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EU-Geld für Radwege geplant

Ländliche Entwicklung in Brandenburg EU-Geld für Radwege geplant

Zwei Radwegeprojekte und der zweite Bauabschnitt im Gollwitzer Schlosspark gehören zu den vier städtischen Vorhaben in Brandenburger Ortsteilen, die auf Förderung aus dem neuen EU-Leader-Programm hoffen.

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Gabriela Philipp-Plagemann blättert im Entwicklungskonzept der Ortsteile.

Quelle: Claudia Nack

Brandenburg an der Havel. Vier städtische Vorhaben für die EU-Förderperiode bis 2020 sind bei der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel eingereicht. „Sie werden jetzt vom LAG-Vorstand nach Auswahlkriterien bewertet“, erklärt Gabriela Philipp-Plagemann, die bei der Stadt Brandenburg unter anderem für die Ortsteile zuständig ist. Das Ergebnis werde zum Jahresende erwartet. „Erst dann kann die richtige Antragstellung für die Leader-Projekte erfolgen“, sagt sie, die hofft, dass alle vier Anträge auf den Weg gebracht und 2016/17 umgesetzt werden können. Die Prioritäten, die teils schon in der vergangenen Förderperiode angedacht waren, setzten die Ortsteile selbst.

Dazu gehört der Zaucheradweg als Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Kloster Lehnin, um die Infrastruktur in den Orten zu verbessern und die touristische Attraktivität der Region zu steigern. „Von der Brücke bei Gollwitz bis zum Schöpfwerk soll er als Wirtschaftsweg ausgebaut werden, dann als Radweg auf dem Deich östlich des Emsterkanals bis zur Gemeindegrenze verlaufen und auf Kloster Lehniner Seite bis zum Rietzer See fortgeführt werden“, erklärt Philipp-Plagemann die etwa drei Kilometer lange Route. Der Brandenburger Teil würde rund 520 000 Euro kosten, davon hofft man auf 75-prozentige Förderung.

„Wichtig ist auch der mit 390 000 Euro veranschlagte Radweg von Göttin in Richtung Reckahn, zumal es sich um einen Lückenschluss handelt, denn auf mittelmärker Seite ist er längst fertig“, so die Stadtmitarbeiterin, die sich über das Einverständnis der Landeigentümer freut. Dieser touristische Radweg, der auch für Pendler und Schulkinder sicherer wäre, soll nicht straßenbegleitend, sondern auf der vorhandenen Waldschneise bis zur Bindefeldstraße in Göttin weitergeführt werden. „Mit Errichtung einer kleinen Radbrücke über die Plane und Kreuzen der Kleinbahntrasse“, erklärt sie.

In Schmerzke wäre es an der Zeit, den alten Betonweg vor dem Friedhof durch Pflaster zu ersetzen, eine Zufahrt zu bauen und den Eingangsbereich zur Kirche neu zu gestalten. Dazu gehören das Herrichten der Grünfläche vor dem Friedhof, neun Besucherparkplätze und drei Leuchten.

In Gollwitz will man für ähnlich viel Geld, nämlich für rund 88 000 Euro, im Schlosspark den zweiten Bauabschnitt in Angriff nehmen. So sollen die historische Wegeführung als Rundweg mit Anbindung zum Havelradweg und die Bepflanzung des Parks fortgeführt werden. Dadurch würde nicht nur das Gartendenkmal aufgewertet, sondern auch das Schloss mit internationaler Begegnungsstätte.

Diese vier Projekte gehören zu einer Vielzahl von Ideen, die unter Mitwirkung der Bürger und Ortsvorsteher bei einer Untersuchung der Entwicklungspotenziale für die ländlich geprägten Ortsteile zusammengetragen wurden. Damit hatte die Stadt das Berliner Büro „Die Raumplaner“ beauftragt.

Außerdem wurden laut Philipp-Plagemann bisher zwei private Vorhaben bei der Beantragung unterstützt. So hofft der neue Eigentümer des Gutshauses Mahlenzien für die Hüllensanierung ebenso auf das EU-Leader-Programm wie der Dorf- und Kulturverein Göttin, der die alte Schule zum Dorftreff entwickeln will.

Von Claudia Nack

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