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Ein Fest für die supergesunde Beere

Petzow Ein Fest für die supergesunde Beere

Zum 14. Mal ist am Wochenende im Sanddorngarten von Christine Berger in Petzow die Ernte der nordischen Vitaminbombe gefeiert worden. Anlässlich der 700-Jahr-Feier in Werder gab es hohen Besuch aus der Vergangenheit, der so einiges über den Sanddorn, die Produktion und den Ursprung der Beere erfahren wollte.

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Im Gespräch mit Christine Berger konnte selbst Theodor Fontane (Baldur Martin) noch etwas lernen über die „Zitrone des Nordens“.

Quelle: Edith Mende

Petzow. Das Orange der Beeren und der Gartenaccessoires bekam beim 14. Sanddornfest erst mit der Sonne am Sonntag seine Leuchtkraft zurück. Bis in den späten Samstagnachmittag hatten die Sonnenschirme vor der Antenne-Brandenburg-Bühne als Regenschutz herhalten müssen. Dennoch, der Shantychor der Wasserschutzpolizei Potsdam, dessen Lieder seit fünf Jahren zum Sanddornfest gehören, wurde lautstark gefeiert. Schließlich tauchte sogar Theodor Fontane auf und ließ sich von Firmen-Chefin Christine Berger über die „Zitrone des Nordens” aufklären. Anspruchslos sei der Strauch, der mit sich flach ausbreitenden Wurzeln auch Hänge vor dem Abrutschen schützt, erläuterte die Fachfrau. Deshalb habe man ihn lange nur als Dünenbewuchs an der Küste gekannt. Aber Sanddorn sei auch eine richtige Vitaminbombe und damit sehr gesund. Als sie 1993 ihr Unternehmen gründete, habe sie zunächst mit ein paar Säften nach Abnehmern gesucht. Aber wer wollte damals etwas von Sanddorn wissen, gab es nun doch hinreichend Bananen, Apfelsinen, Kiwis und andere Südfrüchte. Siebzig Produkte auf der Grundlage der orangefarbenen Beeren findet man mittlerweile im Angebot der Sanddorn- und Wildfrucht-Firma von Christine Berger in Petzow. Vom Saft über Wein, Likör sowie Marmelade bis hin zur Kosmetik. Die neueste Entwicklung: eine Burgersoße, die man am Wochenende zu einem Wildschwein-Burger probieren konnte.

In der Weinhalle hatte Produktionsleiter Wilfried Kron gut zu tun, denn bei ihm konnte man nicht nur an Pröbchen der unterschiedlichen Obstweine nippen, er füllte auf Wunsch auch die Favoriten zum Mitnehmen ab. Die Besucher interessierten sich ebenso für die großen Stahltanks, in denen der Wein reift. Noch sind sie überwiegend leer, die Ernte hat ja gerade erst begonnen. Der Sanddorn-Federweißer erwies sich aber bereits als Renner.

Ein Bus brachte interessierte Festgäste mehrmals täglich auf eine Sanddorn-Plantage. Mittlerweile hält Brandenburg mit 400 Hektar Anbaufläche die Spitze der Sanddornproduktion in Deutschland. Seit Mitte August läuft die Ernte, die wetterabhängig noch bis in den Oktober dauern kann. Auf 140 Hektar rund um Petzow wachsen die Beeren der Firma von Christine Berger. „Zertifizierte Flächen ohne Dünger und Pestizide”, versicherte Dorothee Berger, die Juniorchefin, während sie Besucher durch die Produktionsräume für die Marmeladenherstellung führte. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, werde schnell und kurz erhitzt und nach dem Abfüllen ebenso schnell heruntergekühlt, erklärte sie. 25 unterschiedliche Marmeladen und Gelees habe man im Programm. Alle Rezepte wurden selbst entwickelt. Ständig sei man auf der Suche nach neuen Varianten, auch Rezepturen als Omas Zeiten lohne es zu prüfen.

Von Edith Mende

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