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Potsdam-Mittelmark Drei Verletzte in den Spuklöchern
Lokales Potsdam-Mittelmark Drei Verletzte in den Spuklöchern
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11:03 22.10.2013
Die beteiligten Fahrzeugswracks nach dem Unfall auf der B 107. Quelle: Dirk Fröhlich
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Jeserig/Fläming

 Der Unfallverursacher sei, aus Richtung Jeserig/Fläming kommend, mit seinem VW Passat ins Schleudern geraten. Schließlich kam es zum Zusammenstoß mit dem Peugeot einer 18-Jährigen, die auf der Gegenspur unterwegs gewesen war. In der Folge ist sein Volkswagen schließlich gegen die Leitplanke gedrückt worden. Die Beifahrerin wurde darin eingeklemmt.

Glück im Unglück: Die Freiwillige Feuerwehr Wiesenburg – von einem anderen Einsatz gerade ins Gerätehaus zurückgekehrt – war sofort startklar. Gemeinsam mit Kameraden aus Reetz und Jeserig/Fläming haben sie mit hydraulischen Werkzeugen die 46-Jährige aus dem Wrack befreit und geborgen. Auch die Versorgung der anderen beiden beteiligten Personen oblag ihnen zunächst. Denn die schnelle medizinische Hilfe musste erst geordert werden, da die Kollegen des naheliegenden Rettungsdienst-Stützpunktes Jeserig/Fläming bereits an einen anderen Ort ausgerückt waren.

Schließlich kamen dann drei Krankenwagen, zwei Notarztwagen und ein Hubschrauber zum Ort des Geschehens. Die Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus geflogen. Die beiden anderen Personen wurden ebenfalls stationär aufgenommen.
Die Bundesstraße war für einige Zeit gesperrt. Der Sachschaden an den nicht mehr fahrtauglichen Autos wird mit 8000 Euro beziffert.

Die Piste an den Spuklöchern ist und bleibt ein Unfallschwerpunkt im Hohen Fläming. Zwischen den Anschlussstellen Köselitz (A 9) und Ziesar (A 2) gelegen, hat sie in den vergangenen Jahren schon mehrere Tote und Verletzte gefordert. Der ausgeschilderte brenzlige Verlauf und die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung – aktuell gilt dort ein Tempo-60-Limit – werden vor allem von Ortsunkundigen häufig ignoriert oder unterschätzt. Einheimische meiden möglichst die Strecke. Dabei hat der Landesbetrieb Straßenwesen – im Zuge der Planung für einen straßenbegleitenden Radweg – die Entschärfung der Situation vorgeschlagen, aber kein Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde erzielt.

Kommentar

Der tragische Zusammenstoß von zwei Autos vom Sonntagabend auf der B 107 bei Jeserig/Fläming ist ein Drama. Drei Verletzte sind zu beklagen. Schuld an der Kollision sind wohl weder Straßenverlauf noch Bäume, Leitplanken oder andere Randerscheinungen. Dennoch setzt sich ein Reigen von Unglücken fort, der die Piste an den so genanten Spuklöchern zu traurigen Spitzenwerten in der Unfallstatistik führt. Dem ist allein mit dem Aufstellen von Schildern und der Ausweisung von Tempolimits augenscheinlich nicht beizukommen. Diese Realitäten gilt es anzuerkennen und dann im Interesse von Menschenleben endlich eine Änderung der gefährlichen Situation herbeizuführen.

Von René Gaffron

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