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Doppelte Einschulungsfeier in Brück

Grundschüler in der Oberschule Doppelte Einschulungsfeier in Brück

In Brück sind Erstklässler aus Platzgründen jetzt unter dem Dach Oberschule eingeschult worden. Eltern hatten zuvor gegen diesen Schritt protestiert. Sie fürchteten Sicherheitsprobleme für die Kleinsten. Die Schule und die Kommune als Träger sehen aktuell keinen anderen Weg bis eine geplante Erweiterung gebaut ist.

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Oberschüler haben in Brück jetzt auch Erstklässler im Haus begrüßt.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Das neue Schuljahr ist in Brück mit einem Novum gestartet. Dort lernt ein Teil der frisch eingeschulten Erstklässler nun unter dem Dach der Oberschule. Einige Eltern hatten bis zuletzt gegen diese Notlösung protestiert. Sie fürchten, dass die nun nach nebenan ausgegliederten Erst- und Zweitklässler aus den Flexklasen der benachbarten Grundschule inmitten der Jugendlichen untergehen könnten. Angesichts von Raumproblemen in der Grundschule sahen deren Leitung und die Kommune als Träger der Schulen zunächst jedoch keinen anderen Weg, bis eine geplante Erweiterung der Grundschule die Platznot entschärfen kann.

Angesichts der besonderen Situation gab es zum Auftakt des neuen Schuljahres nun an der Oberschule eine doppelte Einschulungsfeier. Zum Wochenstart wurden dort die drei siebten Klassen sowie auch die Grundschüler feierlich begrüßt. Nachdem die neuen Schüler der siebten Klassen unter dem Beifall aller und zu Klängen von „The Days“ die Treppe des Schulgebäudes herunter gekommen waren, fand Bernd Eschholz auch ernste Worte. „Seid besonders nett zu den Kleinen, sie sind aufgeregt, geht freundlich mit ihnen um und seid hilfsbereit“, forderte der Schulleiter. Als dann auch die ABC-Schützen zum Lied „Hand in Hand geht alles besser“ den Schulhof betraten, war von Aufregung nichts zu spüren. Fröhlich winkend und zur Musik der Schulband tanzend, stellten sich die Kleinen vor die Oberschüler.

„Ihr wart in der Kita die Großen und habt sicher den Kleineren geholfen, jetzt seid ihr wieder die Kleinen, aber auch wir werden Euch helfen“, versicherte Bernd Eschholz. Schon am ersten Tag versuchten Lehrer und Schüler der Oberschule, die Ängste einiger Eltern der Einschüler zu zerstreuen. Als Überraschung gab es für jedes Kind eine kleine Süßigkeit. In den Lehrerkollegien herrsch eine gute Stimmung vor. „Wir machen das Beste aus der Situation“, sagte Bärbel Neupauer der MAZ. „Wir haben vorab Gespräche geführt und gemeinsam Ideen entwickelt. Die Kommunikation ist toll“, so die Oberschullehrerin. Dieser Eindruck wird von der Grundschulseite bestätigt. „Wir fühlen uns willkommen, gehen davon aus, dass alles gut klappt“, sagt Stefanie Stankewitz. Sie leitet eine der Flexklassen mit Erstklässlern.

Als vor dem Ferien die Entscheidung bekannt wurde, die Flexklassen in der Oberschule unterzubringen, hatten einige Eltern dagegen protestiert und Anwürfe gegenüber der Oberschule vorgebracht. Die Teilnehmer der gemeinsamen Einschulungsfeier zum Wochenbeginn haben einen anderen Eindruck gewonnen. „Hier braucht keiner Angst zu haben“, versicherte Bernd Eschholz.

Wie lange die Grundschule die Räume in dem benachbarten Haus nutzen muss, ist noch nicht klar. Die Stadtverordneten beraten noch über eine Lösung der Platzprobleme. Ob die Debatten in einem Anbau münden oder vielleicht Container aufgestellt werde, ist noch nicht klar. Doch zeichnet ich schon ab, das die Grundschule zum Schulanfang 2016/2017 weitere Räume benötigt. Spätestens dann wird die Stadtbibliothek, die sich in der Oberschule befindet, weichen müssen. Damit wären drei weitere Unterrichtsräume gesichert. In der Perspektive werde jedoch auch dies nicht reichen, denn auch die Oberschule verzeichnet einen Schülerzuwachs. Es folgen geburtenstärkere Jahrgänge. Eine Unbekannte ist jedoch die Entwicklung der Oberschule zur Filiale einer Gesamtschule. Dies soll in Kooperation mit dem Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen erfolgen. Ob es dadurch einen höheren Raumbedarf geben wird oder es zu einer Entlastung führt, ist noch nicht geklärt. Eine gemeinsame Konzeptgruppe wird in den nächsten Tagen ihre Arbeit aufnehmen.

Von Andreas Koska

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