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Potsdam-Mittelmark Ehrenamtliche Naturschützer so gefragt wie nie
Lokales Potsdam-Mittelmark Ehrenamtliche Naturschützer so gefragt wie nie
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09:07 19.10.2015
Die Aussichten für den Naturschutz sind bestenfalls durchwachsen. Quelle: Reyk Grunow
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Raben

Auf den ehrenamtlichen Naturschutz wird es in den nächsten Jahren mehr denn je ankommen. Denn im Land Brandenburg ist der Abbau der Hälfte der damit befassten hauptamtlichen Stellen vorgesehen. Darauf hat Axel Steffen aufmerksam gemacht. Der Abteilungsleiter im Umweltministerium hat beim Festakt anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Regionalverbandes „Hoher Fläming/Planetal“ einige Ausblicke gewährt, die den Anwesenden durchaus Sorgen bereiten.

So bestehe mit der in der Mark geplanten Funktionalreform die Gefahr, dass die Qualität der bisherigen Arbeit in den Großschutzgebieten leide, wie Axel Steffen andeutet. „Selbst ein gut aufgestellter Landkreis Potsdam-Mittelmark mit einem wohl wollenden Landrat wird früher oder später die Leute für den Vollzug von Verwaltungsaufgaben einsetzen müssen“, prognostiziert er, dass eine schlichte Personalübernahme auf die kommunale Ebene kaum die Lösung sei.

Bundesregierung geht in die Offensive

Gleichwohl gebe es Bedarf für professionellen Naturschutz, wie der Wandel der Kulturlandschaft und das Artensterben deutlich macht, sagt Werner Kratz. Der Vizechef des Naturschutzbundes im Land Brandenburg hat dennoch bei seinem Grußwort etwas Optimismus verbreitet. Denn gerade habe das Bundesumweltministerium eine Offensive für biologische Vielfalt gestartet. Die Europäische Union hingegen stelle die erst vor einiger Zeit aufwendig zusammen gestellten FFH-Gebiete (Flora und Fauna-Habitat) in Frage.

Die Bedingungen für den Naturschutz waren mithin 1985 nicht optimal gewesen. „Gleichwohl war es möglich, sich seinerzeit zu engagieren und deshalb halte ich das Jubiläum für bemerkenswert“, sagte Uwe Stahn. Er steht seit 20 Jahren an der Spitze des Nabu-Regionalverbandes „Hoher Fläming/Planetal“. Die Gründung der Fachgruppe für Ornithologie und Vogelschutz im Kulturbund der DDR geht vor allem auf Dieter Henning und seine Mitstreiter zurück. Sie hatten sich zunächst beispielsweise für den Erhalt der Turmfalken und der Wiesenbrüter mit Großtrappe vornweg eingesetzt. Den Vogelpopulationen zwischen Alt Bork und Zixdorf gilt bis heute ein besonderes Augenmerk. Dieser Tage wird es beispielsweise den Schwalbennestern und Storchenhorsten gewidmet.

Eigentümer von Wald- und Feuchtgebieten

Doch längst sind die über 100 Mitglieder über ein viel größeres Spektrum aktiv. Zählung und Dokumanetation von Flora und Fauna, Beschreibung in jährlichen Broschüren sowie Fachbüchern gehören dazu. Maßgeblich haben die Naturschützer an der Renaturierung von hierzulande besonders seltenen Bauchläufen mitgewirkt, Weidenpflege betrieben und Wiesen ökologisch bewirtschaftet. Insgesamt ist der Naturschutzbund nämlich nicht zuletzt Eigentümer von 76 Hektar Wald- und Feuchtgebieten. Sechs Prozent werden beispielsweise bei Arbeitseinsätzen sensibel von Hand gemäht. Bei der Exkursion durch das Planetal, die der Zusammenkunft im Rabener Gasthaus Hemmerling voranging, wurde ein besonderes Kleinod durchstreift. Moore und Trockenrasen sollten mithin künftig ebenfalls in den Fokus gerückt werden.

Gleichwohl es laut Uwe Stahn durchaus gute Beispiele für die Kooperation mit Betrieben und Behörden gibt, sieht er ebenfalls die Festigung des institutionellen Naturschutzes als notwendig an.

Von René Gaffron

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