wir haben es Jutta Debler zu verdanken, dass wir unser wirkliches Alter nun kennen.

Eine Urkunde von 992, bei der König Otto III dem Abt Reinhold von Memleben im Tausch gegen Elsnig und Dommnitzsch 21 Orte in den Burgwarden Biederritz und Möckern überließ, wurde Grabonizi das erste Mal erwähnt. Diese Urkunde befand sich im Archiv in Marburg. Grabonizi ist eine Abwandlung von Verlorenes Wasser, wie die Slawen den Ort benannten. Daraus entwickelte sich der heutige Ortsname Gräben, den es im Land Brandenburg nur einmal gibt“, berichtete Schröder.

Gisela und Heinz Spiesecke fahren mit den Pferden Moni und Lotte 1962 zum Heu holen auf die Espen

Gisela und Heinz Spiesecke fahren mit den Pferden Moni und Lotte 1962 zum Heu holen auf die Espen.

Quelle: Silvia Zimmermann

Aus Heilbronn angereist kam Edith Friedrich, ehemals geborene Voigt und brachte ein besonderes Geschenk für ihren alten Heimatort mit. Sie schrieb ihre Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend auf, legte noch alte Fotos aus dieser Zeit dazu und übergab es der Vorsitzenden des Gräbener Jugend- und Freizeitinitiativgruppe

Jutta Debler: „Jeder im Dorf kann es lesen und für sich eine Kopie für seine Unterlagen anfertigen“, sagte die 77-Jährige. „Unsere Familie ist 1942 von Werbig nach Gräben gekommen. 1953 sind meine Eltern mit uns Kindern in den Westen gegangen. Ich hatte immer Sehnsucht nach meinen Gräben. Als ich dann 1990 das erste Mal wieder hier her kam, küsste ich die Gräbener Erde“, erinnerte sich Edith Friedrich.

In Erinnerungen schwelgten die Besucher der Ausstellung über die Geschichte des Ortes. Gerrit Fried trug eine kleine Ausstellung mit Bildern, Urkunden, Vereinsfahnen und einigen Handwerksgeräten zusammen. „Es ist ein Anfang und auch die erste Ausstellung, die seit vielen Jahren in Gräben gezeigt wurde“, berichtete Fried.

Die Gräbener begannen ihr Fest am Vormittag mit dem Treckertreffen. 65 Trecker, Oldtimerautos, Motorräder und vielen andere Gefährte waren zur Stelle. Reinhard Spiesecke fand im Elternhaus einen alten Ackerwagen. „Mit dem sind die Eltern in feinen Sachen mit einem Kuhgespann zum Ackergefahren. Ein altes Foto zeigt das Ehepaar“, erinnerte sich der 61-Jährige. Für das Dorfjubiläum machte der Gräbener den Wagen fahrbereit, spannte seinen Trecker Hanomag davor und beteiligte sich an der gemeinsamen Ausfahrt rund um das Dorf.

Im Park gab es allerlei Unterhaltung. Dazu gehörten die Waffenkunde und Kämpfe der Slawen. Das Publikum wurde von Jens Wiedecke und Thomas Rau aus Brandenburg an der Havel in die Handlungen einbezogen. Die Cammertänzer führten alte und bekannte Tänze vor. Die Kinder tobten auf der Hüpfburg, ließen sich das Gesicht bunt verzieren und konnten sich Stoffbeutel selbst bemalen.

Das Fußballspiel, Kegeln und die Tombola sorgten für die Unterhaltung. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Das Wetter spielte an diesem Tag mit und die Sonne schickte extra zum Festtag reichlich Sonnenstrahlen nach Gräben.

Von Silvia Zimmermann

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