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Diese Frau ist eine echte Glücksfee

Hauptgewinn für Marzahna Kita abgeräumt Diese Frau ist eine echte Glücksfee

Die Kita „Kleine Strolche“ in Marzahna muss im nächsten Jahr umziehen. Ihre Spielgeräte dürfen allerdings nicht mit, sie sind schlichtweg zu alt. Ein Herzenswunsch war ein Kletterturm mit Rutsche für das neue Spielgelände – der wurde ihnen jetzt erfüllt. Eine Glücksfee hatte dabei ihre Finger im Spiel. Das haben die Jungen und Mädchen jetzt groß gefeiert.

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Sandra Heyer ist eine Glücksfee, die ihre Gewinne gemeinnützig an den Kindergarten weiter gibt.

Quelle: Christin Iffert

Marzahna. Die Kinder der Kita „Kleine Strolche“ in Marzahna sind glücklich. Munter angeln sie auf dem Sommerfest Enten, hüpfen auf der Hüpfburg und springen über ihr zukünftiges Spielgelände. Einige Jungen und Mädchen haben sich als Piraten verkleidet, um später zu singen, Musikinstrumente zu spielen und zu tanzen. Mitten im Gewimmel umschließen am Donnerstag Gitterzäune ein Spielgerät, das noch nicht installiert ist. Es ist das erste auf dem Gelände, auf dem sie sich der Planung nach ab Oktober nächsten Jahres frei entfalten können – und es war umsonst.

Den Kletterturm mit Rutsche und Aufbau hat der Kindergarten nämlich gewonnen. Oder besser: Sandra Heyer, Vorstandsmitglied des Fördervereins Kindergarten Marzahna „Die kleinen Strolche“. Sie hatte ihren Herzenswunsch beim Discounter Penny angeben und unter allen Einsendungen den Hauptpreis abgestaubt. Sechs Herzenswünsche wurden bundesweit erfüllt. Dass das Spielgerät noch nicht eingeweiht wurde, ist einem Fehler in der Lieferung geschuldet. „Wie es im Leben so ist, es hat nicht ganz geklappt, dass unsere Kinder heute darauf spielen können“, sagt Kitaleiterin Monika Lange. Sie kann noch immer kaum glauben, dass das Gerät wirklich auf dem Hof steht. Inzwischen hat sie aber die Sprache wiedererlangt. „Als uns Frau Heyer vom Gewinn erzählte, fanden wir einfach keine Worte, so baff waren wir.“

Die Piraten sind gekommen

Die Piraten sind gekommen: Kinder der Kita „Kleine Strolche“ führen vor ihrem neuen Spielgerät eine kleine Musikshow auf.

Quelle: Christin Iffert

Sandra Heyer, könnte man sagen, ist eine Glücksfee. Die 36-jährige Mutter aus Schmögelsdorf nimmt immer wieder an Gewinnspielen teil. Die Gewinne gehen direkt an den Kindergarten, den auch ihre dreijährige Tochter besucht. Mal sind es Saftpakete oder Süßigkeiten, wieder andere Gewinnspiele brachten einen Radiosender samt Eiswagen nach Marzahna. Nun aber gab es den absoluten Hauptgewinn mit einem Wert von 4000 Euro. „Ich war so aufgeregt, als die Gewinnbenachrichtigung kam. Das war einfach nur Wahnsinn!“ Tipps, wie man solche Preise abstauben kann, hat Heyer nur wenige. Letztlich ist alles Glückssache. Allerdings schaut sie meistens, ob es regionale Aktionen gibt oder Spiele, bei denen man kreativ sein muss.

Der Spielturm ist für den Kindergarten wichtig. Steht der geplante Umzug der Kinder an, dürfen die meisten Spielgeräte vom Garten des derzeitigen Kitagebäudes nicht mitgenommen werden, weil sie vom TÜV kein grünes Licht mehr bekämen. Sie sind schlichtweg zu alt. „Man weiß ja auch nie, ob und wie viel Geld am Ende zur Verfügung steht“, sagt Lange. Die Kombination aus Rutsche und Kletterturm hat sie gemeinsam mit Erziehern und Kindern ausgewählt. Wichtig ist den 46 Kindern, die die Einrichtung besuchen, auch eine Schaukel. „Wenn wir großes Glück haben, dürfen wir die sogar als Einziges mitnehmen.“

Beim Sommerfest mit rund 100 Gästen wurde unterdessen das nächste Projekt bei Eltern und Vertretern der Stadt Treuenbrietzen angekündigt. Ein Spielgerätehaus muss her. Wer sich vor Ort etwas Erfrischung oder ein Stück des gesponserten Kuchens kaufte, half mit. Denn alle Einnahmen wandern in den Spendentopf für das über 2000 Euro teure Häuschen. Nun muss es nur noch finanziell grünes Licht für den Umzug geben. „Wir hoffen, dass wir mit den Piraten von heute den Spielplatz von morgen erobern können – und wenn nicht, dann nehmen wir uns den einfach“, scherzte Bürgermeister Michael Knape bei der Feier. Der Spatenstich soll jedenfalls schon dieses Jahr im September sein.

Von Christin Iffert

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