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Dorfkirchen im Fläming stehen im Rampenlicht

Mittelmark Dorfkirchen im Fläming stehen im Rampenlicht

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg unterstützt seit 15 Jahren die Rettung von Gotteshäusern und anderen Sakralbauten in der Mark. In seinen anspruchsvollen Jahresheften spiegelt sich das regelmäßig wider. Dieses Mal kommt der Hohe Fläming nicht nur am Rande vor. Aus gutem Grund.

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Das neue Jahresheft des Förderkreises „Offene Kirchen“ liegt vor

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Die Kirche bleibt nicht nur im Dorf. Sie rückt dort zunehmend wieder in den Mittelpunkt des Interesses und wird Aushängeschild des Ortes. Reichlich ein Vierteljahrhundert nach der politischen Wende gibt es in diesem Frühjahr – Mitte Mai in Garrey – schon die dritte Einweihung nach der umfassenden Sanierung hierzulande zu feiern.

Die Entwicklung ist freilich keineswegs nur auf den Hohen Fläming beschränkt. Das dokumentiert die neue Jahresbroschüre des Förderkreises „Alte Kirchen“ Berlin-Brandenburg. 1990 gegründet ist es sein Ziel, Kiirchen und Sakralbauten nicht nur zu erhalten, sondern zu beleben. Knapp 600 Mitglieder hat der Verein derzeit.

Mit dem Fahrrad unterwegs auf Luthers Spuren

War sein Heft anfänglich nur ein Katalog mit Adressen von Kirchen auf dem Land, die bei Ausflügen jederzeit besichtigt werden können, so ist es jetzt viel mehr. Bernd Janowski ist ein immer wieder spannendes Kompendium, ein Lesebuch zum Thema Kirche gelungen. In diesem Jahr, wen wundert’s, lautet das Schwerpunktthema „Reformation“.

In dem Zusammenhang finden Kirchen aus dem Hohen Fläming zwar eher am Rande, aber doch vielfach Erwähnung. Susanne Glogger thematisiert in ihrem Aufsatz das Luthergedenken im Wandel der Zeit. Mit dem Lutherbrunnen in Dietersdorf, wo der Reformator gerastet haben soll, der Lutherlinde in Treuenbrietzen und den Gedenkstein an der Marienkirche in Bad Belzig, wo Luther mit der Visitation beauftragt war, werden immerhin drei hiesige Orte angeführt.

Kirchen im Fläming finden Erwähnung

Theda von Wedel-Schunk ist Regionalbetreuerin des Förderkreises unter anderem für den Hohen Fläming. Sie hat sich auf einen Fahrradausflug entlang des Europaradwegs R 1 auf Luthers Spuren begeben. Sie zeigt sich von der Lambertuskirche in Brück begeistert, lobt die Sanierungsarbeiten an der Briccius-Kirche in Bad Belzig, macht einen Abstecher zu der frisch renovierten Kirche in Lühnsdorf und versäumt es nicht in Garrey vorbeizuschauen. Der Autorin gelingt damit ein einladendes Porträt für die Region. Es dürfte sicher einige Enthusiasten zu einem ähnlichen Ausflug animierten, vor allem da auch auf Übernachtungsmöglichkeiten hingewiesen wird.

Startkapital für Retter

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg vergibt auch in diesem Jahr bis zu fünfmal 2500 Euro an neu gegründete Vereine, die sich in ihrer Satzung den Erhalt einer Kirche als Vereinsziel gesetzt haben.

Seit 15 Jahren wird diese Anschubfinanzierung ausgelobt. Fast 90 Empfänger konnten mit einer Gesamtsumme von rund 190 000 Euro in der Mark schon bedacht werden.

Bewerben kann sich jeder Verein, der zwischen Januar 2015 und April 2017 gegründet wurde. Ebenfalls bewerben können sich nicht eingetragene Vereine, sofern sie über die Kirchengemeinde hinaus wirken und die Beständigkeit ihrer Arbeit glaubhaft darstellen können.

Die Bewerbungsfrist – beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, Postfach 02 46 75, 10128 Berlin, 030 / 4 49 30 51 – endet am 30. April.

Wer mag, kann sich jedoch auf Grundlage der Liste der „Offenen Kirchen“ eine eigene Route zusammenstellen. Sind doch von Alt Bork bis Zixdorf 45 Kirchen aus dem Fläming aufgeführt. Dass man das 500. Reformationsjubiläum und Martin Luther aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann, zeigt der Geschäftsführer des Förderkreises Alte Kirchen Bernd Janowski. Er begibt sich auf die Reformationsspuren in den Werken des märkischen Walter Scotts, wie Willibald Alexis häufig bezeichnet wird. Ob „Die Hosen des Herrn von Bredow“ oder „Der Werwolf“, die historischen Romane spielen zwischen dem Hohen Fläming und Kloster Lehnin. Eine unterhaltsame Lektüre jenseits der wissenschaftlichen Abhandlungen zum Thema.

Info: Das 125 Seiten starke Heft kostet 4,50 Euro, kann im Buchhandel oder den beteiligten Kirchen erworben werden.

Von Andreas Koska

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