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Drei Künstler wirken in der Ziegelei

Glindow Drei Künstler wirken in der Ziegelei

Hella Berent aus Köln ist eine der drei Künstler, die am Sonntag in der Neuen Ziegelmanufaktur ihre vor Ort geschaffenen Kunstwerke präsentieren. Berent zeigt beispielsweise ihre Skulptur „Haus des Flüchtlings“. Die Vernissage findet am 4. September um 16 Uhr in der Glindower Alpenstraße 47 statt.

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Künstlerin Hella Berent zeigt in Glindow ihre Kunst.

Quelle: Foto: Fröhlich

Glindow. Am Wochenende rückt die Ziegelmanufaktur Glindow in den Fokus von Kunstliebhabern. Drei anerkannte Künstler schufen an diesem Ort innerhalb von zwei Wochen individuelle Kunstwerke und ließen sich dabei von dem traditionsreichen Betrieb inspirieren. Am Sonntag, 3. September, werden sie ihre Werke präsentieren.

Hella Berent, eine Künstlerin aus Köln, verarbeitet die Ziegelsteine zum Beispiel in ihrem „Haus des Flüchtlings“ – eine begehbare Skulptur, die nach Osten ausgerichtet ist. In diesem Raum steht eine Trauerweide und aus dem Boden wächst Gras. Zeigen will Berent damit eine Differenz zwischen Ost und West, die in der Schwebe hängt. In den westlichen Ländern sei alles darauf ausgerichtet, eine Vollendung zu schaffen, während das im Orientalischen beispielsweise anders ausgelebt wird, so Berent. Die 68-Jährige lernte Dieckmann vor fünf Jahren in Potsdam bei einer Ausstellung kennen und der Ziegelei-Inhaber zeigte ihr daraufhin seine Manufaktur. „Ich habe schon immer mit Ziegeln gearbeitet“, sagt die Künstlerin. 1998 stellte sie beim Europäischen Keramikzentrum sogar selbst Steine her.Die Skulptur „Haus des Flüchtlings“ hatte sie bereits im Jahr 1999 schon einmal gezeigt, damals aber im Zusammenhang mit den Flüchtlingen aus Bosnien und dem Kosovo.

Mit dabei sind am Sonntag außerdem Chris Hinze aus Potsdam, der den „Schnittmeister“ zeigt, und der Installationskünstler Johannes Pfeiffer aus Ulm, der den Ringofen in Szene setzen wird. Bei einem Fest findet die Vernissage ab 16 Uhr statt. Grußworte werden Harald Dieckmann und Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte für das Kulturland Brandenburg sprechen. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kulturland Brandenburg 2016 „Handwerk zwischen gestern & übermorgen“ statt. Der Eintritt ist frei.

Von Luise Fröhlich

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