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Potsdam-Mittelmark Direktorenstelle wird erneut ausgeschrieben
Lokales Potsdam-Mittelmark Direktorenstelle wird erneut ausgeschrieben
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05:40 19.10.2016
Ob Christian Großmann als Brücker Amtschef zurückkehrt, ist noch nicht besiegelt. Quelle: Michael Greulich
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Brück

Alles auf Anfang. So heißt abermals das kurze Resümee der Sitzung des Brücker Amtsausschusses vom Montagabend. Die Stelle des Amtsdirektors soll jetzt – nun zum dritten Mal – neu ausgeschrieben werden. Hatten sich im Mai noch 19 Bewerber für das Amt interessiert, waren es im September nur noch zehn, von denen fünf schon in den Vorrunden ihre Unterlagen eingereicht haben. Jetzt dürfen alle bis zum 25. November noch einmal ihr Interesse bekunden. Das Verfahren wurde nochmals neu eröffnet.

Interne Beratung mit Juristen

In der Beratung des Amtsausschusses sollte eigentlich laut Tagesordnung einerseits ein Widerspruch der Gemeinde Borkheide gegen den Abbruch des ersten Bewerbungsverfahrens behandelt werden. Andererseits wäre zu prüfen gewesen, ob der Amtsausschuss gegen den Widerspruch gerichtlich vorgehen kann. Den Antrag hatte der amtierende Vorsitzende, Ulf Dingelstaedt, gestellt.

Direkt vor der Sitzung gab es eine interne Beratung der Ausschussmitglieder mit der Kommunalaufsicht des Landkreises sowie einigen Anwälten. Das Ergebnis ließ zumindest die vielen Gäste, darunter Verwaltungsmitarbeiter und Gemeindevertreter aus Borkheide, Borkwalde und Linthe, staunen. „Ich habe es nicht verstanden“, sagte die Borkwalder Abgeordneten Ute-Ilse Thilo.

Kommunalaufsicht sieht Verfristung

In einer neuen Vorlage wurde die Rücknahme des Beschlusses zum „Abbruch des Verfahrens zur Wahl des Amtsdirektors“ gefordert. „Das ist das Ergebnis der Vorbesprechung mit der Kommunalaufsicht“, erläuterte Dingelstaedt. Laut Gernot von Arend, Leiter der Rechtsaufsicht der Kreisverwaltung, sei die im Juli erfolgte Wahl des Amtsdirektors „verfristet“ und somit hinfällig. Damit müsse sie ohnehin neu aufgerollt werden, so Dingelstaedt. Diese Auffassung zog einer der Anwälte, der nicht genannt werden wollte, im Gespräch mit der MAZ in Zweifel. Auf Nachfrage wird diese der Kommunalaufsicht zugesprochene Aussage verneint.

„Wie mir von Herrn von Arend mitgeteilt wurde, bezog sich die Aussage zur Verfristung nicht auf das bisherige Auswahlverfahren“, sagte Kai-Uwe Schwinzert, der Sprecher des Landkreises am Dienstag. Gernot von Arend selbst war zu keiner Stellungnahme verfügbar.

Abbruch des Abbruchs beschlossen

Bei einer Gegenstimme stimmten die Abgeordneten dem „Abbruch des Abbruchs“ zu. Damit hatten sich die beiden ursprünglich auf der Tagesordnung stehenden Punkte erledigt. Den Widerspruch brauchte man nicht mehr, da es den Beschluss nicht mehr gab. So musste auch nicht mehr gegen den Widerspruch geklagt werden, der auch vom Tisch war.

„Wir wollen einen Neuanfang, wieder Vertrauen aufbauen und wieder zusammen arbeiten können“, betonte Michael Klenke. Der amtierende Bürgermeister von Brück war gemeinsam mit Dingelstaedt einer der Wortführer der Gegner einer Wiederwahl des bisherigen Amtsdirektors, Christian Großmann. Ob dieser sich erneut auf die Stelle bewirbt, ist unklar. Ebenso, ob die Streitäxte unter den Amtsausschussmitgliedern tatsächlich begraben sind.

Bisher wollten die Abgeordneten aus Golzow, Borkheide und Borkwalde die Arbeit mit dem zwischenzeitlich eigentlich auch wiedergewählten Christian Großmann fortsetzen. Linthe, Brück und Planebruch waren hingegen von Anfang an für einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung.

Von Andreas Koska

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