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Die vielen Facetten eines 700-Jährigen

MAZ zu Hause in Ferch Die vielen Facetten eines 700-Jährigen

Im Laufe der Zeit haben sich in Ferch einige spannende Geschichten angesammelt. Der Heimatverein, der derzeit aus fünf Mitgliedern besteht, arbeitet die Ortsgeschichte in ehrenamtlicher Arbeit nach und nach auf. Dabei stellt sich heraus, dass Ferch nicht nur Kriegsschauplatz und beliebter Drehort war, sondern auch Urlaubermagnet.

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Christine Freitag, Vorsitzende des Heimatvereins Ferch, zeigt die beiden neu aufgelegten Chroniken.

Quelle: Luise Fröhlich

Ferch.

Seit 2009 ist Christine Freitag Chefin des Heimatvereins. Erst im Herbst des Vorjahres hatte sie die Ortschronistin Juliane Hoth das erste Mal zu einem Treffen mitgenommen. „Zu dem Posten der Vorsitzenden bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, erzählt sie. Unter den fünf Mitgliedern ist Christine Freitag diejenige, die den Hut auf hat. Das Besondere am Fercher Heimatverein sei nicht nur die Winzigkeit, sondern dass es keinen Zwang gibt. Einmal im Monat treffen sich die Hobby-Heimatforscher zwar, aber es gibt keinen Mitgliedsbeitrag. „Jeder kann sich auf seine Weise und mit seinen Fähigkeiten in die Gruppe einbringen“, sagt Christine Freitag und wünscht sich für die Zukunft, dass sich mehr Fercher für die Heimatgeschichte interessieren.

Einige Fercher wirkten in einem DDR-Film mit

Sein Domizil hat der Verein im Alten Schulhaus in der Burgstraße. Vorher war dort die Ortsbibliothek untergebracht. In Glasvitrinen stehen etliche Exponate, wie Kinderspielzeug aus DDR-Zeiten oder auch Schriften des Heimatvereins. Zwei Publikationen sind anlässlich der 700-Jahr-Feier in Ferch und Caputh in diesem Jahr neu aufgelegt worden: die Ortschronik „Ferch – einst und heute“ sowie „Die Geschichte von Ferch“, ursprünglich 1954 geschrieben von Fritz Alfred Dohnert, dem ersten Ortschronisten. Etwa 400 bis 500 Exemplare sind von beiden gedruckt worden. „Die Nachfrage ist groß“, berichtet Christine Freitag.

Ortschronistin Juliane Hoth mit der Vereinsvorsitzenden Christine Freitag

Ortschronistin Juliane Hoth mit der Vereinsvorsitzenden Christine Freitag.

Quelle: Privat

Das Anliegen des Vereins bestehe darin, Altes aufzuheben und zu bewahren, um es der nächsten Generation zeigen zu können. Bei den Recherchen stoße man auf unangenehmere Dinge wie die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, der auch auf Fercher Boden ausgetragen wurde, aber auch auf Angenehmes, wie den Film „Die Jungen vom Kranichsee“, der laut Freitag komplett in Ferch spielt. „Es gibt noch einige hier, die als Kinder bei dem Film mitgewirkt haben“, sagt sie.

Großer Festumzug in Ferch am 24. Juni

Die Chroniken
können über den Heimatverein bestellt werden. Erhältlich sind sie auch in der Kita „Birkenhain“ Ferch, in der ProCurand-Seniorenresidenz, im Museum Malerkolonie sowie im Tourismusbüro in Caputh.

Beteiligen wird sich der Heimatverein auch am großen historischen Festumzug durch Ferch am 24. Juni um 10 Uhr.

Jeder Verein hat dabei ein eigenes Motto. Welches der Fercher Heimatverein gewählt hat, wollte Christine Freitag noch nicht verraten. Auch im Festkomitee zu den Feierlichkeiten war der Verein vertreten.

An den großen Festumzug schließt sich das Mittelalterfest an.

 

Von Luise Fröhlich

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