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Ein Blick in Nachbars Garten

Lübnitz/Wiesenburg Ein Blick in Nachbars Garten

Die Aktion „Offene Gärten im Hohen Fläming“ bot am Wochenende Einblicke in private Kleinode. 13 Gärten hatten ihre Tore für Besucher geöffnet. Neben heimischen Pflanzen waren in einigen Gärten auch wahre Exoten zu bestaunen. In drei Gärten erwartete die Besucher zudem eine kleine Kunstausstellung.

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Auch ein Insektenhotel findet sich im Garten von Anke Mrosla und Lothar Hammes.

Quelle: Josephine Mühln

Lübnitz. Der Blick in fremde Gärten bleibt Spaziergängern meist verwehrt. Hohe Hecken und dichte Sträucher sollen vor neugierigen Blicken schützen, wenn sich die Hausbewohner in ihren heimischen Paradiesen entspannen. Nicht so aber am vergangenen Wochenende. Die Aktion „Offene Gärten im Hohen Fläming“ bot Besuchern aus nah und fern einmal mehr die Möglichkeit, durch Privatgärten zu flanieren.

Auch Lothar Hammes und Anke Mrosla aus Lübnitz hatten ihr Kleinod am Sonntag wieder für Gartenfreunde geöffnet – nachdem sie in den vergangenen Jahren pausiert hatten, weil die fehlende Zeit eine Teilnahme nicht zuließ. Als dann aber Christian Höhne aus Wiesenburg, Mitglied der Initiative Offene Gärten im Hohen Fläming, anfragte, zögerte Lothar Hammes nicht lange. „Es war schön sich wieder mit Menschen auszutauschen, die sich für Gärten interessieren“, sagt der Gartenbauer. „Da habe ich Lust bekommen, mitzumachen.“ Außerdem sei das auch ein guter Anlass gewesen, den Garten in Ordnung zu bringen, ergänzt Hammes und lacht.

Schlangenhaut-Ahorn aus Nordamerika

„Das Besondere an unserem Garten aus meiner Sicht ist, dass es ein wilder Garten ist“, sagt der Unternehmer. „Wild und unüberschaubar.“ In seinem rund 3000 Quadratmeter großen Idyll findet sich neben einem amerikanischen Gewürzstrauch beispielsweise auch ein Schlangenhaut-Ahorn, der eigentlich in Nordamerika zu Hause ist. Dazwischen Ginkgo, Efeu, Waldmeister und allerlei andere Gartenschätze. „Es gibt in Bad Belzig und Umgebung echte Kleinode“, sagt Hammes. Daher war sein Garten auch nur am Sonntag geöffnet – denn am Samstag waren die Lübnitzer selbst unterwegs, um sich andere Gärten anzusehen.

Herzstück im Garten von Lothar Hammes ist der 110 Quadratmeter große Schwimmteich

Herzstück im Garten von Lothar Hammes ist der 110 Quadratmeter große Schwimmteich.

Quelle: Josephine Mühln

Im Garten von Familie Grund in Bad Belzig „war richtig Betrieb“, erzählt Lothar Hammes. „Die steile Hanglage mutet fast an wie ein Hochgebirge, sehr liebevoll gestaltet mit viel Kunst.“ Auch der Garten von Christian Höhne hat Hammes „super gefallen“. „Ein echter Sammlergarten, bei den Raritäten bin selbst ich an meine Grenzen gekommen mit dem, was ich kenne – und ich kenne schon viel“, sagt Hammes und lacht.

Weniger Besucher als in vergangenen Jahren

Etwa 80 Besucher seien am Sonnabend in seinen Garten gekommen, berichtet Christian Höhne. „Ein paar weniger als in den vergangenen Jahren, vielleicht haben die vielen Umleitungen einige Besucher doch abgeschreckt“, vermutet der Organisator. Er war dennoch zufrieden mit der Resonanz. Das Besondere in diesem Jahr: Höhne bot den Besuchern zusätzlich zum Gartenerlebnis eine ins Grün integrierte Kunstausstellung. Florale Quilts und Druckgrafiken der Wiesenburger Künstlerinnen Karola Rose und Frieda Knie waren im Garten verteilt worden und fügten sich wie selbstverständlich ins Bild ein. „Nicht zu auffällig, aber trotzdem präsent“, sagt Höhne zur Gestaltung.

Offene Gärten konnten auch in Buchholz, Görzke, Ragösen, und Trebitz besucht werden. Zum ersten Mal dabei war der Kreativgarten in Grimme (Sachsen-Anhalt).

Von Josephine Mühln

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