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Potsdam-Mittelmark Drei junge Männer starten „lokal genial“
Lokales Potsdam-Mittelmark Drei junge Männer starten „lokal genial“
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20:42 03.06.2016
Markus Schulze, Benedikt Schulz, Meiko Kraatz (v.r.) haben ihr Lokal in Beelitz eröffnet. Quelle: C. Krause
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Beelitz

Ängstlich sind die drei jungen Männer jedenfalls nicht. Für die Eröffnung ihres ersten Restaurants „lokal genial“ in der Hermann-Löns-Straße hatten sie den 1. April gewählt. Kein Scherz! Und ausgerechnet in der Startphase ist die Straße vor der Tür Baustelle. Die mehrmonatige Sperrung samt Umleitung ist eine Herausforderung. „Wir sehen es positiv: Extra für uns machen sie die Straße neu“, sagt Markus Schulze und grinst. Der 32-Jährige ist der Inhaber des neuen Lokals, das einst „Rosenthals Waldidyll“ hieß und durch seinen großen Wintergarten bekannt ist. Nach dem Tod der Besitzerin war das Haus mit Pension gut ein Jahr dicht.

Schulze ist ein echter Beelitzer Junge und als gelernter Koch durch Hotels und Gaststätten zwischen Alpen und Harz gekommen. Längst war er der Meinung, dass man „irgendwann seinen eigenen Laden haben will“. Seinem Kollegen Meiko Kraatz (29), den er aus der Küche des Berliner „Ellington“ kennt, und dessen Kumpel, Hotelfachmann Benedikt Schulz (24), ging es ähnlich. Warum also nicht in Beelitz? So schmiedeten die Drei ein Zukunftskonzept. Als die beiden Auswärtigen im August 2015 vor dem „Waldidyll“ standen, fielen nur zwei Sprüche. „Geiler Wintergarten“ (Schulz) und „Ganz schön verwildert, sieht nach viel Arbeit aus“ (Kraatz).

Doch die Entscheidung war gefallen und die Männer gingen mit Freunden und Familien ans Werk, den „Laden“ und sein Umfeld flott zu machen. Es ist heller und moderner geworden, sogar der alte Kamin im Gastraum kommt jetzt zur Geltung, der Terrasse und den drei Pensionszimmern ist die Frischzellenkur gut bekommen. „In Berlin hätte es das Trio so nicht gegeben, aber weil Markus hier zu Hause ist, haben wir es gewagt“, gesteht der Hotelfachmann, der auch schon Küchen vertrieben hat und jetzt Restaurantleiter ist. An die 80 000 Euro wurden bislang investiert. Den Kredit trägt der Inhaber, aber auch die anderen beiden („Wir sind ja nur Angestellte“) „müssen damit schlafen“. Neben den Gründern kümmern sich eine Küchenhilfe, eine Dame im Service und zwei Aushilfskräfte um die Gäste, die dort bereits Feste feiern und nach Silvester fragen. Inzwischen ist auch dafür das Paket mit Tombola, Tanz und Büfett geschnürt.

Wollen mit Freundlichkeit, Frische, regionaler Qualität und Kreativität punkten: Inhaber und Koch Markus Schulze, Koch Meiko Kraatz und Hotelfachmann Benedikt Schulz (v.r.n.l.). Quelle: Claudia Krause

Das Haus hat 60 Plätze innen und 24 außen. Und der Name ist Programm: Auf die Teller kommt Regionales und Saisonales. „Wir wollen anbieten, was wir als Kind bei Oma gegessen haben, immer auch experimentieren, aber nicht abgehoben sein“, sagt Schulze. Für die Gerichte werden etwa Spargel aus Zauchwitz, Obst und Gemüse von Werderfrucht, Stör aus Rottstock, Räucherfisch aus Seddin und Kaninchen aus Beelitz geordert. „Wir möchten ein bisschen testen, wie weit wir gehen können beim Gast, aber die klassische Basis soll erkennbar sein“, betont Koch Kraatz, der die Rezepte schreibt. Gepflegt werde die klassische Zubereitung, nur „modern interpretiert“. Gern klären die Köche auf oder reichen Kostproben. Beim Beelitzer Spargelfest am 4. Juni dürfen die Männer übrigens von 15.35 bis 15.50 Uhr auf der Hauptbühne ihren „Spargelknusper“ vorstellen.

Info: Geöffnet Montag und Mittwoch bis Freitag 17 bis 22 Uhr; Samstag/Sonntag und feiertags ab 11 Uhr, Telefon: 033204 73 99 81

Von Claudia Krause

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