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Potsdam-Mittelmark Drei Ideen für den Turnhallenbau
Lokales Potsdam-Mittelmark Drei Ideen für den Turnhallenbau
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15:31 17.02.2017
Die Turnhalle an der Hans-Grade-Schule in Borkheide: Die Fläche reicht schon lange nicht mehr aus. Quelle: Johanna Uminiski
Borkheide

Die Turnhalle an der Hans-Grade-Grundschule platzt aus allen Nähten Doch für den geplanten Neubau ist viel zu bedenken. Als sich die Gemeindevertreter jetzt mit dem Vorhaben befasst haben, kam eine überraschende Vielzahl an Überlegungen und Varianten zur Sprache.

Um Rat gebeten waren vier Experten, gekommen sind nur drei. Den Anfang machte Arne Ahlert aus Wiesenburg. Er stellte verschiedene Hallengrößen vor. Die kleinste Halle misst 15 mal 27 Meter, die größte 25,5 mal 44 Meter. Die Kosten reichen von knapp 1,5 bis über drei Millionen Euro. Die Kommune muss sich daher sehr genau überlegen, welche Sportarten tatsächlich ausgeübt werden, welche Größe dafür erforderlich ist, welchen Boden und sonstigen Standard sie möchte.

Die Energiestandards müssen selbstverständlich einhalten werden, so der Fachmann, der Albert-Baur-Halle in Bad Belzig und die Halle am Wiesenburger Flämingstadion konzipiert hat. Auf dem Lande sind reine Sporthallen denkbar, die nur gelegentlich für andere Veranstaltungen genutzt werden.

Edda Haage mit Weitblick

Auf Vorschlag der Gemeindevertreterin Edda Haage (SPD) will sich die Gemeindevertretung eine der vorgeschlagenen Hallen einmal abschauen.

Planer Carsten Spangenberg hatte sein Sporethallen-Projekt für die Thomas-Müntzer-Oberschule Ziesar vorgestellt. Das Gebäude ist in Stahlleichtbauweise errichtet und vergleichsweise preiswert. Edda Haage schlug spontan einen „Betriebsausflug nach Ziesar“ vor, was auf Zustimmung traf.

Darüber hinaus möchte Edda Haage, dass die Eröffnung der Halle würdig begangen wird.

Die Abgeordnete kann sich in Anlehnung ihre eigene Veranstaltungsreihe die Feier als besonderen „Besonderen Abend“ vorstellen.

„Die Bauherren wissen noch nicht genau, was sie wollen, möchten aber gleichzeitig wissen, was es kostet.“ Vor diese Herausforderung sah sich auch Carsten Spangenberg aus Brandenburg/Havel. gestellt, der unter anderem die Emsterlandhalle in Lehnin zu verantworten hat. Auch er weist darauf hin, im Vorfeld genau zu klären, wie viele Personen die Halle nutzen werden.

Ab 200 Personen ändern sich viele rechtliche Grundlagen. So sind breitere Rettungswege und mehr Sanitärräume einzuplanen. Die Gemeinde muss sich auch für eine Bauart entscheiden, für Massivbau oder Stahlleichtbau. Sollen auch die Wände an den Stirnseiten wie der Boden flächenelastisch gebaut werden? Soll eine eventuelle Tribüne beweglich oder fest errichtet werden? Während bei reiner sportlicher Nutzung nur der Nachhall begrenzt werden muss, sind bei gleichzeitiger kultureller Nutzung weit größere akustische Ansprüche zu erfüllen. Welche und wie viele Geräte sollen fest installiert werden?

Halle im mittleren Preissegment

Dann wagt Spangenberg doch eine Prognose. Er sieht für Borkheide eine Halle im mittleren Preissegment und kommt inklusive Grundausstattung auf 1900 Euro je Quadratmeter, was eine Investition von 1,5 Millionen Euro bedeuten würde. Der Bau braucht laut Spangenberg bestenfalls drei Monate Vorbereitung, sechs Monate für die Baugenehmigung und ein Jahr Bauzeit.

Antje Paul vom Treuenbrietzener Planungsbüros Paul und Störmer, die bereits die Entwurfsplanung für den geplanten Anbau an der Hans-Grade-Grundschule verantwortlich war, kennt sich in den örtlichen Gegebenheiten besonders gut aus. Sie stellte drei Varianten vor: Zum einen den Neubau außerhalb des bisherigen Schulgeländes. Für den Bürgermeister ergäbe sich daraus eine interessante Situation, würden doch Schule und Sportplatz zu einem Bildungscampus verbunden werden.

Anbau ist auch eine Möglichkeit

Allerdings liegt das in Betracht gezogene Gelände im sogenannten Außenbereich. Damit gibt es keine Aussicht auf eine Umwandlung des dortigen Waldes, was freilich den Hinweis auf andere Auffassungen bei der Errichtung von Windrädern provozierte. Die zweite Möglichkeit besteht im Abriss der jetzigen Halle und der Errichtung einer neuen auf derselben Stelle. Intensiver diskutiert wurde jedoch die dritte Variante: ein Anbau.

Die alte Halle könnte dann wahlweise als Sanitärtrakt ausgebaut oder als Mehrzweckhalle genutzt werden. Gleichzeitig würde die teure Entsorgung der alten Dämmstoffe gespart. Dann aber müssten Sanitäranlagen ergänzt werden.

Reichlich Stoff für Überlegungen. Oder wie Bürgermeister Andreas Kreibich es ausdrückt: „Die Entscheidung soll reifen.“

Von Andreas Trunschke

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