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Potsdam-Mittelmark Eheleute Herz halten Ragösen lebendig
Lokales Potsdam-Mittelmark Eheleute Herz halten Ragösen lebendig
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17:40 27.11.2016
Marlies und Manfred Herz halten Ragösen in Schwung. Quelle: Andreas Koska
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Ragösen

Vor zehn Jahren ist Marlies Herz gemeinsam mit ihrem Mann Manfred auf den heimatliche Hof im Kastanienwinkel in Ragösen zurückgekehrt. Damals hatte die heute 67-Jährige noch an einer Potsdamer Grundschule unterrichtet und ist gependelt. Nachdem sie 2009 in den Vorruhestand ging, fühlte sie sich nicht ganz ausgefüllt und engagierte sich gemeinsam mit ihrem fünf Jahre älteren Mann im Dorf.

Inzwischen ist das Ehepaar aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Als am Wochenende der Weihnachtsbaum geschmückt wurde, waren beide mit dabei und versorgen die Lichterketten die Adventszeit über auch mit Strom. Vor sieben Jahren gründete Marlies Herz eine Kindertanzgruppe. Aber eigentlich wollte sie nach den vielen Jahren vor Klassen auch mal mit Erwachsenen arbeiten. So kam eine Line-Dance-Gruppe hinzu. Geübt wird von Oktober bis April jeden Sonntag. „Danach im Sommer haben wir genügend im Garten zu tun“, sagt Marlies Herz. Ihre Aktivitäten füllen einen Wochenplan. Am Montag ist morgens die Sportgruppe im Dorf angesagt, am Abend die Theatertruppe. Dort wird gerade ein Stück für die Weihnachtsfeiern eingeübt. Am Dienstag geht es privat zum Nordic Walking, am Nachmittag steht der Spiele-Treff an und am Abend die Probe des Frauenchores. Am Mittwoch führt die Seniorin eine öffentliche Nordic- Walking-Gruppe durch die Flämingwälder.

Kürbisessen für die Jugendfeuerwehr

Donnerstag ist frei. Dann ist der Einkauf angesagt. Denn ab und an finden die beiden erwachsenen Kinder samt der vier Enkel den Weg nach Ragösen. „Allerdings nur per Voranmeldung, denn wir haben selten Zeit“, sagt Manfred Herz lachend. Er ist der Chef des Männerchors „Lyra“ im Ort und übt am Freitag. Der Fußballfan versäumt es nicht, die Heimspiele von Eiche Ragösen am Sonntag zu besuchen und die Kult-Mannschaft anzufeuern. Dass Marlies Herz die Pflege des Kriegerdenkmals übernommen hat und sie auch seit vier Jahren die Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof in Ordnung hält, ist für beide eine Selbstverständlichkeit. Nachdem die AWO-Gruppe im Ort sich aufgelöst hat, haben beide Senioren prompt die Organisation einiger Aktivitäten übernommen – ein jährlicher Ausflug inklusive.

Im Dorf anerkannt

Die Arbeit wird im Dorf anerkannt. „Die beiden stellen einiges auf die Beine“, lobt Ortsvorsteher Ingo Haß. Und Anwohnerin Verona Wolf bedauert, dass die beiden nicht schon früher nach Ragösen gekommen sind. „Die hätten wir schon vor 20 Jahren gebraucht“, sagt Wolf, die der Theatergruppe angehört. Die quirlige, zierliche Marlies Herz steckt immer noch voller Ideen. „Was hat sie schon wieder vor, fragen sich die Ragösener, wenn sie auftaucht“, erzählt Ilona Lukas, die für den Spielenachmittag mitverantwortlich ist. In diesem Jahr hat Familie Herz gemeinsam mit Bäckerfamilie Krause ein Kürbisessen im Kastanienwinkel organisiert. „Wir wussten nicht, ob es ankommt, es war toll und die Einnahmen wurden als Spende an die Jugendfeuerwehr weitergegeben“, sagt Marlies Herz nicht ohne Stolz. Während sie von sich sagt, dass wenn sie etwas anfängt, es dann auch richtig machen will, ist Manfred Herz eher der ruhiger Pol. „Wenn sie wieder einmal übersprudelt, dann hole ich sie wieder auf den Boden zurück“, sagt der pensionierte Kriminalist und lächelt.

Von Andreas Koska

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