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Dorv-Club wechselt Vereinsvorstand aus

Seddin Dorv-Club wechselt Vereinsvorstand aus

In seiner Jahreshauptversammlung am Freitagabend hat der Dorv-Club Seddin (DCS) seinen Vereinsvorstand fast komplett ausgewechselt. Der neuen Vereinsführung gehören nach der Wahl nur die bisherigen Vorstandsmitglieder Georg Vieth (neuer 1. Vorsitzender) und Veit Kolbe (neuer 2. Vorsitzender) an, der auch den Sportbereich des Vereins weiter betreut.

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Der neue DCS-Vorstand: Georg Vieth, Veit Kolbe, Ulrike Schirrwagen sowie Andreas Ulrich (v. l.). Nicht im Bild: Martina Schönherr-Bald.

Quelle: H. Helwig

Seddin. In seiner Jahreshauptversammlung am Freitagabend hat der Dorv-Club Seddin (DCS) seinen Vereinsvorstand fast komplett ausgewechselt. Der neuen Vereinsführung gehören nach der Wahl nur die bisherigen Vorstandsmitglieder Georg Vieth (neuer 1. Vorsitzender) und Veit Kolbe (neuer 2. Vorsitzender) an, der auch den Sportbereich des Vereins weiter betreut. Neu im Vorstand sind die Sparkassenangestellte Ulrike Schirrwagen aus Neuseddin (Finanzen), die Juristin Martina Schönherr-Bald (Kultur) und der Marktleiter Andreas Ulrich. Schönherr-Bald hatte bereits in den Jahren 2013 bis 2015 dem DCS-Vorstand angehört. Bis zu ihrer vollständigen Genesung nach einem kürzlichen schweren Skiunfall wird das bisherige Vorstandsmitglied Marion Brügmann die Kulturarbeit weiter managen. Ulrich ist als Leiter des Dorv-Ladens der Verbindungsmann zum DCS, da der frühere Vereinsvorsitzende und ehrenamtliche Mit-Geschäftsführer des Marktes, Michael F. G. Schmidt, nicht mehr den Vereinschef stellt. Dorv steht für (D)ienstleistungen und (o)rtsnahe (R)undum(v)ersorgung.

Nach sechs Jahren sei eine „gewisse Verjüngung“ der Vereinsspitze notwendig und er selbst „schon ein bisschen aufgerieben“, begründete Schmidt seinen Rückzug. Er dankte seinen Mitvorkämpfern für das Dorv-Projekt Ellen Krahnert, Annette Knodel und Olaf Leistner für deren Einsatz. Warum Rosemarie Lippold trotz ausdrücklichen Lobes ihre Finanzarbeit im Vorstand nicht weiterführen wollte und auch Marion Brügmann ausstieg, behielten die beiden für sich.

Mit der wechselnden Besetzung zweier so wichtiger Positionen wie Kultur und Finanzen ohne eine Übergangszeit fängt der Verein wieder bei Null an, sorgt sich Olaf Leistner um die Zukunft des Dorv-Clubs. Im vergangenen Jahr hatte der DCS sein gutes Image weiter ausbauen können, wie Brügmann bilanzierte. Der Vereinschor, der jeden Montag im Dorv-Zentrum probt, trat in der Weihnachtszeit erstmals in der Fresdorfer Kirche auf und machte damit das Seddiner Projekt auch überregional bekannt. Durch den Zuzug vieler junger Familien nach Seddin war das Kinderfest im vorigen Jahr ein Erfolg und soll zu einer Tradition werden. Relativ neu im Programm ist ein Kreativangebot ebenfalls am Montag, das sehr gut angenommen wird. Auch personell konnte der DCS dazu gewinnen. Mit 14 neuen Fördermitgliedern im Vorjahr ist der Verein zum Jahresende 2016 auf insgesamt 114 Mitglieder angewachsen.

Nicht zufrieden war der alte Vorstand mit der Teilnahme an den Arbeitseinsätzen des Vereins. Kamen im Frühjahr noch 14 DCS-Mitglieder, so waren es im Herbst nur vier Aktivisten. Doch auch er musste sich vorwerfen lassen, mehreren Flüchtlingen aus Neuseddin die Teilnahmegebühr am Boule-Turnier – dem französischen Kugelspiel – nicht erlassen zu haben. So bezahlten die Seddiner Annette Knodel und Bernd Lehmann, die die Flüchtlinge eingeladen hatten, den Betrag aus der eigenen Tasche. Einige DCS-Mitglieder nannten das Verhalten des alten Vorstandes am Freitagabend „beschämend“, zumal der Dorv-Club Seddin Mitglied im Netzwerk „Neue Nachbarn“ ist, das sich in Seddiner See um die Integration der ausländischen Mitbürger bemüht.

Es habe in der jüngeren Vergangenheit „zu viele Reibungsverluste“ gegeben, räumte der neue Vorsitzende des Vereins nach der Versammlung gegenüber der MAZ ein. Sein Vorstand wolle wieder „zur harmonischen Arbeit zurückkehren“, sagt Georg Vieth.

Von Heinz Helwig

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