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E-Auto-Riese Tesla will in Linthe investieren

ittelmark E-Auto-Riese Tesla will in Linthe investieren

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla plant, in Linthe acht Strom-Ladestationen für seine Fahrzeuge einzurichten. Zwei weitere Stationen sollen zudem markenunabhängig genutzt werden können. Den Kontakt hat Volkmar Paul aufgenommen. Warum er sich für die Ladestationen einsetzt, erläutert der Eigentümer vom „Linther Hof“ im Interview.

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Ein Wagen des US-amerikanischen Herstellers Tesla.

Quelle: Tesla

Linthe. Der US-amerikanische Elektroautomobilhersteller Tesla plant, in Linthe acht Strom-Ladestationen für seine Fahrzeuge einzurichten. Zwei weitere Stationen sollen zudem markenunabhängig genutzt werden können. Den Kontakt zu dem amerikanischen Unternehmen hat Volkmar Paul, Eigentümer des Hotel-Restaurants „Linther Hof“, aufgenommen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, gleich so viele Ladestationen einzurichten?

Die Idee an sich ist für mich nicht neu. Seit ungefähr vier Jahren haben wir eine Ladestation, die für alle Elektrofahrzeugtypen geeignet ist. Diese Station können Gäste kostenlos nutzen. Da wir unser Haus erweitern, wollten wir auch dieses Angebot ausweiten und haben uns im Internet informiert. Dabei sind wir auf Tesla gestoßen.

Wie ist es nach der Entdeckung weitergegangen?

Ich habe Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen und bin auf Interesse gestoßen. Tesla will ein deutschlandweites Netz von Ladestationen aufbauen, bisher gibt es wohl eine in Leipzig und eine Stromtankstelle nördlich von Berlin, Linthe würde sich dazwischen bestimmt gut einfügen.

Aber gleich acht Stationen , die auch noch an eine Marke gebunden sind?

Ich bin mir sicher, dass das die Technologie der Zukunft ist. Hier will ein Unternehmen in die Zukunft investieren, die Rede ist von etwa 250 000 Euro. Daneben könnten auf dem vorgesehenen Platz zwei weitere Ladestationen für andere E-Autos entstehen. Für Linthe, das Amt Brück und den Landkreis Potsdam-Mittelmark wäre das sicher ein Gewinn. Vielleicht werden wir deshalb auch vom Landratsamt Bad Belzig in dem Wunsch unterstützt.

Welche Erfahrungen mit Gästen samt deren Elektroautos haben Sie schon gemacht?

Vor kurzem sollten bei uns vier Tesla-Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. Auch das haben wir möglich gemacht. Denn die Fahrer haben eigentlich immer alle möglichen Adapter an Bord, so dass auch über die Kraftstromsteckdosen geladen werden kann. So wurde eines der Autos dann bei meinem Nachbarn, Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp, und die anderen drei bei uns geladen. Wir bieten den Gästen die Ladung kostenlos an.

Wie lange dauert so ein Ladevorgang?

Wir werden auf unserem Parkplatz demnächst zwei Ladesäulen errichten. Da werden die Besitzer die ganze Nacht brauchen. Bei den geplanten Tesla-Säulen, so genannte Super-Charger, wird das Auto in etwa 40 Minuten eine 80-prozentige Ladung erhalten.

In der Gemeindevertretung gab es dennoch Widerstände.

Ja. Vielleicht hatten die beiden Enthalter Angst vor der Monopolstellung des Herstellers. Aber auch andere Hersteller könnten doch dann auf uns zukommen. Es mag sein, dass es heute nur wenige Nutzer sind, aber es werden immer mehr. Mit einem dichteren „Tankstellennetz“ dürften es auch mehr Autos werden. Wir sollten einfach mit der Zeit gehen. Ich hoffe, dass Tesla sich für Linthe entscheidet. Insofern war das positive Votum der Gemeindevertretung hilfreich und wie ich gehört habe, unterstützt auch der Tourismusverein Zauche-Fläming das Vorhaben.


Von Andreas Koska

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