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Potsdam-Mittelmark Die große Angst vor der Kastanie
Lokales Potsdam-Mittelmark Die große Angst vor der Kastanie
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12:14 13.02.2017
Die große Kastanie macht einigen Dahnsdorfer große Sorge. Quelle: Danilo Hafer
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Dahnsdorf

Etwas mulmig ist Sandy Boldt, Leiterin der Kindertagesstätte „Zwergenhaus“ in Danhsdorf, wenn sie sich die alte Kastanie vor dem Eingang ihrer Einrichtung anschaut. Direkt unter der Krone ist ein tiefer Riss zu erkennen. „Beim Amt Niemegk hat man mir aber versichert, dass der Baum keine Gefahr ist und darauf vertraue ich“, sagt sie. In der Tat wurde die Kastanie bereits vor gut einem Jahr mit einer Kronensicherung versehen. Sollte einer der dicken Äste brechen, könne dieser nicht auf den Boden fallen, da er von Bändern gehalten werde.

Auf Nachfrage der MAZ sagte der Niemegker Bauamtsleiter, Thomas Griesbach: „Der Zustand der Kastanie ist augenscheinlich gut. Die Kronensicherung ist in Ordnung.“ Zudem die Krone vor Jahren gestutzt worden.

Amt: Der Baum ist vital

Die Blattstruktur lasse der Kastanie erkennen, dass der Baum vital ist. In regelmäßigen Abständen werden solche Bäume zudem durch einen Gutachter überprüft, heißt es weiter. Der nächste Termin dafür ist an diesem Dienstag. Nach Vorlage des Gutachtens könne das Amt über weitere Schritte entscheiden, so Griesbach.

Ob das zeitlich noch ausreichend ist, fragt sich indes Norbert Fürstenberg. Der Dahnsdorfer wohnt direkt neben der Kita und passiert mit seinen Sohn täglich die potenzielle Gefahrenstelle. „Mir kann niemand versichern, dass nicht irgendwann mal ein Ast herunterkommt“, sagt er. Die Frequenz von Eltern und Kindern, die den Gehweg vor der Kita nutzen und sich jedes Mal in unmittelbarer Nähe des Baumes aufhalten, sei sehr hoch, eine Lösung daher dringend notwendig. „Ich bin zwar kein Baumexperte, aber im Notfall muss die Kastanie entfernt werden“, meint Norbert Fürstenberg.

Die Wurzeln der Kastanie drücken das Gehwegpflaster hoch

Es gibt ein zweites Problem. Die Wurzeln der Kastanie drücken das Gehwegpflaster hoch. „Kürzlich ist das Kind einer Bekannten gestolpert und hingefallen“, sagt Fürstenberg. Diese Stolperfalle ist auch Kitaleiterin Boldt ein Dorn im Auge: „Wir gehen oft mit den Kindern dort lang, die Gefahr zu stolpern ist groß.“

Die Anhebung des Gehwegs durch die Baumwurzeln sei ein normaler Vorgang im Zuge des Wachstums eines Baumes, heißt es dazu vom Amt Niemegk. Um die Stolpergefahr zu beseitigen, sollen die Betonsteine großflächig angehoben und neu verlegt werden. Wann genau das passieren soll, wurde nicht genannt. Für Sandy Boldt und Norbert Fürstenberg heißt es also erst einmal weiter warten und hoffen, dass bis dahin nichts passiert.

Von Danilo Hafer

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