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Drei Tage lang brodelte der Festtagskessel

21. Sabinchenfest in Treuenbrietzen Drei Tage lang brodelte der Festtagskessel

Die 21. Auflage des Treunbrietzener Stadtfestes war ein voller Erfolg. Viele Akteure vor und hinter den Bühnen verhalfen dem Sabinchenfest, das mit einem vielfältigen Programm zu glänzen wusste, zu neuem Glanz. 3500 Besucher zählten die Organisatoren allein am Freitagabend.

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Zum „Kinderquatsch“ hatte Clown Locci am Eröffnungstag auf der kleinen Bühne vor dem Rathaus geladen. Anders als beim Sabinchenfest ging dabei natürlich jede Menge schief. Zum Glück fand er Helfer.

Quelle: U. Klemens

Treuenbrietzen. Die Rückkehr des Treuenbrietzener Sabinchenfestes auf seinen Stammplatz in der Großstraße ist gelungen. Tausende Besucher wurden dort an den zurückliegenden drei Tagen auf der Suche nach Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus fündig. Dem oft zu hörenden Slogan „Ein Fest für Jung und Alt und für jeden Geschmack“ verhalfen die Akteure vor und hinter den Bühnen auch bei der 21. Auflage des Stadtfestes zu neuem Glanz.

3500 Besucher allein am Freitag

Die Vielfalt des Programms erforderten nicht nur von den Aktiven, sondern auch von den Besuchern ganzen Einsatz. Der Blick auf den mehrseitigen Programmzettel machte die Wahl zur sprichwörtlichen Qual, denn an Höhepunkten mangelte es an keinem der Festtage.

Besinnliches, wie etwa die Orgelmusik zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung in der Marienkirche zur Geschichte der deutschen Wiedervereinigung, heitere Klassik, schwungvolle Blasmusik, sinnlicher Blues zu nächtlicher Stunde und rockiger Sound samt Tanz auf dem Altstadtpflaster ließen schon bei der Musikauswahl kaum Wünsche offen.

3500 Besucher zählten die Organisatoren des Sabinchenvereins allein am Freitagabend vor der Hauptbühne am Sabinchenbrunnen. Mindestens ebenso viele dürften es an den anderen Tagen gewesen sein, die sich auf der Festmeile zwischen Marienkirche und Heimatmuseum tummelten.

Offene Höfe, glückliche Gesichter

Gelegenheiten, sich außerhalb der großen Programmpunkte zu amüsieren, gab es reichlich. So glückliche Gesichter wie hier, sieht man bei Besitzern von Karussellen und Co. nur selten. Kindertheater und Mitmachkonzert für jedermann, ein zweitägiger Trödelmarkt, offene Höfe, auf denen Anwohner und Gewerbetreibende zum Schauen einluden und dergleichen mehr gehörte zu den Angeboten.

Beim großen Festumzug am Sonntagvormittag blieb rings um den Marktplatz kein Stehplatz mehr frei. Die frisch gekürten Sabinchenpaare Eileen Anders und Olaf Heilmann, sowie Pauline Schneider und Dennis Kietzke ließen sich dabei ganz herrschaftlich in der Kutsche chauffieren. „Ich brauch’ auch eine Kutsche“, stöhnte Stadtbüttel Matthias Lindemann, der in schwerer Uniform mit Blechbesatz zu Fuß den Umzug anführte.

Auf dem Skateboard unterwegs

Ein Wettbewerb und ein Schnuppertraining auf dem Skateboard-Parcours gehörte zu den Neuerungen der 21.Sabinchenfestspiele.
Das Starterfeld des Wettbewerbes war mit sieben Teilnehmern aus Brück, Wiesenburg, Potsdam und Treuenbrietzen überschaubar, das große Feld der Zuschauer nicht. Sieger des Wettbewerbes war Jonas Merkel (14 Jahre) aus Treuenbrietzen.
Die Idee stammte von Matthias Weichmann vom Festkomitee, der die Treuenbrietzener Skateboard-Enthusiasten Chris Steindorf und Kay List als Organisatoren gewinnen konnte.
Mit im Boot waren die Veranstaltungs-AG des Treuenbrietzener Gymnasiums „Am Burgwall“, die Berliner Firma „Titus“, die die zweitägige Veranstaltung moderierte und die Skateboardfreunde des Mellowparks Berlin, die den Parcours zur Verfügung stellte.
Seit zehn Jahren gibt es in der Sabinchenstadt einen eigenen Skaterpark mit fest verbauten Hindernissen. Besonders in den Sommermonaten ist das Gelände in der Nähe des Schwanenteiches von Jugendlichen als Freizeitpark stark frequentiert.

Dass beide Gast-Spielmannszüge den Treuenbrietzenern kurzfristig abgesagt hatten, trübte bei herrlichstem Sonnenwetter die Stimmung keineswegs. Sämtliche Vereine der Stadt, Kindergärten und das Gymnasium sonnten sich im Beifall der Zuschauer.

Verein zieht positive Bilanz

„Das Fest gefällt uns sehr gut, auch wenn es im Vorjahr in der Breiten Straße noch gemütlicher war“, waren sich die Treuenbrietzener Heidi (69) und Horst (75) Schindewolf sicher. „Man merkt, dass sich die Organisatoren alle Mühe gegeben haben und die Stimmung bei den Besuchern ist super“, sagten die beiden. Das bisschen Regen am Sonnabend hab jedenfalls nicht gestört. „Der Umzug und das Bühnenprogramm hat uns und unseren Bekannten aus Babelsberg am besten gefallen.“

Auch die 30-jährige Stefanie Sieg gehörte zu den zufriedenen Sabinchenfest-Besuchern. „Es gibt eigentlich nichts auszusetzen, außer, dass es in der Breiten Straße ruhiger war und man mehr schlendern konnte. Das Musikfestival mit Matthias Weichmann ist sehr schön und, dass es so viele Angebote für Kinder gibt. So viele Stände zum Stöbern, zum Beispiel mit Schmuck, gab es früher nicht.“

Entsprechend positiv fällt auch die erste Bilanz im Sabinchenverein aus. „Die Stimmung unter den Besuchern hätte nicht besser sein können und es hat alles reibungslos und ohne Zwischenfälle geklappt“, freut sich Schatzmeister Thomas Boje.

Von Uwe Klemens

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