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Potsdam-Mittelmark Drei neue Standorte für Sabinchen vorgestellt
Lokales Potsdam-Mittelmark Drei neue Standorte für Sabinchen vorgestellt
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16:48 10.04.2018
Für den neuen Standort der Treuenbrietzener Sabinchen-Skulptur gibt es drei Vorschläge. Unter anderem den vor dem Gasthaus „Sonneneck“. Quelle: Büro Lange
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Treuenbrietzen

In der Großstraße vor dem Gasthaus „Sonneneck“, vor dem Bistro an den Hakenbuden oder am kürzlich neu entstandenen Platz hinter der Nikolaikirche in der Bäckerstraße könnte die Treuenbrietzener Sabinchenfigur, die vom Rathausbrunnen weichen soll, ihren neuen Standort finden. Entsprechende Entwürfe hat Gunnar Lange am Donnerstagabend im Rahmen eines Bürgermeistergespräches erstmals öffentlich vorgestellt. Rund 170 Gäste verfolgten in der Aula des Gymnasiums die Präsentation des Bad Belziger Landschaftsplaners und diskutierten erneut vehement über das Projekt insgesamt.

Öffentliche Debatte geplant

„Aus zunächst sieben Varianten haben wir drei in die engere Wahl genommen“, erklärte der Architekt. Über diese soll in den kommenden Wochen diskutiert werden. Dazu will die Verwaltung die Entwürfe ab Montag auch auf der Internetseite der Stadt sowie im Rathaus zugänglich machen. Unterdessen beginnen am Montag die bis Ende Mai geplanten Arbeiten zur Sanierung der maroden Wassertechnik des Rathausbrunnens sowie zu dessen Neugestaltung. Dabei bleiben der Sockel und die Brunnenfigur zunächst unangetastet.

An den Hakenbuden müssten zehn Parkplätze weichen, um dem Sabinchen einen Wirkungsraum zu schaffen. Quelle: Büro Lange

Gunnar Lange plädierte dafür, der Sabinchenfigur unbedingt weiter einen prominenten Standort im Stadtbild zu schaffen. „Die Stadt muss im Marketing weiter mit der Dame leben“, so der Architekt. Für ihn ist eine Aufwertung des neuen Standortes zwingend. Dazu sollten Bezüge zur bekannten Sabinchen-Moritat an Tafeln oder im Boden um das Denkmal herum eingebracht werden. Auch muss die Figur „unbedingt weiter auf einem Sockel stehen, um zu wirken“, sagte Lange. Er schlug daher vor, den oberen Sockel samt Sabinchen und Schuster komplett vom jetzigen Standort am Brunnen umzusetzen. „Dies wäre zudem sicherer, um das Gesamtkunstwerk bei der Demontage nicht zu beschädigen“, sagte Bürgermeister Michael Knape (parteilos).

Einige Parkplätze müssten weichen

Für die skizzierten neuen Standorte an den Hakenbunde und am Sonneneck schlug der Planer einen Ausbau der Plätze auf circa 400 Quadratmetern vor. So könnten Aufenthaltsräume und auch mehr Freiräume für Gastronomie entstehen. Weichen müssten dafür bis zu zehn Parkplätze. Für den erwogenen Umzug des Sabinchens werden jetzt noch die Kostenschätzungen erarbeitet, sagte Bürgermeister Knape.

Die Stadtverwaltung setzt derzeit einen Beschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2009 um. Demnach soll die Sabinchen-Statue durch eine Kopie der ursprünglichen Figur von Kurfürst Friedrich I. ersetzt werden. Die Kosten dafür trägt der Heimatverein aus Spenden. Ob darüber hinaus für den neuen Standort des Sabinchens auch Geld aus der Altstadtförderung und der Stadtkasse fließen sollte, „müssten die Stadtverordneten entscheiden“, sagte Knape.

Ohne größere Arbeiten könnte Sabinchen an der Nikolaikirche einen neuen Platz bekommen. Quelle: Büro Lange

Obwohl er am Donnerstagabend nicht direkt Thema der Versammlung war, bleibt der Beschluss zur Umsetzung des Sabinchens stark umstritten. Das wurde in der Versammlung deutlich. Mehrere Redner forderten erneut ein Überdenken des damaligen Beschlusses. Auch vermissten sie alternative Vorschläge für den Standort der Kurfürsten-Skulptur. Sie könnte am Heimatmuseum oder an den nun für das Sabinchen vorgeschlagenen Standorten gut platziert werden, hieß es. Vertreter des Heimatvereines bekräftigten ihr Interesse, für den Kurfürsten wie für das Sabinchen repräsentative Standorte zu finden.

Rund 170 Besucher verfolgten in der Aula des Treuenbrietzener Gymnasiums die Vorstellung der Varianten für den erwogenen neuen Sabinchen-Standort. Quelle: Thomas Wachs

Varianten für den Kurfürsten seien jedoch aktuell nicht Gegenstand des rechtskräftigen SVV-Beschlusses und daher nicht im Auftrag des Planers enthalten, erklärte der Bürgermeister. Eine Änderung des Beschlusses könnte von den Stadtverordneten herbeigeführt werden. „Wenn es dafür eine Mehrheit gibt, können sie auch alles komplett rückgängig machen“, so Knape. Auf der Tagesordnung steht das Thema in der nächsten Sitzung am 21. März. Dann ist erneut über den Antrag der Fraktion der Linken zu entscheiden. Sie hatte das Ansinnen der Bürgerinitiative für den Erhalt des Sabinchens am Rathaus aufgegriffen. Demnach wird gefordert, die Umsetzung des Beschlusses zum Figurenwechsel so lange auszusetzen, bis erneut eine offizielle Umfrage zu dem Thema durchgeführt wurde. Im jüngsten Hauptausschuss wurde der Antrag mit klarer Mehrheit abgelehnt.

Von Thomas Wachs

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