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Drei Dörfer feiern 2018 runde Geburtstage

Götz, Schenkenberg, Jeserig Drei Dörfer feiern 2018 runde Geburtstage

So viele Jubiläen gab es schon lange nicht auf einen Schlag. 2018 stehen in der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) drei Ortsgeburtstage an. Götz wird 825, Schenkenberg 90 und Jeserig 650 Jahre alt. Die Vorbereitungen laufen längst auf Hochtouren.

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Wie zum 800-jährigen Jubiläum kann Götz 2018 wieder feiern. Diesmal jedoch ohne Festumzug.

Quelle: Rüdiger Böhme

Groß Kreutz (Havel). In drei von acht Ortsteilen können die Einwohner zwischen Havel und Emster im neuen Jahr ein Jubiläum feiern. In Götz laufen die Vorbereitungen zur 825. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung auf Hochtouren. „Es sind vor allem unsere Vereine, die sich mit dem Ortsbeirat Gedanken über die Ausrichtung des Ehrentages machen“, sagte Ortsvorsteher Detlef Lemke der MAZ. Gefeiert wird das 825-jährige Bestehen von Götz am 2. Juni auf dem Sportplatz, wo ein großes Festzelt aufgebaut wird.

Drei Termine vormerken

Götz feiert sein 825-jähriges Bestehen am 2. Juni 2018 auf dem Sportplatz. Akteure sind vor allem die Vereine.

Schenkenberg blickt vom 22. bis zum 24. Juni auf sein 90. Gründungsjahr zurück. Die Eröffnung findet auf dem Sportplatz statt.

Jeserig hat sich den 15. September für die 650-Jahr-Feier ausgesucht. Das bunte Treiben spielt sich vor dem Bürgerhaus ab.

Das Jubiläum geht auf die „Geburtsurkunde“ aus dem Jahr 1193 zurück, als Markgraf Otto II. dem Kloster Lehnin, die bereits von seinem Vater Otto I. gewährte Ausstattung durch neue Besitzungen vermehrte. Als Ville Gotiz wurde darin der Ort Götz erstmals schriftlich erwähnt. Ganz so üppig wie zur 800-Jahr-Feier wird es 2018 im Dorf nicht zu gehen. „Auf einen Festumzug werden wir verzichten. Dafür gibt es unter der Federführung des Heimatvereins einen Tag lang Spaß und Unterhaltung“, verspricht Ortsvorsteher Lemke. Ein Höhepunkt wird der Auftritt des Landespolizeiorchesters sein. Auch die Götzer Kita und die Kameraden der Feuerwehr bringen sich in das Festgeschehen ein. Das Turmfest im Oktober auf dem 108 Meter hohen Götzer Berg wird es trotz der aufwendigen Jubelfeier geben.

Gleich drei Tage lang wollen die Schenkenberger den 90. Geburtstag ihres Dorfes begehen. Und zwar vom 22. bis zum 24.Juni. „Das Festkomitee ist bereits seit einem halben Jahr aktiv“, berichtet Ortsvorsteher Christian Sommer. Mit einem Fußballvergleich soll das Festwochenende eröffnet werden. Es gibt Straßenwettkämpfe, Frühschoppen, Führungen auf dem Telegrafenwanderweg und vieles mehr. Auch in Schenkenberg sind es die Vereine, Feuerwehr, Kita und Kirchengemeinde, die mit inzwischen über 40 Helfern für ein gutes Gelingen der Veranstaltungen sorgen wollen, die sich hauptsächlich auf dem Festplatz abspielen. Mit dabei ist die Drehleiter der Feuerwehr Ketzin, zum Tanz spielt die Gruppe Extraleicht auf.

Schenkenbergs Ortsvorsteher Christian Sommer

Schenkenbergs Ortsvorsteher Christian Sommer: „Die Vorbereitungen auf das Jubiläum laufen schon seit einem halben Jahr.“

Quelle: Marion von Imhoff

Das historisch junge Schenkenberg wurde 1928 eine selbstständige Gemeinde, nach dem drei Jahre zuvor die Siedlungsgemeinschaft „Märkische Scholle“ große Flächen erwarb und in zahlreiche Siedler- aber auch Bauernstellen parzellierte. Nach der Wende erlebte der Ort vor allem durch die neue Kirschbergsiedlung einen deutlichen Einwohnerzuwachs.

Die Jeseriger feiern den 650. Jahrestag der schriftlichen Ersterwähnung am 15. September. Das gesamte Programm wird sich vor dem Bürgerhaus an der B 1 abspielen. Gestartet wird mit einem Hähnekrähen, das die Rassegeflügelzüchter ausrichten. Die Linedancer treten auf, eingeladen wird zum Tanz mit Showprogramm. Schule, Kita, Feuerwehr reihen sich in den Veranstaltungsreigen ein. Feststimmung dürfte dann auch deshalb herrschen, weil bis dahin der Bau der neuen Kita begonnen haben dürfte. Allerdings hat Ortsvorsteher Andreas Gohlke noch einen anderen Wunsch – die Reaktivierung des Jeseriger Gewerbegebietes als Mischgebiet mit teilweiser Ausweisung als Bauland. Denn das ist rechts und links der Bundesstraße 1 knapp geworden. Jeserig wurde 1368 erstmals als „Jezerik“ schriftlich erwähnt. Der Name wurde von der slawischen Bezeichnung für See abgeleitet. Dieser ist heute weitgehend verlandet.

Von Frank Bürstenbinder

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