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Potsdam-Mittelmark Dorfgeschichte in Ton verewigt
Lokales Potsdam-Mittelmark Dorfgeschichte in Ton verewigt
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15:55 17.02.2016
Künstlerin Brigitte Heßler legt letzte Hand an den Fredersdorfer Skulpturen an. Quelle: Josephine Mühln
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Fredersdorf

Der Dorfbrand von 1858, das Schloss, die Kirche – das alles und mehr wird bald in Form von Tonskulpturen auf dem Kirchhof in Fredersdorf zu bewundern sein. Gefertigt wurden die kleinen Kunstwerke von den Bewohnern des Flämingdörfchens selbst.

„Nach dem Adventssingen saßen wir beisammen und überlegten, was mit dem Erlös der Veranstaltung passieren soll“, erinnert sich Maria Sternberg von der Kirchgemeinde. Traditionell werde das Geld für Kirche oder Dorf ausgegeben. Auf dem Kirchhof stehe bereits ein Kunstwerk – und so sei die Idee aufgekommen, noch weitere dazu zu stellen. Es sollte aus Ton sein und von den Dorfbewohnern gefertigt werden.

Unterstützung gab es vom „Kunstverein Hoher Fläming“

Als Maria Sternberg von dem Programm „Aktiv im Alter“ erfuhr, bewarb sie sich um Zuschüsse und erhielt sie schließlich. So konnten mit Brigitte Heßler und Ute Paulmann-Boll vom „Kunstverein Hoher Fläming“ zwei Künstlerinnen engagiert werden, die den Fredersdorfern beratend zu Seite standen. „Ohne diese Hilfe wäre es bestimmt nichts geworden“, sagt Sternberg rückblickend.

Die Fredersdorferin sei sich nicht sicher gewesen, ob das Projekt im Dorf angenommen werde, erzählt sie. Doch die Bedenken blieben unbegründet: Schon beim ersten Mal sind 13 Interessierte gekommen. Und die Zahl wuchs an den Folgeterminen weiter an. Auch Ortsvorsteher Bodo Sternberg war mit von der Partie.

Die Arbeit mit Ton war für die meisten Kursteilnehmer eine neue Erfahrung. Festgelegt wurde, dass die Arbeiten sich rund um das Thema Dorf bewegen sollten. Die Auseinandersetzung mit der Dorfgeschichte sein ein Selbstläufer gewesen, sagt Maria Sternberg. Viele vergessen geglaubte Geschichten seien zum Vorschein gekommen.

Offizielle Einweihung der Skulpturen am Ostermontag

„Wir haben uns alle am Anfang nicht vorstellen können, dass wir mit Ton arbeiten können und haben uns wenig zugetraut“, erzählt Sternberg. „Am Ende waren wir erstaunt, was unter Anleitung möglich ist.“ Die Freude an der fast fertigen Arbeit ist Sternberg anzumerken.

Jetzt müssen die kleinen Kunstwerke in der Bad Belziger Werkstatt von Brigitte Heßler noch gebrannt werden. Dann sind sie wetterfest und können auf dem Kirchhof aufgestellt werden. Die offizielle Einweihung der Skulpturen soll nach dem Ostermontagsspaziergang stattfinden. „Ich hoffe, dass beim Brennen und während des Transports nichts kaputt geht“, sagt Maria Sternberg.

Von Andreas Koska

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