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Dippmannsdorf: Landaktiv in der Schule

So funktioniert die heimische Landwirtschaft Dippmannsdorf: Landaktiv in der Schule

Das Projekt Landaktiv zeigt Mädchen und Jungen, wie die Landwirtschaft funktioniert. Jetzt war das Projekt in der Dippmannsdorfer Grundschule zu Gast. Und hat den Kindern unter anderem vermittelt, woran man ein rechtshändiges Pferd erkennt.

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Mit viel Freude beim Wissens-Projekt Landaktiv dabei: Fünftklässler der Dippmannsdorfer Grundschule.

Quelle: FotoS: Andreas Koska (2)

Dippmannsdorf. Die Hände strecken sich in die Höhe. Jeder der Schüler der 5. Klasse an der Dippmannsdorfer Grundschule will zeigen, dass er die Antwort weiß. „Was heißt äsen?“ lautet die Frage. Es gilt aus drei und aus den drei Antwortmöglichkeiten zu wählen: lauschen, fressen und weglaufen. „Es heißt fressen, mein Vater ist Jäger und nimmt mich manchmal mit“, kommt es von Theo Müller wie aus der Pistole geschossen. Der Zehnjährige nahm mit seiner Klasse an der Auftaktveranstaltung des 11. Landeswettbewerb des Projekts „Landaktiv“ teil. Hierbei werden Kenntnisse aus Landwirtschaft vermittelt und abgefragt.

Schulleiter Udo Balzer ist begeistert von dem Projekt

Schulleiter Udo Balzer ist begeistert von dem Projekt.

Quelle: Andreas Koska

Die Projektkoordinatorin für die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming, Sylvia Herrmann, führt die Schüler an die rund 20 Fragen heran und erklärt die Bedeutung. Nicht alle Aufgaben waren leicht zu lösen. „Die Frage mit dem Pferd war sehr schwer“, sagt Alina Göhre. Das Mädchen hat sich trotzdem tapfer geschlagen. „Woran erkennt man bei Pferden einen Rechts- oder Linkshänder?“, galt es zu beantworten. Die richtige Antwort, dass man es am Haarwirbel auf der Stirn erkennt, musste Alina mit ihrer Arbeitsgruppe erst recherchieren.

„Das Tolle ist, dass die Schüler lernen nachzuschlagen, in Büchern oder im Internet oder einfach bei ihren Eltern oder Großeltern nachfragen müssen“, sagt Biologielehrerin Ina Utermark. Sie ist von dem Projekt begeistert. Dass „Landaktiv“ nach zehn Jahren auslaufen soll und unter Umständen nicht mehr fortgeführt wird, das versteht Utermark nicht. „Das Interesse an der Landwirtschaft wird in dem Grundschulalter geprägt“, ist sie überzeugt.

Aber: „Es stimmt, dass Projekt wird es so nicht mehr geben“, bestätigt Landeskoordinatorin Sabine Rudert. Schon im Sommer, als es noch einmal um ein halbes Jahr verlängert wurde, musste sich das Projekt von zwei Mitarbeiterinnen trennen. Jetzt soll das Angebot weiter eingeschränkt werden. „Es wird wohl eine Förderung durch das Land geben aber im weit geringerem Maße“, sagt Rudert. Dafür werde jetzt eine „Kompetenzstelle Landwirtschaft und ländlicher Raum“ eingerichtet. Zielgruppe: die Klassen 7 bis 10. „Es handelt sich dann um eine Berufsorientierung für die grünen Berufe“, sagt die Koordinatorin.

Das Projekt

Sylvia Herrmann hat an alle Schulen in den drei Landkreisen eine Wettbewerbs-CD verschickt. Auf Wunsch komme sie in die Schule.

Aus dem Fläming haben in der Vergangenheit fast alle Schulen mitgemacht. Im vergangenen Jahr waren im gesamten Brandenburg 146 Schulklassen mit 2830 Schülern dabei. Die Brücker Grundschule errang dabei einen dritten Preis.

Das Projekt Landaktiv gibt es seit 2005, es organisiert in enger Kooperation mit Schulen, Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung, Unternehmen, Vereinen und anderen Akteuren Lernsituationen, in denen Kinder und Jugendliche positive Erfahrungen mit der Landwirtschaft und dem Leben auf dem Land machen. ako

Allerdings gebe es erst im Januar genauere Informationen dazu. Dann werden die Dippmannsdorfer Kinder womöglich zu den letzten Siegern im Landeswettbewerb zählen und auf der Internationalen Grünen Woche einen der ausgelobten Preise entgegennehmen dürfen. Für die Sieger gibt es eine dreitägige Klassenfahrt mit interessantem Programm. Der zweite Preis ist eine eintägige Exkursion zu einem spannenden Ziel im Land Brandenburg und die dritten Gewinner können sich über eine Exkursion in einen Landwirtschaftsbetrieb in ihrer Region freuen. Außerdem kann man ein gesundes Klassenfrühstück gewinnen.

Von Andreas Koska

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