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Echo Kamerun sucht Schulpaten

Bad Belzig Echo Kamerun sucht Schulpaten

Der Verein Echo Kamerun existiert in diesem Jahr zehn Jahre. Es ist ein Jubiläum, das die Ehrenamtler, die sich der Entwicklungshilfe und dem Austausch mit Kamerunern verschrieben haben, feiern. Doch nicht immer gibt es Erfolge seit Vereinsgründung. Immer wieder wird die Arbeit durch bürokratische Prozesse ausgebremst. Indes hat man ein neues Hilfsprojekt gestartet.

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Unter Freunden: Vereinsmitglieder von Echo Kamerun haben die Stadt Kribi in Kamerun besucht.

Quelle: privat

Bad Belzig. Der Bad Belziger Verein Echo Kamerun hat pünktlich zum 10-jährigen Vereinsjubiläum ein neues Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Mittellosen Kindern aus Kamerun soll die Grundschulausbildung finanziert werden. Diesmal setzt man allerdings nicht auf Einzelspenden, sondern vor allem auf Patenschaften.

Zum Schulstart im September soll die erste Ausstattung für die Kinder stehen. Insgesamt will man hier gut 15 Mädchen und Jungen helfen. „Es geht allerdings nicht um die Zahlung des Schulgeldes, sondern um Bücher, Blöcke, Stifte und andere Schreibmaterialien“, sagt Wolfgang Biedermann, der den Verein seit Ende 2016 leitet. Das Schulmaterial für die sozialschwächsten Schüler fällt allerdings nicht nur einmal an. Deshalb hofft Biedermann auf einzelne Schulpatenschaften, die Spender übernehmen. Damit würden geringe Zahlungen in regelmäßigen Zeitabständen einher gehen. „Die Kinder bleiben auch nicht anonym. Jeder Spender hat sein eigenes Schulpatenkind und bekommt auch eine Rückmeldung.“ Noch sind die Rahmenbedingungen nicht festgelegt, etwa darüber, wie viel Spenden in einer Patenschaft notwendig sind.

Das Hilfsprojekt für ein afrikanisches Krankenhaus in Gallo ist indes abgeschlossen worden. Der Verein konnte rund 400 Euro für OP-Kittel, Schwangerschaftstests, Fieberthermometer und andere medizinische Produkte durch Spenden einnehmen können. Das Zubehör ist bereits in Afrika angekommen.

Etwa 25 Mitglieder zählt der Verein Echo Kamerun aktuell. Er verbindet die Kreisstadt mit Kribi, einer Stadt an der Atlantikküste Kameruns. Am Freitag wird im Burgkeller der Burg Eisenhardt auf zehn Jahre Austausch und Entwicklungshilfe durch die ehrenamtlichen Helfer zurückgeblickt. Mitgliedern und Nahestehenden wird unter anderem der Vortrag eines Zentralafrika-Experten geboten.

Ein wichtiger Gast kann jedoch nicht teilnehmen. Die Kassiererin des Partnervereins Echo Belzig-Kribi ist mit der Anfrage um ein Visum gescheitert. „Begründet wird das allerdings nicht“, ärgert sich Biedermann. Immer wieder hat es in der Vereinsarbeit Probleme mit den bürokratischen Wegen gegeben. Die Hürden sind hoch. „Jeder der ein Visum beantragt, braucht zunächst eine Einladung und jemanden, der als Bürge für alle möglichen Kosten eintritt.“ Probleme machen allerdings weniger die Kameruner. Die Ablehnung gibt es vom deutschen Konsulat.

Von Christin Iffert

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