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Brücker sind verrückt nach Krimis

Tag der Bibliotheken Brücker sind verrückt nach Krimis

Die Bibliotheken in der Region sind für jung und alt unverzichtbar. Sie bieten immer frischen Lesestoff für jeden Geschmack, für manchen sind sie auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Um die Arbeit der Bibliotheken zu würdigen, wird am 24. Oktober der Tag der Bibliotheken begangen.

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Silvana Kase kennt ihre Leser genau.
 

Quelle: Johanna Uminski

Brück.  Silvana Kase hat sie alle. Ob bunte Kinderbücher, informative Ratgeber, gefühlvolle Liebesgeschichten oder blutrünstige Krimis – in der Brücker Bibliothek, die Silvana Kase seit 14 Jahren leitet, gibt es für jeden Lesegeschmack das richtige Buch. Neben klassischen Büchern wartet auf die Bibliotheksbesucher hier auch ein umfangreiches Sortiment von DVDs, CDs und Zeitschriften.

265 begeisterte junge und alte Leser aus Brück, Linthe, Gömnitz, Trebitz, Borkheide, Borkwalde und Belzig werden von der Bibliothekarin nicht nur immer freundlich beraten, sondern können direkt auf das umfangreiche Sortiment von über 8300 Büchern, Hörbüchern und digitalen Medien zurückgreifen. Bücher und ihre Wohnstätte, die Bibliotheken, sind auch heute wichtige Kultur- und Bildungseinrichtungen. Darauf macht der Tag der Bibliotheken aufmerksam, der am 24. Oktober begangen wird.

Die Brücker sind verrückt nach Krimis

Silvana Kase ist seit 2002 Bibliothekarin in Brück und kennt die Vorlieben und Wünsche ihrer Leser. „Sie sind verrückt nach Krimis“, sagt die Brückerin. Doch auch historische Werke, Bibliografien und Bände über Australien und Neuseeland laufen im Moment sehr gut. „Auch Bücher zu den Themen Garten und Gesundheit sind nachgefragt“, sagt Kase.

 Seit vier Monaten befindet sich die Brücker Bibliothek nun an ihrem neuen Standort im Ärztehaus und wurde dort von den Lesern gut aufgenommen. Vorher bot Silvana Kase ihre Bücher in der Oberschule an. „Jetzt hat sich das Publikum etwas verändert“, sagt die 47-Jährige. Lange Wartezeiten bei den Ärzten nutzen die Patienten für einen kleinen Ausflug in die Bibliothek. „Ich habe dadurch zehn neue Leser bekommen.“

Doch die Besuche der Kinder in ihrer Bibliothek vermisst die Brückerin schon. „Ich habe jetzt mit den Schulen Kontakt aufgenommen und sie wollen jetzt regelmäßig vorbeikommen“, freut sich Kase. Außerdem musste die Bibliothekarin ihren Bestand von 14000 auf 8300 Büchern stark reduzieren. „Wir hatten in der Schule eine Ausleihfläche von 100 Quadratmetern - jetzt habe ich ein Viertel weniger“, sagt sie. Ein Drittel des Bestandes fiel so dem Umzug zum Opfer. „Das ist aber wie zu Hause – da muss man auch ab und zu ausmisten“, sagt die Bibliothekarin.

Tag der Bibliotheken

Seit 1995 findet am 24. Oktober der „Tag der Bibliotheken“ statt. Er wurde vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen und lenkt jedes Jahr an diesem Tag die Aufmerksamkeit auf die rund 10000 Bibliotheken in Deutschland.

 An diesem Tag bieten viele Bibliotheken verschiedene Veranstaltungen an und weisen so auf die vielfältigen Leistungen der Bibliotheken als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtungen hin.

Der Deutsche Bibliotheksverband verleiht am Tag der Bibliotheken den Preis „Bibliothek des Jahres“. Auch in diesem Jahr dreht sich dabei alles um die Kampagne „Netzwerk Bibliothek“.

Viel wichtiger als die schiere Menge sei, dass der Bestand immer auf dem aktuellen Stand ist. „Die Bibliothek ist die erste Bildungseinrichtung – daher ist es wichtig, dass Mittel ausdauernd zur Verfügung gestellt werden, damit die Attraktivität der Bibliothek durch die Medien gegeben ist“, so Kase. Daher müsse der Bestand ständig erneuert und ausgetauscht werden. Auch die Besucherstruktur ändert sich: „In die Bibliothek kommen auch immer mehr Familien mit ihren Kindern.“

Kase kommt bei der Arbeit nicht zum Lesen

 Und vor allem für Rentner sei der Besuch in der Bibliothek alle paar Wochen ein besonderes Highlight und eine wichtige Begegnungsstätte, für die sie sich auch die guten Sachen aus dem Schrank anziehen, weiß die Bibliothekarin. Allen Lesern gemein ist, dass sie vor allem den freundlichen und persönlichen Kontakt schätzen. „Als Bibliothekarin kennt man irgendwann seine Leser und kann ihnen auch mal ein gutes Buch empfehlen und daran erfreuen sie sich“, sagt Kase.

Eines allerdings ist kaum zu glauben: Obwohl die Bibliothekarin seit so vielen Jahren auf der Arbeit von Büchern umringt ist, hat sie es noch nie geschafft, ein Buch in der Bibliothek zu lesen. „Es ist immer so viel zu tun – Bücher müssen einsortiert, repariert oder mit einem Code versehen, Veranstaltungen organisiert und durchgeführt werden“, sagt die Buchliebhaberin.

Von Johanna Uminski

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