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Potsdam-Mittelmark Diebstahl: Naturpark erstattet Strafanzeige
Lokales Potsdam-Mittelmark Diebstahl: Naturpark erstattet Strafanzeige
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13:50 20.06.2017
Steffen Bohl (Mitte) erhielt beim Aufstellen Unterstützung von Straßenwärter Ronny Kamischke (li.) und Olaf Friedrich. Quelle: Thomas Wachs
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Damelang

Drei der erst Anfang April aufgestellten 31 braunen Schilder, die auf den Naturpark Hoher Fläming und seine Grenzen hinweisen, sind gestohlen oder beschädigt worden. Naturparkleiter Steffen Bohl hat bereits Anzeige erstattet.

„An der Straße zwischen Oberjünne und Cammer ist wohl ein Fahrzeug dagegen gefahren, hat das Schild verbeult und der Fahrer hat Unfallflucht begangen“, berichtet Bohl. In Niemegk wurde das Schild vom Pfeiler abgeschraubt und in Damelang waren Pfeiler und Schild über Wochen verschwunden. Das Schild war dort direkt hinter dem Gedenkfindling, in der Sichtachse zwischen Findling, Kriegerdenkmal und Kirche aufgestellt worden.

Standorte der Schilder sorgten für Kontroversen

„Wegen der scheinbar im Ort nicht von allen gewünschten Aufstellung beim Findling war das Schild mehrfach entfernt worden“, sagt Marion Jahn. Die Leiterin des Brücker Ordnungsamts berichtet aber auch davon, dass das Schild inzwischen wieder aufgetaucht ist.

Dass der Standort nicht der Beste ist, bestätigt auch Ortsvorsteher Dirk Borgwardt. „Wir wurden nicht gefragt – wenn das Schild stehenbleiben soll, dann müssen wir einen anderen Standort suchen“, betonte Borgwardt in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Er berichtet, dass sofort nach der Aufstellung durch den Brücker Bauhof sein Telefon nicht mehr still gestanden habe und Bürger sich über den Aufstellungsort beschwert hätten. „Ich wusste von nichts“, sagt Damelangs Ortsvorsteher.

Abwehrhaltung vor allem im Fläming spürbar

Auch Planebruchs Bürgermeister Ulf Dingelstaedt war nicht informiert. „Als die Schilder – auf unserem Gemeindegebiet waren es gleich sechs Stück – aufgebaut worden sind, habe ich mit Steffen Bohl telefoniert“, sagt Dingelstaedt. „Er zeigte sich erstaunt, dass wir nicht benachrichtigt worden sind.“

Auch Bohl selbst staunt über die Widerstände, die er zu spüren meint. „Im Westen sind die Dörfer stolz darauf, zum Naturpark zu gehören und nutzen diese Tatsache als Werbung für sich.“ Im Fläming stelle er dagegen eher eine Abwehrhaltung fest. Bohl beruft sich darauf, dass die Schilderaufstellung eine straßenrechtliche Anordnung sei. „Deshalb müssen sie an einer Straße stehen – und ein Feldweg ist keine Straße“, macht der Naturparkleiter deutlich.

Bestrebung, Dörfer aus Naturparkgebiet herauszulösen

Er bezieht sich damit auf Standortvorschläge aus Damelang. „Man könnte das Schild doch am Trafoturm aufstellen, dort geht in gleicher Höhe ein Wirtschaftsweg ab“, schlug zum Beispiel der Abgeordnete Jens Notzke vor. Nach einem Termin vor Ort, an dem Ortsvorsteher, Naturparkverwaltung und Mitarbeiter des Amtes Brück teilgenommen hatten, hat man sich jetzt darauf geeinigt, das wieder aufgetauchte Schild am Rundling kurz vor der Kirche aufzubauen. Damit können die Dorfbewohner leben und auch Steffen Bohl erhebt keinen Widerspruch. Die Diebstahlanzeige wird jedoch aufrechterhalten.

Für die Aufstellung der Schilder haben insgesamt 3000 Euro zur Verfügung gestanden. Nicht nur in Damelang hat es Widerstände gegeben, auch im Amt Ziesar waren die Schilder unerwünscht. Hier gibt es gar Bestrebungen, Dörfer aus dem Naturparkgebiet herauszulösen.

Von Andreas Koska

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